Brand in Sperrmüllfahrzeug – Appell zur richtigen Entsorgung von Akkus, Batterien und Spraydosen
- Spraydosen im Müll können Brände verursachen
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Edesheim. Im Dezember kam es auf dem Gelände des WertstoffWirtschaftszentrums (WWZ) Nord in Edesheim zu einem Brand in einem Sperrmüllfahrzeug. Die Mitarbeitenden des WWZ sowie Kollegen von REMONDIS, die für die Sperrmüllabfuhr verantwortlich sind, entdeckten den Brand rechtzeitig – noch bevor das Fahrzeug in der Umladehalle entladen wurde. Sie reagierten schnell und riefen die Feuerwehr, die sofort eintraf und den Brand unter Kontrolle brachte. „Dank des koordinierten Einsatzes konnte ein größerer Schaden verhindert werden“, betont Rolf Mäckel, Werkleiter des Eigenbetriebs WertstoffWirtschaft (EWW).
Vorbeugung von Brandursachen
Bereits in der Vergangenheit kam es zu Bränden in Entsorgungsfahrzeugen, die durch unsachgemäß entsorgte Batterien, Akkus oder Spraydosen verursacht wurden. Der EWW nutzt den Vorfall als Anlass, erneut auf die richtige Entsorgung dieser Abfälle hinzuweisen.
Akkus und Batterien
Akkus und Batterien sollten über die vorgesehenen Sammelstellen entsorgt werden, da sie beim Pressvorgang im Müllentsorgungsfahrzeug beschädigt werden und so Feuer fangen können. Im Handel gibt es Sammelboxen, zum Beispiel in Supermärkten, Drogerien, Elektrofachgeschäften oder Baumärkten. Auch in den WertstoffWirtschaftszentren des Landkreises bei Billigheim-Ingenheim (WWZ Süd) und in Edesheim (WWZ Nord) werden alte Batterien und Akkus angenommen, ebenso bei der Problemabfallsammlung. Besonders wichtig ist, dass auch beschädigte oder ausgelaufene Akkus abgegeben werden. Diese sollten in einem verschlossenen Behälter abgegeben werden, da der Kontakt mit ausgelaufenen Batterien oder Akkus Hautreizungen, Rötungen und sogar leichte Verätzungen hervorrufen kann. Besonders gefährlich sind die in den Batterien enthaltenen alkalischen oder sauren Elektrolyte wie Kaliumhydroxid oder Schwefelsäure, die stark ätzend wirken.
Spraydosen
Spraydosen wie Haarspray oder Sprühlack sind als Problemabfall zu behandeln, da sie unter Druck stehen und auch, wenn sie vollständig entleert erscheinen, noch entzündliche Treibmittel oder gefährliche Inhaltsstoffe enthalten können. Eine unsachgemäße Entsorgung dieser Dosen kann zu Explosionen, Bränden oder Umweltbelastungen führen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zur Abgabe: Das Sammelfahrzeug für Problemabfälle kommt mindestens einmal jährlich in jede Ortsgemeinde. Darüber hinaus können auch Termine in benachbarten Gemeinden wahrgenommen werden. Zwischen Ende Februar und Mitte November gibt es an sechs Samstagen die Möglichkeit, Problemabfälle in einem der WertstoffWirtschaftszentren abzugeben. Alle Termine sind in der SÜW-WertstoffApp sowie online unter www.suedliche-weinstrasse.de/problemabfall abrufbar.
„Nur durch eine sachgerechte Entsorgung lassen sich Brand- und Explosionsrisiken vermeiden, Umweltbelastungen verhindern und die Sicherheit aller Beteiligten gewährleisten“, betont Rolf Mäckel. „Darüber hinaus ist es entscheidend, Abfälle dort abzugeben, wo sie optimal weiterverwertet werden können. Auf diese Weise leisten wir einen wichtigen Beitrag zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft“, ergänzt Mäckel.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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