48 Stunden in Würzburg: Leben, Wein & barocke Poesie
- Blick auf Brücke und Stadt
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Reise-Tipp. „Ankommen“ kann man hier gleich mitten in der historischen Altstadt, um dann durch kopfsteingepflasterte Gassen zu streifen, vorbei an der gotischen Marienkapelle mit Tilman Riemenschneider-Arbeiten und dem mächtigen Dom, der zu den größten romanischen Kirchen Deutschlands zählt. Würzburg, die „Perle am Main“, entfaltet sich zwischen sanften Weinbergen, prachtvoller Barockarchitektur und lebendiger Kultur. Es bietet sich an, ein zentrales Hotel (zum Beispiel das „Motel One“ beim Dom, Parkplätze in der Nähe) zu wählen, um mittendrin zu sein, dazu auch kurze Wege für einen Besuch zu haben. Denn wo Kunst, Wein & Geschichte so verschmelzen, ist ein perfekter und angenehmer Ort für ein Wochenende, dazu kommt der große Vorteil, dass in Würzburg alles fußläufig ist.
Das Sehenswerte fasziniert hier
Wenn man schnell in die Atmo der Stadt eintauchen möchte, geht man zur Alten Mainbrücke, denn die zählt zu den liebsten Aktivitäten der Würzburger: Sie ist eingerahmt von Heiligenstatuen, bietet den Blick auf die Festung Marienberg, die hoch über der Stadt thront. Am angenehmsten ist das übrigens zum Sonnenuntergang, denn dann ist die Brücke der angesagte Treffpunkt der Stadt. Das passende (lokale) Tröpfchen zum „Sundowner“ beim „Bridging“ gibt’s in den Ausschänken an der Brücke. Man genießt – und hat die Stadt gewissermaßen vor sich ausgebreitet.
- In der Kapelle
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Kultur und Museen inspirieren
Die Residenz, UNESCO-Weltkulturerbe, bietet bildgewaltige Fresken und erlebenswerte und prunkvolle Innenräume. Das Martin-von-Wagner-Museum in der Residenz beherbergt Sammlungen von altgriechischer Antike bis Künstler wie Liebermann und Tiepolo. Die Festung Marienberg bietet nicht nur großartige Ausblicke, sondern auch zwei Museen zur fränkischen Geschichte. Beim Gang durch den Hofgarten, einen barocken Garten mit Springbrunnen, genießt man die Auszeit und den herrlichem Residenzblick. Der Dom St. Kilian prägt als einer der größten romanischen Sakralbauten nicht nur das Panorama von Würzburg, sondern ist auch ein zentrales Symbol der Stadtgeschichte. Wenn sie die Orgel hören, gehen Sie rein, lauschen Sie im großen Langhaus; es lohnt sich!
Das „Museum am Dom“ bietet rund 700 religiöse Exponate vom Mittelalter bis in die Moderne, darunter Werke von Beuys, Warhol und Kollwitz.
Die Marienkapelle, ein gotischer Kirchenbau am Marktplatz, stammt aus dem 14. Jahrhundert, bietet beeindruckende Verzierungen. Am „Südportal“ (dem Marktplatz zugewandt), sind die Figuren Adam und Eva (heute Kopien) von Tilman Riemenschneider. In der Kapelle ist auch die Grabstätte des Barockarchitekten Balthasar Neumann.
Der „Alter Kraner“ ist ein barocker Hafenkran, der zwischen 1767 und 1773 errichtet wurde, und ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt ist (Biergarten). Übrigens leitet sich die Begrifflichkeit von „Kranich“ ab, da die Form der Kranvorrichtung an einen stehenden Kranich erinnert. Das ehemalige Frauengefängnis in Würzburg, ein historisches Gebäude im Mainviertel unterhalb der Festung, beherbergt heute das Jugendkulturhaus „Cairo“.
Der Gedenkstein für Walther von der Vogelweide befindet sich im Lusamgärtchen, einem ruhigen und romantischen Rückzugsort im ehemaligen Kreuzganghof des Neumünsterstifts: Er erinnert an die vermutete Grabstätte und an die Legende, dass Vogelweide gewünscht haben soll, Vögel an seinem Grab zu füttern. Dazu erzählt man sich noch, dass Menschen mit Liebeskummer Blumen auf den Stein legen, um Trost zu finden. Wenn die Blumen verwelken, würde auch der Kummer nachlassen. Wer jedoch frisch verliebt ist und dort Blumen niederlegt, für den soll – der Erzählung nach – die Liebe dauerhaft sein.
