Trainerwechsel beim Karlsruher SC: Eichner geht nach Saison
- Welchen Club wird Christian Eichner in Zukunft trainieren? (Archivbild)
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Karlsruhe. Beim Karlsruher SC endet nach dieser Saison die Ära von Trainer Christian Eichner. Der Fußball Zweitligist und der 43 Jahre alte Chefcoach trennen sich trotz eines laufenden Vertrags bis 2027.
Nach Vereinsangaben fiel die Entscheidung nach mehreren Gesprächen zwischen Sport Geschäftsführer Mario Eggimann und Eichner. Der Beirat des Clubs stimmte am Dienstagabend, 7. April, zu. Der Tabellenneunte der 2. Bundesliga will damit frühzeitig Klarheit für die letzten sechs Saisonspiele schaffen.
KSC setzt auf neue Impulse
Eggimann würdigte die Arbeit des Trainers in einer Mitteilung des Vereins. Eichner habe sich mit Engagement und Kontinuität zu einem Aushängeschild des Clubs entwickelt. Nach mehr als sechseinhalb gemeinsamen Jahren sei jedoch der Punkt erreicht, an dem der Verein für die Zukunft neue Impulse setzen wolle. Die frühe Entscheidung soll laut Club auch dabei helfen, die restlichen Spiele der Saison mit voller Konzentration anzugehen. Gleichzeitig wolle der Verein seinem Trainer einen würdigen Abschied ermöglichen.
Möglicher Nachfolger bereits im Gespräch
Offiziell äußerte sich der KSC noch nicht zu einem möglichen Nachfolger. Nach einem Bericht der „Badischen Neuesten Nachrichten“ gilt Tobias Strobl als Kandidat. Der 37 Jahre alte Trainer steht derzeit beim Drittligisten SC Verl an der Seitenlinie.
Diskussionen über sportliche Ausrichtung
In den vergangenen Wochen war die Kritik an Eichner gewachsen. Besonders nach der deutlichen 1 zu 5 Niederlage beim 1. FC Nürnberg am Samstag, 15. Februar, vermied Eggimann zunächst ein klares Bekenntnis zum Trainer. Danach folgten Gespräche über die sportliche Zukunft. Zwischenzeitlich beruhigte sich die Lage durch bessere Ergebnisse und die Entwicklung junger Spieler wie Stürmertalent Louey Ben Farhat. Im Hintergrund soll es dennoch wiederholt unterschiedliche Vorstellungen über die sportliche Ausrichtung gegeben haben. Eichner galt intern als meinungsstark. Vor allem den starken Fokus auf mögliche Transfererlöse durch Nachwuchsspieler unterstützte er nicht immer uneingeschränkt.
Abschied nach langer Amtszeit
Seit Februar 2020 war der in Sinsheim geborene ehemalige Profi Cheftrainer des KSC. Damit ist er aktuell der dienstälteste Coach der 2. Bundesliga. Eichner betonte, die Arbeit beim Verein sei ihm „extrem ans Herz gewachsen“. In den verbleibenden Wochen solle weiterhin der sportliche Erfolg der Mannschaft im Mittelpunkt stehen.
Trotz guter Rahmenbedingungen mit neuem Stadion, häufig ausverkauftem Haus und steigenden Einnahmen blieb der erhoffte Schritt Richtung Aufstieg aus. Der KSC bewegt sich in dieser Saison im Tabellenmittelfeld. Langfristig strebt Eichner eine Trainerstation in der Bundesliga an. Ursprünglich hoffte er, diesen Schritt mit dem Karlsruher SC gehen zu können. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |