4 zu 1: Karlsruher SC überzeugt und dominiert das Spiel gegen Arminia Bielefeld
- vereinte Freude. Trainer, Spielmacher & Stürmer
- Foto: anderer/ka-abseits
- hochgeladen von Jo Wagner
Karlsruhe. KSC. Was für ein Spiel, was für ein Spektakel - aber doch mit Anlauf! Der KSC heute mit Bernat, Jung, Ambrosius, Rapp, Burnic, Wanitzek, Ben Farhat, Herold, Kobald, Schleusener, Franke.
Trainer Eichner hat leicht umgebaut.
Anpfiff Schiri Florian Lechner, der KSC ganz in Blau
11. 0 zu 1, aus dem Nichts die Führung der Gäste, als der KSC nicht richtig Zugriff hatte, nicht genau am Mann stand.
18. Ausgleich 1 zu 1 ... über Konter nach Fehler Bielefeld; Burnic, Wanitzek auf Ben Farhat, der die Kugel aus 16m reinzirkelt.
Der KSC tut sich in der ersten Häfte weiter schwer, das läuft nicht rund!
45. Gelbe Karte für Kobald, der die Kugel wegdrischt
46. In der Kabine hat Trainer Christian Eichner nachjustiert, denn der KSC kam bissiger - oder wie Eichner gerne sagt: "galliger!
So langsam hat der KSC ein Übergewicht im Spiel, das läuft nun, Zusammenspiel, Übersicht, Abstimmung.
59. Förster für Herold
62. Christoph Kobald drehte das Spiel in der 62. zum 2 zu 1 Die Kugel kommt von links in die MItte, wird geklärt - und Kobald nagelt das Ding rechts neben den Pfosten!
74. Rapp langt hin: Gelb
76. Fukuda kommt für Ben Farhat
77. Marvin Wanitzek per sehenswertem Treffer macht alles klar, 3 zu 1: Dem Keeper der Gäste rutscht die Kugel beim Freistoß durch, vorbei an Freund und Feind hoppelt der Ball aufs Tor .. über die Linie!
Bemerkenswert - und wohl auch ein deutliches Zeichen Richtung Geschäftsführung: Die Mannschaft lief geschlossen nach dem Tor an die Seitenlinie zu Trainer Eichner!
84. Wechsel: Müller & Kwon für Schleusener und Rapp
87. Der KSC blieb weiter auf dem Gaspedal: Wanitzek machte noch ein Tor, das der VAR aber wegen Abseits kassierte - doch danach gig es weiter in eine Richtung!
89. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Shio Fukuda mit dem 4 zu 1 nach Pass von links von Wanitzek - im Tollhaus Wildpark - und vor einem Publikum, das auch den Trainer feierte!
Fazit
Was für eine Antwort auf die Unruhen der vergangenen Tagen in der 2. Halbzeit! Die Mannschaft fegte die Arminia final mit 4:1 vom Platz - vor 32.000 begeisterten Fans. Erkennbar: Der Trainer erreicht das Team, das als Einheit auch funktioniert. In der zweiten Halbzeit drückte der KSC der Partie überzeugend seinen Stempel auf. Nach dem Spiel war es auch bezeichnend, dass die Fans Trainer Eichner mit Sprechchören feierten! Die Geschäftsführung des KSC hat sich da ein Thema aufgeladen, an dem sie sich in den kommenden Wochen und Monaten auch messen lassen muss!
Lage
Der KSC ist nun wieder 8. in der Tabelle - mit den ominösen 40 Punkten! Der Abend war zudem eine klare Ansage an die Vereinsführung! Bielefeld bleibt bei 31 Punkten, jetzt auf Platz 12, jedoch nur einen Punkt vor einem Abstiegsplatz! Kommende Woche geht es für den KSC am Freitag nach Elversberg, die noch Aufstiegschancen haben.
Stimmen zum Spiel
"Ich glaub, man hat heute gesehen beim KSC, dass die Mannschaft für den Trainer gespielt hat", so das Fazit von Gästetrainer Mitch Kniat: "Der KSC kam zurück, da haben wir uns vielleicht etwas zu weit zurückgezogen - und nach dem 2 zu 1 und 3 zu 1 wird es dann hier sehr schwer, noch mal ins Spiel reinzukommen. Insgesamt ist das natürlich frustrierend, denn bis zur 65. Minute haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht. Das müssen wir kommende Woche besser machen, dürfen auch nicht so fahrlässig mit den Torchancen umgehen." Und Kniat wandte sich an Eichner: "Du macht einen superguten Job, ich glaube, davon brauchst du keinen mehr zu überzeugen!"
Der Gegner sei schwer zu bespielen, so KSC-Trainer Christian Eichner: "Das ist unangenehm. Du musst dich immer wieder entscheiden, akzeptierst du bei einem Heimspiel tief zu stehen oder ein bisschen tiefer zu kommen, weil du den Raum hinter der Kette nicht so geben willst für die Geschwindigkeit." Mit dem 1 zu 1 zur Pause könne sich der KSC glücklich schätzen: "Wir haben uns überversichert auf letzter Linie und wir haben nicht Fußball gespielt", das seien zwei Punkte. Das wurde zur zweiten Halbzeit korrigiert: "Wir haben dann zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht und dann ist dieser Anzünder entstanden in diesem Stadion!" Dazu dankte der Trainer seiner Kabine, "ich habe das heute gespürt, was wir uns die vergangenen Jahre aufgebaut haben! Diese Mannschaft ist auch was Besonderes, dieser Club ist was Besonderes und deswegen hoffe ich, dass die Mannschaft mit diesen 40 Punkten beginnen kann, ein bisschen freier aufzuspielen!"
Autor:Jo Wagner |