- Gedenkstein für Walther von der Vogelweide
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Würzburg, die Stadt des Weins
Würzburg lebt geradezu den Wein: Vom Weinfest im Hofgarten unter barocken Gewölben über Weinwanderungen durch die alten Rebhänge des „Würzburger Stein“ mit Aussicht auf Stadt und Weinlandschaft (wo man natürlich auch probieren kann) bis hin zu einer Verkostung im „Bürgerspital“, bei dem man die lange Weintradition sprichwörtlich genießen kann. Ob Riesling, Silvaner oder Müller-Thurgau, ob auf der Mainbrücke oder mitten im Weinberg: Die Besonderheit des hiesigen Weins liegt im „Würzburger Stein“, einer der berühmtesten Weinlagen weltweit. Seine Muschelkalkböden verleihen dem Wein, besonders dem Silvaner, eine besondere mineralische Note. Übrigens gibt’s viele der Weine auch im traditionellen „Bocksbeutel“, ein ideales Mitbringsel, nicht nur zum Hofgarten-Weinfest zwischen Juni und Juli.
- Abends trifft man sich „auf der Brücke“ zum „Brückenschoppen“
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Aktiv unterwegs sein
Fast alles ist in Würzburg fußläufig erreichbar, so hat man auch spontane Entdeckungen. Ob durch die Stadt geführt werden, gemütlich schlendern und auch Dinge abseits des Weges „finden“, mit dem Rad „Strecke machen“ (zahlreiche Anbieter und Hotels bieten Leihräder), bei einer Bootsfahrt auf dem Main den Moment erleben, unterwegs auf dem Weinwanderweg sein, reizvolle Pfade wie Steinbachtal oder Käppele-Hügel entdecken oder Naturgenuss erleben, inklusive Weitblick und frischer Luft: Würzburg ist eine Stadt, in der man in Bewegung ist und die viel bietet.
Praktisches für die Pause zwischendurch
Es bieten sich in der gesamten Stadt nette Lokale und Cafés (unter anderem am Marktplatz) für eine Pause zwischendurch an, aber in der Stadt des Weins gibt’s neben schönen Weinstuben (unter anderem unter der Alten Mainbrücke) auch einen Brauerei-Gasthof. Der „Alte Kranen“ dürfte dabei durch den Blick auf Main, Alte Mainbrücke und Festung Marienberg wohl einen der schönsten Biergarten der Region haben. Für etwas Süßes zwischendurch lohnt sich der Besuch im „Main Cake“: Hier geht es um Cheesecakes nach amerikanischer Art – und das Lokal über 40 Sorten davon im Angebot. Wer samstags unterwegs ist, sollte unbedingt zum Unteren Markt, denn dort gibt es den Grünen und Spezialitätenmarkt – und da kann man genüsslich auch Feines kosten. Eine kulinarische Pause mit kreativer Küche bietet sich im „Aifach“ am Unteren Markt an.
Wer in der „Stadt des Weins“ aber doch vielleicht ein Bierchen mag, für den gibt es zwei (und mehr) Möglichkeiten, unter anderem das „Würzburger Hofbräu“, übrigens eine der ältesten Brauereien des Landes (von 1643), mit Sitz im Mainviertel, und die „Goldene Gans“, eine kleine Hausbrauerei im Stadtzentrum. Die ehemalige Brauerei „Bürgerbräu“ machte 1989 dicht, das Gelände in Zellerau dient heute als Kultur- und Kreativzentrum. Genüssliches aus der fränkischen Küche gibt es zum Beispiel im urigen XXXX
Ausflüge in die Region
Auf An- oder Abreise bieten sich in der Umgebung von Würzburg noch weitere lohnenswerte Orte an, zum Beispiel Rothenburg ob der Tauber (65 km entfernt), eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Deutschlands, bekannt für seine malerische Altstadt mit Fachwerkhäusern, engen Gassen und begehbarer Stadtmauer – oder die UNESCO-Welterbestadt Bamberg (90 km), berühmt für sein historisches Ensemble, darunter das Alte Rathaus, das mitten in der Regnitz steht. Erlebenswert ist auch die malerische Kleinstadt Wertheim (45 km) am Zusammenfluss von Main und Tauber – mit Burg (tolle Aussicht) und schöner Altstadt (dazu ein großes Outlet Center). Miltenberg (70 km) ist die „Perle des Mains“ mit einer nahezu vollständig erhaltenen mittelalterlichen Altstadt. Das „Gasthaus zum Riesen“ sollte man besuchen, eines der ältesten Gasthäuser Deutschlands.
- Im Zentrum am Markt
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Warum man Würzburg erleben sollte
Die Stadt „verführt“ mit lebendiger Architektur, feinem Wein, kulturstarken Gebäuden und Museen, dazu einer entschleunigenden Natur: Das alles lässt sich in Würzburg kompakt in 48 Stunden erleben. Bei einem Aufenthalt begegnet man Geschichte, Genuss und gelebte Lebensfreude, so dass die Stadt ideal ist für Reisende, die Kultur, Kulinarik und klare Ausblicke suchen, ganz besonders, wenn man die Stadt im eigenen Tempo entdecken möchte. (© www.jowapress.de)
Mehr Infos unter www.wuerzburg.de/tourismus/ und www.wuerzburgerleben.de
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Unterwegs in der Welt
Autor:Jo Wagner |