48 Stunden in Island: Reykjavik und das Land aus Feuer und Eis

Beeindruckende Landschaften - hier mit Schnee | Foto: © www.jowapress.de
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Reise-Tipp. Schon der rund 3.45 h lange Flug (zum Beispiel „Lufthansa“ oder „Icelandair“) nach Island lässt das Herz schneller schlagen: Unter einem zieht die Weite des Nordatlantiks vorbei, dazwischen Eisschollen, zu sehen sind Wolkenfelder und ein Himmel, der in allen Blautönen schimmert. Das verspricht Abenteuer. Wer auf dem internationalen Flughafen in Keflavík landet (auch als Zwischenstopp auf dem Weg nach Nordamerika), wird sofort mit Islands typischen Kontrasten begrüßt: frische, klare Luft, kühler Wind, Geruch von Meer – und je nach Jahreszeit – auch von einer früh beginnenden Dunkelheit.

Schon der Anflug auf Island bietet schöne Ausblicke | Foto: © www.jowapress.de
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Ankommen zwischen Lava und Meer

Der Flughafen liegt rund 50 Kilometer südwestlich von Reykjavik, doch die Fahrt in die Stadt – ob mit Shuttle, Taxi, „Flybus“ oder Linienbus – ist bereits ein Erlebnis. Schwarze Lavafelder, Dampf, der aus Erdlöchern steigt, moosbedeckte Felsen, dazu die blauen Berge der Halbinsel Reykjanes: Alles im Gegensatz zum Snæfellsjökull-Gletscher auf der anderen Seite der weitläufigen Bucht. Übrigens findet sich hier ein neues Lavafeld, das nach dem jüngsten Vulkanausbruch entstanden ist. Für viele beginnt schon hier die Entschleunigung: kein hektischer Verkehr, keine Lärmkulisse, sondern Weite und Natur. Längst ist dazu für viele Reisegäste auch die Anreise im Rahmen einer Kreuzfahrt eine Alternative.

Jahreszeiten bestimmen Abläufe

Der Herbst steht vor der Tür und die Schönheit des Wechsels der Jahreszeiten ist erkennbar in Island, nicht nur durch die kürzer werdenden Tage! Ab September werden dazu die Preise in Island wieder günstiger, die Outdoorzeit ist rum, Besucher werden weniger, die Tageshelligkeit ist aber noch ausreichend, dafür steigt die Chance, Nordlichter zu erleben. Der Winter in Island ist eine Jahreszeit, bei der Mond, Sterne und Nordlichter durchaus die Hauptrollen innehaben. In der Nähe des Polarkreises erwarten nicht wenige im Winter eher zweistellige Minusgrade, doch auf Island ist der Winter eher „mild“, durchaus vergleichbar mit Süddeutschland. Kein Wunder, dass viele die Gelegenheit nutzen, aus der wohligen Wärme einer heißen Quelle heraus in der Dunkelheit die tanzenden Lichter zu erleben.
Das „Himmelsfunkeln“ ist von September bis April am wahrscheinlichsten. Dazu sollte man wenig künstliches Licht haben, die das Naturschauspiel beinträchtigen; zum Beispiel im Thingvellir Nationalpark oder einzelnen Regionen. In der Hauptstadt Reykjavik werden dafür nachts sogar gelegentlich die Lichter ausgeschaltet, damit man das besser beobachten kann. Genauere Auskunft liefert übrigens der „Aurora forecast for Iceland“, der ziemlich genau (ein, zwei Tage vorher) die Aktivitäten von „Aurora Borealis“ vorhersagt.

