ORBEA empfiehlt:
Vogelfütterung im Winter, aber richtig
- Artgerechtes Füttern mit hochwertigen Körnermischungen unterstützt heimische Gartenvögel in frostigen Zeiten. Die ORBEA empfiehlt, dass das Futter trocken, sauber und für kleine Vögel gut erreichbar angeboten werden sollte. Gerade in längeren Frostperioden sind solche zusätzlichen Nahrungsquellen für viele Arten wertvolle Energiebausteine.
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Ludwigshafen, Dezember 2025. Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit wird die Nahrungssuche für viele heimische Wildvögel zunehmend schwierig. Eine zuverlässige Futterquelle hilft den Tieren, ihren Energiebedarf zu decken, denn Frost, Schnee und ein eingeschränktes Nahrungsangebot erschweren ihnen das Überleben im Winter erheblich. "Wir wollen daher auf die Bedeutung einer verantwortungsvollen Winterfütterung aufmerksam machen und praktische Hinweise geben", so Klaus Eisele, ehrenamtlicher Leiter der Ornithologischen Beobachtungsstation Altrhein (ORBEA) sowie Naturschutzbeauftragter der Stadt und des Rhein-Pfalz-Kreises.
- Wichtig ist, dass eine begonnene Fütterung über den gesamten Winter hinweg fortgesetzt wird.
- Die Futterstellen sollten wettergeschützt, erhöht, katzensicher und gut einsehbar sein. Ebenso entscheidend ist eine gute Hygiene: Futterhäuser und Spender müssen regelmäßig gereinigt und verdorbenes oder feuchtes Futter entfernt werden, um Krankheiten vorzubeugen.
- Je nach Vogelart eignet sich unterschiedliches Futter. Körnerfresser wie Buch- und Grünfinken profitieren besonders von Sonnenblumenkernen, ungesalzenen Erdnüssen oder Hanfsaat. Weichfresser wie Amseln oder Rotkehlchen nehmen dagegen Haferflocken, Rosinen, Obst oder spezielles Fettfutter an. Bei starkem Frost sind zusätzliche Fettquellen wie Meisenknödel oder selbst hergestellte Mischungen wichtige Energielieferanten.
- Auch Wasser bleibt im Winter unverzichtbar. Eine einfache Methode, um es vor dem Gefrieren zu schützen, ist die Verwendung eines Tongefäßes mit Grabkerze, über dem ein Untersetzer mit Wasser leicht angewärmt wird.
- Wer Vögel langfristig unterstützen möchte, kann darüber hinaus beerentragende Sträucher pflanzen, verblühte Stauden stehen lassen oder wilde Gartenecken schaffen, die Schutz und natürliche Nahrung bieten.
- Die Sorge vor Vogelgrippe spielt an heimischen Futterstellen kaum eine Rolle, denn eine Übertragung von Wildvögeln auf Menschen ist äußerst selten und betrifft fast ausschließlich Geflügelhaltungen; eine gute Handhygiene genügt in der Regel.
"Warum das Füttern im Frühjahr ebenfalls wichtig ist, erklären wir in einer der nächsten Mitteilungen", so Eisele. "Bis dahin laden wir dazu ein, die gefiederten Wintergäste bewusst zu beobachten und mit einfachen Mitteln zu unterstützen."
Die Ornithologische Beobachtungsstation Altrhein (ORBEA) wurde 1960 in Ludwigshafen gegründet. Sie engagiert sich seit mehr als sechs Jahrzehnten für den Schutz von Vögeln, Biodiversität und natürlichen Lebensräumen im urbanen und industriellen Umfeld. Getragen wird die ORBEA ausschließlich von Ehrenamtlichen, die mit Fachwissen, Ausdauer und Leidenschaft vielfältige Aufgaben übernehmen - von Nistkastenpflege und Schwalbenschutz über Umweltbildung bis hin zu Forschungskooperationen und politischem Engagement. Heute betreut die ORBEA über 2.000 Nistkästen und mehr als 600 Schwalbennester, arbeitet mit Unternehmen und Universitäten zusammen und bietet jährlich zahlreiche Exkursionen, Vorträge und Schulprojekte an. Die Arbeit ist zu 100 Prozent ehrenamtlich und wird durch Spenden, Kooperationen und praktische Unterstützung ermöglicht. Mehr zur ORBEA: https://www.maudach.de/orbea.html
Kontakt:
ORBEA – Ornithologische Beobachtungsstation Altrhein
Leitung: Klaus Eisele, Kathrin Barsnick (ehrenamtlich)
naturschutz@orbea-lu.de | buero-lu@t-online.de
Medien: Klaus-Peter Rieser, Tel. 01741973160, kprieserrieser25@web.de
Station im Maudacher Bruch, Ludwigshafen
Notfall-Wildtierhilfe: 0160-99164962
Unterstützen auch Sie die Arbeit der ORBEA – praktisch, finanziell oder durch Kooperationen. Helfende Hände sind ebenso willkommen wie jede Spende.
Autor:Klaus-Peter Rieser aus Ludwigshafen |
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