Neue Technik für den EWL-Winterdienst Generalüberholung der Salzstreuer erhöht Zuverlässigkeit im Einsatz
- Streufahrzeug
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Landau. Zum Start der Winterdienst-Saison hat der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) seine Technik wieder fit für die Einsätze bei Eis und Schnee gemacht: Die beiden Salzstreuer der großen Winterdienst-Lkw wurden vollständig überholt und damit auf den neuesten Stand gebracht. Jetzt können die Streuer weiter präzise arbeiten, so dass Salz und Sole – eine Salzlösung zur Glättebekämpfung – möglichst effizient und sparsam dosiert werden. „Die Streuer sind rund zwei Jahrzehnte alt. Die Generalüberholung bringt sie technisch nun auf ein neues Niveau, das haben wir bei den ersten Einsätzen schon gesehen“, sagt Kai Biehler, stellvertretender Abteilungsleiter im EWL-Bauhof und verantwortlich für den Winterdienst. „Pro Streuer haben wir rund 30.000 Euro investiert, die Runderneuerung senkt auch das Ausfallrisiko und bringt uns mehr Zuverlässigkeit, wenn es bei kritischen Wetterlagen schnell gehen muss.“
Extra-Schulungen für den Winterdienst
Die Generalüberholung der Streuer ist eine Zwischenlösung bis zur Anschaffung neuer Winterdienstfahrzeuge. Der EWL plant, seinen gesamten Fuhrpark auf alternative, emissionsfreie Antriebe umzustellen, so sind beim Stadtteilservice und bei den Reinigungstouren bereits E-Fahrzeuge in Betrieb. Allerdings sind schwere elektrische Lkw für Schnee- und Eisräumung in frostigen Nächten derzeit noch nicht ausreichend entwickelt. „Deshalb setzen wir zunächst weiter auf die Bestandsfahrzeuge mit den nun runderneuerten Streuern“, erklärt Kai Biehler. Auch das Winterdienstteam ist vorbereitet. Die Fahrerinnen und Fahrer aller Lkw haben bereits Schulungen für die Arbeit mit den überarbeiteten Streuern erhalten.
Verantwortung auch für Bürgerinnen und Bürger
Die Sicherheit auf winterlichen Straßen, Rad- und Gehwegen zu erhöhen, ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Auch die Landauer Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer sind in der Pflicht insbesondere um ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen vor Stürzen zu schützen. Die Landauer Straßenreinigungssatzung schreibt vor, dass bei winterlichen Verhältnissen Gehwege werktags bis spätestens 7.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bis 8.00 Uhr geräumt sein müssen. Nach Schneefall ist bis 21.00 Uhr abends erneut zu räumen, sobald es erforderlich ist. Der geräumte Schnee soll dabei am Rand des Gehwegs platziert werden, nicht auf der Fahrbahn. Wichtig: Straßenrinnen und Abläufe müssen frei bleiben, damit Schmelzwasser abfließen kann. Auch Überwege oder Zugänge zu Bushaltestellen und Einmündungen sollen frei bleiben. „Generell ist es in der kalten Jahreszeit wichtig, regelmäßig die Wettervorhersagen zu verfolgen und Vorräte an Streumitteln anzulegen“, betont Kai Biehler. „Denn gute Vorbereitung hilft uns allen, wohlbehalten und sicher durch den Winter zu kommen.“
Splitt und Sand reichen in der Regel aus
Den Einsatz von Salz erlaubt die Satzung den Bürgerinnen und Bürgern nur in wenigen Ausnahmefällen, etwa bei hartnäckiger oder großflächiger Vereisung, die anders nicht zu beseitigen ist. Hintergrund: Auftausalz schädigt Pflanzen, belastet Böden und greift Materialien wie Beton oder Natursteine an. Zudem gelangt es in die Gewässer. Umweltfreundliche abstumpfende Mittel wie Sand oder Splitt reichen in den meisten Fällen aus. Für den EWL gelten jedoch andere Bedingungen: Denn der kommunale Betrieb ist für die Verkehrssicherheit auf Hauptstraßen und in besonders sensiblen Bereichen verantwortlich. Dort muss bei kritischen Wetterlagen schnell, großflächig und effektiv reagiert werden, was in bestimmten Fällen Salz erforderlich macht. Dabei kann der EWL mit seinen modernen Streuern besonders effizient befeuchtetes Salz und Sole verwenden – wodurch die eingesetzte Salzmenge zuverlässig auf ein notwendiges Minimum reduziert wird.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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