Gewinnrückgang in Karlsruhe: EnBW hält an Prognose fest
- Die teilweise Inbetriebnahme vom Offshore-Windpark «He Dreiht» trägt positiv zum Ergebnis bei. (Archivbild)
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Karlsruhe. EnBW hält trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs an seiner Jahresprognose festhält. Der Energieversorger aus Karlsruhe verdiente m ersten Halbjahr unter dem Strich deutlich weniger als ein Jahr zuvor.
Der Konzernüberschuss sank nach Unternehmensangaben im Vergleich zum ersten Halbjahr auf 223,1 Millionen Euro. Das ist mehr als die Hälfte weniger als im Vorjahreszeitraum. Belastet wurde EnBW unter anderem durch geringere Einnahmen im Zusammenhang mit dem geplanten Kohleausstieg sowie durch schwächere Ergebnisse bei Laufwasserkraftwerken wegen Trockenheit.
Hinzu kamen laut Halbjahresbericht Bewertungseffekte bei Sicherungsgeschäften gegen Preisschwankungen. Diese seien zeitlich begrenzt und würden nach Darstellung des Konzerns die wirtschaftliche Lage nur verzerrt abbilden.
Wichtiger für die Dividende ist bei EnBW deshalb der bereinigte Konzernüberschuss. Er ging im ersten Halbjahr nur um knapp sechs Prozent auf 594,7 Millionen Euro zurück.
Erneuerbare Energien legen weiter zu
Beim bereinigten operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erreichte EnBW rund 2,3 Milliarden Euro. Das waren gut sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Positiv wirkten sich nach Unternehmensangaben eine höhere Stromerzeugung aus Wind- und Solarparks sowie Zuwächse im Bereich E Mobilität aus.
Die Entwicklung liegt nach Angaben des Konzerns im Rahmen der Erwartungen. Auch die Prognose für das Gesamtjahr bleibt unverändert. EnBW rechnet weiter mit einem bereinigten EBITDA zwischen 4,6 und 5,1 Milliarden Euro. Damit dürfte das Ergebnis leicht unter dem Vorjahreswert von knapp 5,1 Milliarden Euro liegen.
Investitionen im zweiten Halbjahr geplant
Die Bruttoinvestitionen sanken im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Fünftel auf gut 2,4 Milliarden Euro. Das Geld floss nach Unternehmensangaben vor allem in den Ausbau der Strom- und Gasnetze, in Offshore Windprojekte und in den Bau wasserstofffähiger Gaskraftwerke.
Für das zweite Halbjahr kündigte Finanzvorstand Thomas Kusterer Investitionen von rund 4,4 Milliarden Euro an. Mit einem Zubau von rund 540 Megawatt im ersten Halbjahr hat EnBW die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien seit 2018 nach eigenen Angaben auf rund 8 Gigawatt mehr als verdoppelt. Ihr Anteil an der installierten Gesamterzeugungskapazität liegt inzwischen bei mehr als 70 Prozent. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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