Tag gegen Gewalt an Frauen: Polizeipräsidium Rheinpfalz beteiligt sich
- Das Polizeipräsidium erstrahlt während der Aktionswochen "Orange the World" in der Farbe orange
- Foto: Polizeipräsidium Rheinpfalz
- hochgeladen von Julia Glöckner
Ludwigshafen. Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November erinnert an die weltweite Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen. Gewalt kann viele Formen annehmen, von Beleidigungen und Einschüchterungen bis hin zu körperlichen und sexuellen Übergriffen. Oft schweigen Betroffene aus Scham oder Angst.
Seit 25. November bis 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, beteiligt sich das Polizeipräsidium Rheinpfalz bereits zum sechsten Mal an der UN-Kampagne "Orange the World". In diesem Zeitraum wird das Polizeipräsidium mit orangefarbenen Lichtakzenten illuminiert, ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen.
In unserem Zuständigkeitsbereich, in der Vorder- und Südpfalz, wurden im Jahr 2024 insgesamt 2.449 Fälle partnerschaftlicher Gewalt registriert, rund 78 Prozent der Opfer waren Frauen. Betroffene sollen wissen: Sie sind nicht allein - die Polizei hilft und vermittelt Unterstützungsangebote.
Das Polizeipräsidium Rheinpfalz nimmt im Bereich der Intervention bei partnerschaftlicher Gewalt eine Vorreiterrolle ein. Das 2014 gestartete Pilotprojekt Hochrisikomanagement feierte im vergangenen Jahr sein 10-jähriges Jubiläum und hat landesweit neue Standards zum Schutz besonders gefährdeter Opfer gesetzt.
In allen Polizeiinspektionen- und wachen gibt es speziell beschulte Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter für partnerschaftliche Gewalt, die mit der Bearbeitung dieser Delikte beauftragt sind und als feste Ansprechperson für Betroffene und externe Stellen fungieren. Es besteht ein bewährtes Netzwerk zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft, Justiz, Beratungsstellen, Hilfsangeboten und vielen weiteren Organisationen und Institutionen.
Die Polizei kann verschiedene Schutzmaßnahmen treffen, etwa Wohnungsverweise oder Kontaktverbote für Täter. Der Opferschutz steht dabei im Mittelpunkt. Betroffene Frauen werden direkt vor Ort beraten und auf Wunsch an eine Interventionsstelle vermittelt.
Neben den Ansprechpersonen in den jeweiligen Polizeidienststellen berät auch die polizeiliche Opferberatung unter 0621 96321160 Betroffene häuslicher Gewalt. In akuten Fällen gilt: Wählen Sie den Notruf 110!
Ab dem 20. November wird in den rheinland-pfälzischen Kinos im Vorprogramm der Spot "Lost Lifetime" zum Thema "Gewalt gegen Frauen" ausgestrahlt. Der ehrenamtlich produzierte Film zeigt, dass es manchmal sehr lange dauern kann, sich aus einer gewaltvollen Beziehung zu befreien. "Mit meinem Film möchte ich zumindest einen kleinen Teil dazu beitragen, Betroffenen zu helfen und ihnen Mut zu machen", sagt Studentin Ayleen Vorberg von der Hochschule Wismar, Studiengang Kommunikationsdesign und Medien. jg/red
Der Film ist auch hier zu sehen: https://youtu.be/9T8YwnxP5DA
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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