Großer Flächenbrand
Flächenbrand fordert Großaufgebot der Feuerwehren
- Foto: Reinhard Bosch
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Marnheim. Am Sonntag, den 28. Juni 2026, wurden die Feuerwehren der Verbandsgemeinde um 13:13 Uhr mit dem Alarmstichwort „Flächenbrand groß“ zum Froschauerhof bei Marnheim alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannten bereits großflächig nicht abgeerntete Getreide- und Rapsfelder sowie größere Heckenbereiche zwischen der Autobahn und Bolanden.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der vorherrschenden Witterungsbedingungen breitete sich das Feuer rasch aus und erfasste eine Fläche von rund zehn Hektar.
Die Brandbekämpfung erfolgte über zwei Einsatzabschnitte. Durch einen koordinierten Löschangriff von beiden Flanken konnte die weitere Ausbreitung des Brandes erfolgreich eingedämmt werden. Eine wesentliche Unterstützung erhielten die Feuerwehren dabei von mehreren ortsansässigen Landwirten. Mit ihren Traktoren und Grubbern legten sie Brandschneisen an und unterbrachen so die Ausbreitung des Feuers. Diese schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit trug entscheidend zum Einsatzerfolg bei.
Während des laufenden Einsatzes wurde zudem ein weiterer größerer Flächenbrand im Bereich Kriegsfeld gemeldet. Die Feuerwehren aus Kriegsfeld und Mörsfeld rückten umgehend aus. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass lediglich eine kleinere Fläche betroffen war, die schnell unter Kontrolle gebracht und abgelöscht werden konnte. Dadurch waren keine weiteren überörtlichen Kräfte erforderlich.
Aufgrund der Größe des Schadensereignisses wurden nahezu alle Feuerwehren der Verbandsgemeinde alarmiert. Darüber hinaus unterstützten überörtliche Kräfte aus Göllheim, Albisheim, Monsheim, Rockenhausen, Dreisen und Hettenleidelheim die Löscharbeiten. Ergänzend kam die Drohneneinheit des Donnersbergkreises zum Einsatz. Mithilfe der Luftbilder konnten die Ausbreitung des Brandes überwacht, Einsatzmaßnahmen koordiniert und später verbliebene Glutnester lokalisiert werden.
Insgesamt waren 117 Einsatzkräfte mit 32 Fahrzeugen im Einsatz.
Die hochsommerlichen Temperaturen sowie das ansteigende Gelände stellten die Einsatzkräfte vor erhebliche körperliche Herausforderungen. Zur medizinischen Absicherung standen während des gesamten Einsatzes der Brandschutz-Rettungswagen des Donnersbergkreises sowie der Feuerwehrarzt der Verbandsgemeinde bereit. Zwei Einsatzkräfte mussten aufgrund von Kreislaufproblemen medizinisch versorgt werden. Eine Person wurde vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht, konnte dieses jedoch noch am selben Tag wieder verlassen.
Aus den brennenden Gehölzbereichen konnten sich zahlreiche Wildtiere vor den Flammen in Sicherheit bringen. Vorsorglich wurde auch ein Jäger an die Einsatzstelle gerufen. Ein Eingreifen war jedoch nicht erforderlich
Nach intensiven Löscharbeiten konnte der Einsatz gegen 16:39 Uhr beendet werden. Im weiteren Verlauf wurden durch Einsatzkräfte noch einzelne Glutnester in den Heckenbereichen abgelöscht, um ein erneutes Aufflammen des Brandes auszuschließen.
Die Feuerwehr bedankt sich ausdrücklich bei den beteiligten Landwirten für ihre schnelle und tatkräftige Unterstützung. Das professionelle und reibungslose Zusammenwirken aller eingesetzten Kräfte sowie der landwirtschaftlichen Betriebe war ein wesentlicher Baustein für den erfolgreichen Einsatzverlauf.
Gerade während anhaltender Trockenperioden können sich Vegetationsbrände innerhalb kürzester Zeit ausbreiten. Die Feuerwehr appelliert daher an die Bevölkerung, insbesondere in Feld- und Waldnähe auf offenes Feuer zu verzichten, keine Zigarettenkippen achtlos wegzuwerfen und Fahrzeuge nicht auf trockenem Bewuchs abzustellen.
Autor:Walter Groß aus Kirchheimbolanden |
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