Brücke bei Landstuhl länger gesperrt – Busse und Lastwagen müssen weiter Umweg fahren

Höhenbegrenzung bei 3,5 Meter: Lastwagen und Busse dürfen die Brücke an der Landesstraße L 363 bei Landstuhl derzeit nicht befahren. Der Schwerlastverkehr wird über die Bruchwiesenstraße umgeleitet. | Foto: Erik Stegner
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Seit fast einem Jahr wird der Schwerlastverkehr durch Landstuhl umgeleitet. Jetzt zeigt eine Antwort der Landesregierung: Die Lösung für das Brückenproblem lässt weiter auf sich warten.

Von Erik Stegner
Landstuhl. Die Brücke über die Bahnlinie an der Landesstraße L 363 bei Landstuhl bleibt für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen weiterhin gesperrt. Von der Regelung sind damit nicht nur Lastwagen, sondern auch Busse betroffen. Nach Angaben der Landesregierung sollen die Bauarbeiten zur Verstärkung des Bauwerks erst im Sommer 2026 beginnen. Wie lange die Arbeiten anschließend dauern werden, ist bislang offen. Damit bleibt auch die Umleitung über die Bruchwiesenstraße noch viele Monate bestehen.

Schwerlastverkehr seit Monaten durch Landstuhl umgeleitet

Bereits seit fast einem Jahr dürfen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen die Brücke an der L 363 nicht mehr befahren. Der Verkehr wird deshalb über die Bruchwiesenstraße durch die Sickingenstadt Landstuhl umgeleitet. Neben Lastwagen betrifft die Regelung auch Busse, die die Strecke regulär nutzen. Die Bruchwiesenstraße befindet sich in der Trägerschaft der Stadt und ist damit besonders stark von den Folgen des Umleitungsverkehrs betroffen. Neben Brummis nutzen auch zahlreiche Autofahrer die Strecke.

Höhenbegrenzung bei 3,5 Meter: Lastwagen und Busse dürfen die Brücke an der L 363 bei Landstuhl derzeit nicht befahren und müssen die Umleitung über die Bruchwiesenstraße nutzen. | Foto: Erik Stegner
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Um zu verhindern, dass Lastwagen die gesperrte Brücke passieren, hat der Landesbetrieb Mobilität in der Bruchwiesenstraße bauliche Schikanen sowie Breiten- und Höhenbegrenzungen eingerichtet. Vor allem zu Beginn der Umleitungsphase kam es dadurch immer wieder zu Problemen im Verkehrsablauf und zu Unfällen.

Landtagsanfrage bringt Klarheit zum Zeitplan

Der Landtagsabgeordnete Marcus Klein hatte sich im Februar mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung gewandt, um den aktuellen Sachstand zur Brücke an der Landesstraße L 363 bei Landstuhl zu klären. Aus der Antwort des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau geht hervor, dass das Bauwerk durch Verstärkungsmaßnahmen ertüchtigt werden soll. Nach derzeitiger Planung sollen die Bauarbeiten im Sommer 2026 beginnen. Wie lange die Arbeiten anschließend dauern werden, ist bislang noch nicht festgelegt. Parallel prüft der Landesbetrieb Mobilität zudem Möglichkeiten für temporäre Verstärkungsmaßnahmen. Ziel ist es, die bestehende Lastbeschränkung möglichst schnell zu reduzieren oder im besten Fall wieder aufheben zu können.

Stadt Landstuhl kritisiert Verzögerung

Stadtbürgermeister Mattia De Fazio sieht die Situation kritisch. „Die Sickingenstadt Landstuhl ist nicht für den Zustand der betroffenen Landesbrücke verantwortlich. Dennoch tragen wir seit fast einem Jahr die Folgen der Umleitung über unsere städtischen Straßen“, erklärt er. Auch die weiterhin offene Kostenfrage bereite der Stadt Sorgen.

Die Brücke über die Bahnlinie an der Landesstraße L 363 in Landstuhl ist für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Die geplanten Verstärkungsarbeiten sollen nach Angaben der Landesregierung erst im Sommer 2026 beginnen. Foto: | Foto: Erik Stegner
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Sorge vor Schäden an Straßen

Zu Beginn der Umleitung habe es lediglich eine gemeinsame Begehung der Strecke gegeben. Eine umfassende dokumentierte Bestandsaufnahme der betroffenen Infrastruktur sei jedoch nicht erfolgt. Angesichts des zusätzlichen Schwerlastverkehrs wäre eine solche Grundlage aus Sicht der Stadt sinnvoll gewesen, um mögliche Schäden an Straßen oder Bauwerken später eindeutig bewerten zu können, kritisiert De Fazio.

Neubau ab 2030?

Unabhängig von den geplanten Verstärkungsmaßnahmen wird langfristig bereits ein Ersatzneubau vorbereitet. Nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität könnte ein Neubau der Brücke voraussichtlich ab 2030 erfolgen. Die bestehende Brücke stammt aus den 1960er Jahren und gehört zu einer Bauart, die in den kommenden Jahren schrittweise ersetzt werden soll.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Brücke über die Bahnlinie darf seit rund einem Jahr von Fahrzeugen über 3,5 Tonnen nicht mehr befahren werden. Grund ist die statische Belastbarkeit des Bauwerks. Deshalb müssen Lastwagen und auch Busse die Strecke meiden.
Alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen dürfen die Brücke nicht nutzen. Dazu zählen vor allem Lastwagen, aber auch Busse. Pkw können die Brücke weiterhin befahren.
Der Schwerlastverkehr wird über die Bruchwiesenstraße durch Landstuhl umgeleitet. Diese Straße gehört zur Stadt und ist deshalb besonders von den zusätzlichen Verkehrsbelastungen betroffen.
Nach Angaben der Landesregierung sollen die Bauarbeiten zur Verstärkung der Brücke im Sommer 2026 beginnen. Wie lange die Arbeiten anschließend dauern werden, ist derzeit noch nicht bekannt. Bis dahin bleibt die Umleitung bestehen.
Höhenbegrenzung bei 3,5 Meter: Lastwagen und Busse dürfen die Brücke an der Landesstraße L 363 bei Landstuhl derzeit nicht befahren. Der Schwerlastverkehr wird über die Bruchwiesenstraße umgeleitet. | Foto: Erik Stegner
Höhenbegrenzung bei 3,5 Meter: Lastwagen und Busse dürfen die Brücke an der L 363 bei Landstuhl derzeit nicht befahren und müssen die Umleitung über die Bruchwiesenstraße nutzen. | Foto: Erik Stegner
Die Brücke über die Bahnlinie an der Landesstraße L 363 in Landstuhl ist für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Die geplanten Verstärkungsarbeiten sollen nach Angaben der Landesregierung erst im Sommer 2026 beginnen. Foto: | Foto: Erik Stegner
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Erik Stegner aus Landstuhl

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