BriMel unterwegs
In der Konzertmuschel mit dem „Duo SansBaguette“
- Im Schatten klassischen Gesang genießen mit dem Duo SansBaguette
- Foto: Brigitte Melder
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Ludwigshafen. In der Konzertmuschel im Ebertpark geht es dieses Jahr rund, denn von Mai bis September findet ein Event nach dem anderen statt. Bereits am Pfingstsonntag wurde das Publikum mit „Klassik im Park“ und Chansons verwöhnt. Am 25. Mai, also Pfingstmontag, startete der Nachmittag um 15 Uhr bei Temperaturen über 30 Grad Celsius mit dem „Duo SansBaguette“. Ebenfalls unter der Rubrik „Klassik im Park“ mit klassischen Chansons und Werken von Trenet, Kosma, Piaf und Betti performten die beiden Akteurinnen Malaika Ledig-Schmid (Gesang) und Heidrun Arnegger (Piano). Angekündigt wurden sie vom Eventmanager Andreas Ziegle (Konzertmuschel und Turmrestaurant), der seinerseits noch auf weitere Events in der Konzertmuschel hinwies und sich bei dem Publikum bedankte, dass die Konzertmuschel dem Freibad den Vorzug gegeben hat. Zudem bediente er heute das Technikpult. Beim Betreten der Stage durch die beiden Künstlerinnen wehte ein zartes Lüftchen aus Frankreich durch die Orangerie.
Die aus dem Opernchor am Nationaltheater Mannheim stammenden Künstlerinnen Malaika Ledig-Schmid (Gesang) und Heidrun Arnegger (Piano) die Bühne. Die beiden charmanten Damen wollten ein Stück Frankreich in die Pfalz bringen. Das letzte Mal waren sie vor 25 Jahren in der Konzertmuschel mit einem Kinderchor. Sie fanden es schön, dass die Konzertmuschel so schön belebt wurde und so solle es bleiben. Während der Coronazeit waren für sie und viele andere Künstler Konzertauftritte nicht erlaubt. Die beiden Frauen beschlossen, sich zusammenzutun und ein Stück Frankreich nach Ludwigshafen zu holen. „Je chante“ von Charles Trenet heißt „Ich singe“ und auch das nächste Chanson „Vous, qui passez sans me voir“ war von ihm. Zwischen den einzelnen Songs erklärten die beiden Frauen abwechselnd die Bedeutung in Deutsch. Das Publikum genoss die Darbietungen im Liegestuhl, auf der ausgebreiteten Decke oder auf den bereitgestellten Stühlen, die meisten Gäste kamen ganz „en vogue“ gut behütet und hie und da war ein Fächer zu sehen. Von den gesanglichen Darbietungen hatten natürlich auch die Gäste des Turmrestaurants bei dieser Open-Air-Veranstaltung etwas. „Mes jeunes années“ von Charles Trenet und „C’est si bon“ von Yves Montand wurde performt. Letzteres kannte wohl jeder aus der Geramont-Käsewerbung und konnte phasenweise mitsingen. „Les enfants qui s’aiment“ und „Paris at night“ stammen von Joseph Kosma und Jacques Prevert. Viele Spaziergänger durchschlenderten den Ebertpark, verharrten kurz und gingen weiter, denn klassischer Gesang ist nicht jedermanns Geschmack. Es wurde auf die Pause hingewiesen und die anstehenden Veranstaltungen, die unter www.turm-restaurant.de zu finden sind. Natürlich war der Besuch der Veranstaltung frei, jedoch würde man sich über das freiwillige Befüllen der beiden bereitstehenden Dosen sehr freuen. Das war Genuss pur und Klassikfans kamen voll auf ihre Kosten, das sollte gewürdigt werden.
Man kam zum zweiten Akt der Frankreichreise. Man solle die Musik genießen und sich gleichzeitig bräunen lassen. Ein Windstoß nahm die Notenblätter auf ihre eigene Reise, wurden jedoch schnell wieder von Andreas Ziegle eingesammelt. „Y’ad la joie“ und „Que reste t’il de nos amours“ von Charles Trenet klangen bezaubernd. Und dann kam das Lied, das wirklich alle kannten: „La vie en rose“ von Edit Piaf. Nach dem recht beschwingten Lied „Ménilmontent“ von Charles Trenet stand noch die Erklärung aus, wie das Duo zu dem außergewöhnlichen Namen gekommen war. Eigentlich hieße es „Ohne Brot“, aber auch der Taktstock des Dirigenten heißt auf Französisch Baguette, also entschieden sie sich für diesen Namen. Von Jacques Brel performten sie „Douce France“, eine Liebeserklärung „Ich werde warten“. „J’attendrai“ von Dino Olivieri und das letzte Stück „La Mer“ von Charles Trenet folgten. Bedauernde Rufe aus dem Publikum zeigten an, dass noch eine Zugabe gewünscht wurde. Die gab es nach anhaltendem Applaus mit „Aux Champs-Elysées“ von Joe Dassin und das Publikum stimmte mit ein. Andreas Ziegle bedankte sich bei den beiden tollen Künstlerinnen und versprach auch am 31.05. von 10 bis 13 Uhr beim offenen Boule Spieltag praktisch in Frankreich zu bleiben. Es wird Boule, echte französische Crepes und Akkordeonspieler geben. Hat Ihnen der Gesang vom „Duo SansBaguette“ gefallen können Sie gerne unter Malaika.ledig@gmail.com Kontakt aufnehmen. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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