Eulen LU
Eulen-Heimdebakel trübt Legenden-Feiertag
- Marc-Robin Eisel erzielte in dieser Saison bisher die meisten Eulen-Tore
- Foto: Michael Sonnick
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Ein Debakel der Eulen trübt die Hochstimmung beim Traditionsspieltag in der Friedrich-Ebert-Halle: Unter dem Leitmotiv „30 Jahre Bundesliga“ traten die Eulen am Freitagabend gegen den VfL Lübeck-Schwartau in Erinnerung an den Aufstieg am 30. April 1995 in Traditionstrikots an. Das Spiel vor 2101 Zuschauern aber geriet zu einem Waterloo. Die Eulen gingen unter, sie blamierten sich bei der 24:35 (10:16)-Heimschlappe gegen starke Lübecker. Alle überragend: Magnus Holpert, Lübecks Regisseur, mit 11 Toren.
Bester Werfer der Eulen: Tim Schaller: 8 von 9. Er verwandelte alle seine sieben Siebenmeter. Das muss man sich erstmal trauen! Den Eulen droht nach 30 Jahren Bundesliga der Abstieg in die Drittklassigkeit. Die Heimschlappe tut weh, da ist vor allem aber auch das Verletzungspech.
„Das war gar nichts“ :
15 Minuten sind die Eulen auf Augenhöhe, egalisieren durch Tim Schallers dritten Siebenmeter zum 7:7. Dann der Riss – ein 0:5-Lauf zum 7:12. Zur Pause liegen saft- und kraftlose Eulen hoffnungslos 10:16 zurück, das ist die Quittung für viel zu viele technische Fehler und eine nicht existente Abwehr. So marschieren Magnus Holpert und Einar Nickelsen immer wieder ungehindert durch die Mogelpackung namens Abwehr.
Žiga Urbič pariert einen einzigen Wurf, räumt sein Reich nach 23 Minuten für Philipp Wenning. Unterm Strich: vier Paraden. Vincent Bülow führt eine kopflose Mannschaft als Kapitän, die Freddy Stüber und Mihailo Ilic in der Abwehr nicht zu ersetzen weiß. Kurz vor der Pause verletzt sich Finn Leun am Schlüsselbein und verstärkt das Lazarett. Robin Eisel quält sich mit einer Schulterverletzung über die Runden. In Minute 24 kommt Friedrich Schmitt – erste Schritte nach einer einzigen, halben Trainingseinheit auf dem Weg zurück nach langer Verletzungspause. Seine beiden ersten Würfe krallt sich Mark Ferjan. Am Ende sind es 2 von 6. „Wir haben es 60 Minuten nicht geschafft das umzusetzen, was wir uns die ganze Woche über vorgenommen haben“, sagte Vincent Bülow nach dem Desaster. Bülow, erstmals Eulen-Kapitän: „Egal ob Abwehr, Angriff oder die Torhüter – das war gar nichts. Bei denen ist alle gelungen und wir haben sie dazu eingeladen.“ „In der Abwehr fehlten uns die Alternativen. Wir hatten überhaupt keinen Zugriff“, sagte Trainer Haaß.
Nächsten Freitag (20 Uhr) geht’s weiter im Auswärtsspiel beim TuS N-Lübbecke.
Im Vorabendprogramm unterlag die weibliche deutsche U18-Nationalmannschaft gegen Frankreich vor 869 Zuschauern 24:26, zur Halbzeit führten sie noch knapp mit 15:14-Toren.
Göllheim sagt Danke :
Mit Lotto Rheinland-Pfalz haben die Eulen bei jedem Heimspiel Gäste aus sozial und karitativ engagierten Einrichtungen oder Vereinen zu Gast. VIP-Gäste von Lotto und den Eulen waren am Freitagabend 15 Mitstreiter des Handball-Fördervereins Göllheim, der die Nordpfälzer Wölfe unterstützt. ,,Kinder stark machen“ ist ein Leitmotiv des von Jürgen Dhom als Vorsitzendem geführten Fördervereins, der 1993 gegründet wurde und 1995 gar schon die deutsche, 1994 die russische Nationalmannschaft zu Testspielen nach Göllheim lotste. Im Juni 2022 waren die damaligen Eulen-Asse Pascal Bührer und Christian Klimek beim Tag des „Donnersberger Sports“ zu Gast in Göllheim und trainierten mit den Handball-Kids. „Wir sagen viele Dank an Lotto und die Eulen. Wir drücken die Daumen, dass sie drinbleiben“, sagte Dhom am Freitag nach dem auch das Gruppenbild geschossen war. Mit dabei: der verletzte Kapitän Freddy Stüber und Alex Falk.
Text Eulen Ludwigshafen
Autor:Michael Sonnick aus Ludwigshafen |
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