5,3 Millionen Euro für die Gemeinden: So viel erhält jeder Ort
- Das Rathaus der Verbandsgemeinde Landstuhl: Der Verbandsgemeinderat hat beschlossen, rund 5,3 Millionen Euro aus dem Sondervermögen an die Stadt Landstuhl und die Ortsgemeinden weiterzuleiten.
- Foto: Erik Stegner
- hochgeladen von Erik Stegner
Keine Ortsgemeinde geht leer aus: Die Verbandsgemeinde Landstuhl gibt rund 5,3 Millionen Euro aus dem Sondervermögen an Stadt und Ortsgemeinden weiter. Selbst die kleinsten Kommunen erhalten mindestens 250.000 Euro und können damit ein Projekt vollständig finanzieren.
Erik Stegner
Landstuhl. Während andere Verbandsgemeinden im Landkreis beschlossen haben, die Mittel aus dem Sondervermögen vollständig für eigene Projekte zu verwenden, geht die Verbandsgemeinde Landstuhl einen anderen Weg. Der Verbandsgemeinderat hat beschlossen, rund 5,3 Millionen Euro an die Stadt Landstuhl und die Ortsgemeinden weiterzuleiten. Dadurch erhält jede Kommune mindestens 250.000 Euro für Investitionen.
So viel Geld erhält jede Gemeinde
Nach dem Beschluss des Verbandsgemeinderates werden die Mittel grundsätzlich nach der Einwohnerzahl verteilt. Gemeinden, deren Anteil unter der vom Land vorgesehenen Mindestfördersumme von 250.000 Euro liegt, werden aus Mitteln der Verbandsgemeinde entsprechend aufgestockt. Insgesamt fließen dafür rund 372.000 Euro zusätzlich an kleinere Ortsgemeinden. Ohne diese Aufstockung hätten Hauptstuhl, Linden, Mittelbrunn, Oberarnbach, Schopp und Stelzenberg die notwendige Mindestfördersumme von 250.000 Euro nicht erreicht.
So viel Geld erhält jede Gemeinde
Diese Beträge hat der Verbandsgemeinderat für die einzelnen Kommunen beschlossen.
| Gemeinde | Einwohner | Betrag |
|---|---|---|
| Bann | 2.199 | 416.473 Euro |
| Hauptstuhl | 1.201 | 250.000 Euro |
| Kindsbach | 2.508 | 474.995 Euro |
| Landstuhl | 8.406 | 1.592.029 Euro |
| Linden | 1.188 | 250.000 Euro |
| Mittelbrunn | 638 | 250.000 Euro |
| Oberarnbach | 451 | 250.000 Euro |
| Queidersbach | 2.701 | 510.489 Euro |
| Schopp | 1.481 | 250.000 Euro |
| Stelzenberg | 1.228 | 250.000 Euro |
| Trippstadt | 2.769 | 522.533 Euro |
Grundlage der Verteilung sind die Einwohnerzahlen zum 31. Mai 2026. Gemeinden mit einem rechnerischen Anteil unter 250.000 Euro wurden auf diese Mindestfördersumme aufgestockt. Quelle: Verbandsgemeinde Landstuhl
Auch kleine Gemeinden profitieren
Insgesamt erhält die Verbandsgemeinde Landstuhl rund 14,8 Millionen Euro aus dem Sondervermögen. Etwa ein Drittel davon wird an die Stadt und die Ortsgemeinden weitergegeben. Die Aufstockung auf mindestens 250.000 Euro ermöglicht es auch kleineren Gemeinden, ein förderfähiges Projekt vollständig ohne Eigenanteil umzusetzen. Bürgermeister Dr. Peter Degenhardt bezeichnete den Beschluss als kommunalfreundlich und als starkes Zeichen der Solidarität innerhalb der Verbandsgemeinde. Er erinnerte daran, dass mehrere Verbandsgemeinden im Landkreis entschieden hätten, keine Mittel an ihre Ortsgemeinden weiterzuleiten.
Rund 9,5 Millionen Euro bleiben bei der Verbandsgemeinde
Die verbleibenden rund 9,5 Millionen Euro sollen nach dem Beschluss des Verbandsgemeinderates zunächst in mehrere größere Projekte fließen. Vorgesehen sind der Neubau oder die Grundsanierung der Heidenfels-Grundschule in Kindsbach, der Neubau der Feuerwache in Hauptstuhl, die Erweiterung der Grundschule Schopp, die Erweiterung der Grundschule In der Au in Landstuhl sowie die Dachsanierung der Mehrzweckhalle in Queidersbach.
Land legt Förderregeln erst nach der Sommerpause fest
Noch steht allerdings die Verwaltungsvorschrift des Landes zum Gesetz über das Sondervermögen aus. Nach Angaben Degenhardts sind deshalb Details zur Beantragung, Auszahlung und zum weiteren Verfahren bislang nicht geregelt. Die Landesregierung habe angekündigt, die entsprechenden Vorgaben nach der Sommerpause zu veröffentlichen.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.