Neuer Tiger im Landauer Zoo: Manu zieht aus Nürnberg in die Südpfalz
- Tigerkater Manu hat im Zoo Landau ein neues Zuhause gefunden.
- Foto: Tom Burger/Tiergarten Nürnberg
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Landau. Für Besucherinnen und Besucher des Zoos Landau gibt es eine neue Großkatze: Der Sibirische Tiger Manu ist aus dem Tiergarten Nürnberg in die Südpfalz umgezogen. Dort lebt bereits Tiger-Dame Daria. Ob beide Tiere künftig gemeinsam gehalten werden können, soll sich nach Angaben des Zoos erst in der kommenden Zeit zeigen.
Warum Manu nach Landau gekommen ist
Der 15 Jahre alte Tigerkater kam im Rahmen des Europäischen Ex-situ-Erhaltungszuchtprogramms nach Landau. Der Tiergarten Nürnberg will künftig die Zucht Asiatischer Löwen stärker in den Mittelpunkt stellen und hält deshalb vorerst keine Sibirischen Tiger mehr. Für Manu wurde daher ein neues Zuhause gesucht.
Vor dem Umzug wurde Manu mit einem speziellen Training auf den Transport vorbereitet. Begleitet wurde er von zwei vertrauten Pflegerinnen. Die Reise nach Rheinland-Pfalz und das Ein- und Ausladen verliefen nach Angaben des Zoos Landau problemlos.
- Hier kommt Manu: Der Transport des Tigerkaters nach Landau verlief ohne Probleme
- Foto: Zoo Landau in der Pfalz
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Erste Kontakte mit Daria verlaufen positiv
Auch die ersten Begegnungen zwischen Manu und der bereits in Landau lebenden Tigerdame Daria seien positiv verlaufen. Zunächst bleiben die beiden Tiger in getrennten Vorgehegen und Stallboxen, die für Zoogäste nicht einsehbar sind. Durch Gitter können sie sich aber sehen und riechen.
Sie können sich aber auch in Bereiche zurückziehen, in denen sie keinen Kontakt haben müssen. Zusätzlich liefen in Landau Umbaumaßnahmen am Innengehege.
Dabei hätten sich beide Tiere neugierig gezeigt. Zur Begrüßung hätten sie vorsichtig geprustet. Dieses Geräusch nutzen Tiger nach Angaben des Zoos als freundlichen Gruß.
Zusammenführung hängt vom Verhalten ab
Der Zoo betont, dass die Vergesellschaftung von Großkatzen trotz sorgfältiger Vorbereitung immer das Risiko gegenseitiger, möglicherweise auch schwerer Verletzungen birgt. Sibirische Tiger gelten als die größten noch lebenden Katzen der Welt. In freier Wildbahn sind sie meist Einzelgänger und treffen in der Regel nur zur Paarung aufeinander.
Als nächsten Schritt plant der Landauer Zoo, die Tiere abwechselnd auf die große Außenanlage zu lassen. Ob später eine Zusammenführung möglich ist, will das Team vom Verhalten der Tiere abhängig machen. Unter Zoobedingungen sei eine dauerhafte gemeinsame Haltung aber oft möglich, sagte Zoodirektor Jens-Ove Heckel.
Dazu kommt das Alter von Manu. Der Zoo geht davon aus, dass der körperlich noch fitte Kater altersbedingt nur noch eine begrenzte Lebenserwartung hat. Im Zoo Landau starben zudem zwei Tigergeschwister, Igor und Ninoshka, im Alter von 17 Jahren und gehörten damit zu den sehr alten Tigern im EEP. dpa/red
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |