Leihgabe für Schloss Bellevue: Historisches Gemälde „Die Parteigänger“ wieder im Landauer Rathaus
- Das Gemälde »Die Parteigänger« ist zurück in Landau.: Im Rathaus-Treppenhaus fällt das historische Gemälde wieder ins Auge, wenn Menschen zu Terminen oder Sitzungen unterwegs sind.
- Foto: Stadt Landau
- hochgeladen von Katharina Wirth
Landau. Wer in den nächsten Tagen ins Rathaus kommt, kann ein Stück Landauer Stadtgeschichte wieder am gewohnten Ort sehen. Das Gemälde Die Parteigänger des Landauer Künstlers Carl Wendling ist nach mehreren Jahren in Berlin zurück und hängt wieder im Treppenaufgang zum Historischen Ratssaal.
Das Bild war seit 2020 als Dauerleihgabe im Schloss Bellevue zu sehen. Wegen Renovierungsarbeiten im Amtssitz des Bundespräsidenten brachte die Stadt das Kunstwerk zurück nach Landau und hat es jetzt wieder im Rathaus aufgehängt.
Szene aus der französischen Revolution
Oberbürgermeister Dr. Dominik Geißler freut sich über die Rückkehr des Gemäldes: „Natürlich sind wir stolz darauf, dass ‚Die Parteigänger‘ in den vergangenen Jahren im Schloss Bellevue zu sehen waren und dort ein Stück Landauer Demokratiegeschichte repräsentieren durften. Jetzt freuen wir uns aber sehr, das Gemälde wieder zuhause zu haben. Es gehört zu den besonderen Kunstschätzen unserer Stadt und ist für viele Besucherinnen und Besucher des Rathauses ein echter Blickfang.“
Jonathan Danigel vom Kulturbüro der Stadt Landau betont den Bezug zur Region: „Das Gemälde verbindet auf besondere Weise Kunst, Stadtgeschichte und die demokratischen Traditionen unserer Region. Dass es nach seiner Zeit im Schloss Bellevue wieder an seinem ursprünglichen Ort zu sehen ist, freut uns sehr. Es ist schön, dieses wichtige Werk nun wieder unmittelbar für die Menschen in Landau zugänglich zu machen.“
Betrachtung wieder ohne Einschränkungen möglich
Dr. Lena Sommer, Kunsthistorikerin der Stadt, hat die Rückholung koordiniert. Sie erklärt, dass die Landauer Kunststiftung Kunstwerke für Ausstellungen und öffentliche Präsentationen zur Verfügung stellt, damit bedeutende Werke auch über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar werden.
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, baut das Team das für die Hängung benötigte Baugerüst in den kommenden Tagen ab. Danach können Interessierte das Gemälde wieder uneingeschränkt besichtigen. Das 1,55 x 2,30 Meter große Gemälde bekam die Stadt 1915 als Geschenk von Margarethe Wendling, der Witwe des Malers. Es zeigt eine Szene aus der Zeit der Französischen Revolution mit einer Gruppe von Jakobinern und gilt als bedeutendes Zeugnis der Demokratie- und Freiheitsgeschichte der Region.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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