BriMel unterwegs
Reges Interesse an Kinderklinik beim „TdoT“
- Tag der offenen Tür
- Foto: Brigitte Melder
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Ludwigshafen. Am 26. September öffnete die am 18. Januar 2024 in Betrieb genommene Kinderklinik am St. Marienkrankenhaus Ludwigshafen-Gartenstadt ihre Türen. Vor allem Familien mit Kindern nahmen das Angebot an und kamen zuhauf, um sich über das Angebot im Krankheitsfall zu informieren. Seit 10 Uhr ging es in der Klinik rund und alle Mitarbeitenden waren involviert, denen ein großes Dankeschön gilt.
Angefangen hatte der Rundgang beim Johanniter-Hilfsdienst und dem Krankenwagen vor der Kinderklinik, wo Kinder den Riesenteddybär verarzten und einen Verband anlegen konnten. Sie waren sozusagen die „Heldinnen und Helden“ des Tages und konnten bei den vielen Stationen Punkte sammeln, zuletzt eine Urkunde erlangen und somit den „Doktortitel“ erlangen. Ein Tisch mit Ausmalvorlagen und selbst kreierte Buttons stand unter Anleitung zur Verfügung. Eine Mama meinte „Wie tolle ist das denn!!!!“ Großer Andrang herrschte vor der Klinik mit der Food-Box für Crepes und Kaffee. Eine ganz persönliche Führung zu den verschiedenen Stationen erhielt ich durch die Pressesprecherin Katja Hein, bei der ich mich herzlich für ihre Zeit bedanken möchte.
Ruth Künast (Pflegerische Leitung Pädiatrie) und Tiziana Barresi (Bereichsleitung der Kinderklinik) standen im Foyer mit etlichen Flyern über die Kinderklinik beratend zur Verfügung. Ein junger smarter „Superman“ mit dem wohlklingenden portugiesischen Namen Fabricio Dos Santos kam zufällig von den Stationen vorbei. Er erzählte, dass er einmal im Monat als Superman unterwegs sei, um mit den Kindern Fotos zu machen und ihnen Mut zuzusprechen. (Kontakt fabricio9999@web.de). Bei der ersten Station ging es um das Thema „Handwäsche“. Auch das muss richtig gemacht werden und nicht nur die Handinnen- sondern auch -außenflächen müssten eingeseift werden. Und ob sie wirklich richtig aussehen, sieht man wenn das Blaulicht „clean“ anzeigt. Bei der Blutdruckmessung und Sauerstoffsättigung gings vorbei zur Operation der Kinderchirurgen, die die Gummibärchen aus dem nachgeahmten Körper mit einer langen Pinzette herausfischen mussten. Das war ein richtiges Geschicklichkeitsspiel und verlangte höchste Konzentration. Zur Belohnung für diese schweißtreibende Angelegenheit gab es Süßigkeiten. Nebenan wurden die Luftballons professionell zu Figuren aufgepumpt und Kinderschminken angesagt. Mit Verkleidungen konnten im nächsten Raum Erinnerungsfotos evtl. mit Tattoos geschossen und gleich mitgenommen werden. Das periphere Nervensystem wurde mit Stromimpulsen gemessen. Klingt gefährlich, war es aber nicht, nur der Daumen mit der Messung fängt ein bisschen zu zucken an. Wenn die Kinder noch zu klein dafür waren durfte auch ein Elternteil ran. Bei der Messung des zentralen Nervensystems nahm man einen großen Teddybären als Anschauungsobjekt, der ein Häubchen der besonderen Art übergestülpt bekam, eine EEG-Haube mit Gehirnstrommessung. Das ist schmerzfrei und gefahrlos. Das Gerät misst nur die natürlichen Hirnströme. Gibt Aufschluss über die Funktion der Nervenzellen, die man für eine Untersuchung braucht. Hyperventilation und Fotostimulation sind wichtige Provokationsmethoden (Aktivierungsmethoden) in der Elektroenzephalographie (EEG), um versteckte oder latente Firnfunktionsstörungen sichtbar zu machen. Dies wurde den Kindern kindgerecht erklärt. Die Fotostimulation ist wie mit einem zuckendem Discolicht, wobei man Krampfpotentiale entdeckt.
Die Kinderklinikseelsorge hatte heute einen „Kaugummiautomaten“ aufgestellt, der bei Einwurf von 20 Cent den Kindern den Segen gab. Im normalen Alltag gehen die Seelsorger zu den Kranken und hören sich ihre Sorgen und Ängste an. Es gab auch die Physiotherapie mit einem Bewegungsparcours für größere Kinder auf dem Gang und für die kleineren im Raum. Hier herrschte großer Andrang, da man immer erst warten musste bis die vielen Übungen unter Anleitung mit Bravour gemeistert wurden. Hüpfen, Pusten und Kriechen standen im Zeichen der Koordination und Ballance. Im 2. OG befand sich die Bärenklinik und Geburtsstation sowie die Erste Hilfe und das Notruftelefon, das spielerisch erklärt wurde. Alle Fragen waren kindgerecht und machten sichtlich Spaß. Auf was müssen sie in bestimmten Situationen achten, wenn jemand beispielsweise auf dem Boden liegt? Wie setzt man den Notruf ab? Welche Nummer muss man wählen und was muss man dann sagen? Das alles wurde geübt. Die Geburtsentwicklung konnte man in einem Raum bei der Hebamme Julia Tremmel und Schirin Mohraz anhand von Informationsmaterial ersehen. Das Glücksrad lockte mit Gewinnen und auch das Krankenzimmer für Mutter/Vater und Kind konnte man sich bei den Auszubildenden anschauen. Zu Guter Letzt beschenkte Stationsleiter Damian Lacaj die kleinen BesucherInnen nach erfolgreichem „Durchmarsch“ mit einem Mini-Doktor-Zertifikat.
Um 13.40 Uhr, also fast am Ende des „Tages der offenen Tür“, hat man 567 große und kleine BesucherInnen gezählt. Die sechs informativen Fachvorträge waren über den Tag verteilt und gaben Aufschluss über einige Fragen zu Kindergesundheit, Neugeborenen-Medizin und Geburt. Die Veranstaltung kam bei allen gut an und die Kids hatten jede Menge Spaß. Dafür hatten die 50 Mitarbeitenden aus allen Bereichen heute gesorgt und deshalb gebührt den Ärzten, Pflegern, Hebammen, Auszubildenden und der Technik großer Dank. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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