"Aurora Borealis" | Foto: pixabay.com
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Nordlichter erleben: Tipps & Momente

Nordlichter, auch „Aurora Borealis“ genannt, entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen der Sonne auf das Magnetfeld der Erde treffen. Sichtbar sind sie im Regelfall nahe der Pole, wenn es lange dunkel ist. Sie erscheinen dabei als tanzende Lichter in Grün, Lila, Blau oder Pink, mal sanft gleitend, mal wie eine Lasershow. Beste Chancen: klare, mondlose Nächte fern künstlicher Beleuchtung. Dieses spektakulärste Naturphänomen Islands ist harmlos, selten planbar – aber immer unvergesslich! Ein kleiner Tipp: Der 21. Dezember ist der dunkelste Tag des Jahres in Island mit unglaublichen 20 Stunden Dunkelheit. Hilfreich für eine Info vorab ist zum Beispiel der "Aurora-Forecast" des "Icelandic Met Office" (Link: en.vedur.is/weather/forecasts/aurora/) oder auch die „30-Minute Forecast“ vom "Space Weather Predicitoon Center" (Link: https://www.swpc.noaa.gov/products/aurora-30-minute-forecast). Damit ist man bestens vorbereitet; warme Klamotten anziehen, Kamera mitnehmen - und los! 

Nördlich, lebendig, überschaubar

Reykjavik ist die nördlichste Hauptstadt der Welt und mit seiner lebendigen Atmosphäre und trendigen Kunstszene zugleich das kulturelle und wirtschaftliche Herz des Landes mit rund 400.000 Einwohnern, das erst 1918 seine Unabhängigkeit von Dänemark (vollständig 1944) erlangte. Island ist seit Jahren eine Destination, die steigende Besucherzahlen vorweist, wenn auch stark saisonal abhängig. Aber es ist kein „billiges Reiseziel“; ob Unterkünfte, Verpflegung, Events oder Eintritte – auch wenn es ab September „günstiger“ wird. Wer dazu im Winter in der Hauptstadt, rund zwei Drittel der Bevölkerung leben im Großraum, unterwegs ist, dem fallen sofort die „freien“ Gehsteige auf: sie werden mittels vulkanischer Erdwärme beheizt!

Blick über die Hauptstadt hinweg zum Gletscher | Foto: © www.jowapress.de
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Was Reykjavik, die einzige Stadt des Landes, so ansprechend und faszinierend macht, ist das pulsierende Stadtleben in der Kombination mit der umliegenden Natur: Bunte Holzhäuser, enge Straßen und der Blick auf Berge am Horizont und die Küste prägen das Bild von Reykjavik, die Stadt, die kompakt, kreativ, voller Kunst und heißer Quellen ist. Die Stadt, die einzige des Landes, hat eine überschaubare Größe, so dass man Reykjavik schnell erleben kann, eintauchen kann in einen Rhythmus aus Natur, Kultur und toller Atmosphäre. In Reykjavik geht man aus, ob in Cafés, Lokale oder sogar in eine Eis-Bar: Rund um Hafenviertel Grandi, Laugavegur und Austurstræti gibt’s eine Vielzahl von Bars und Clubs, die für jeden Geschmack etwas bieten, von gemütlichen Pubs bis zum Dancefloor. Dazu erwacht die Hauptstadt abends zu neuem Leben. Es wird gefeiert, als gäbe es keine Uhrzeit; und tatsächlich ziehen sich die Nächte hier oft bis in den Morgen. (Tipps unter https://guidetoiceland.is/de/reykjavik-guide/nachtleben-in-reykjavik)

Sehenswertes Reykjavik

Die „Hallgrímskirkja“, die Hallgrimskirche, überragt alles in der Stadt, bietet von der Aussichtsplattform (Aufzug) einen großartigen Blick über Stadt und Meer. Am Hafen spiegelt sich die Glasfassade der „Harpa Concert Hall“ im Wasser, während unweit davon die „Sun Voyager“-Skulptur (malerischer Ort bei Sonnenuntergang) den Eindruck erweckt, als könne sie jederzeit in See stechen. Wer mehr über die Geschichte des Landes erfahren will, besucht das Nationalmuseum oder die „Settlement Exhibition“, wo Fundamente der ersten Siedlungen ausgestellt sind. Dazu lässt sich in Reykjavík fließende Lava bei der weltweit einzigartigen Lava-Show erleben.
Musik im Blick: Ob „Reykjavik Jazz Festival“ oder „Iceland Airwaves“ („biggest party in Reykjavik“) im November, das Musikfestival, das sich längst vom Geheimtipp zum jährlichen Insider-Highlight gemausert hat.

Blick in die frühe Geschichte | Foto: © www.jowapress.de
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Nördlich der Stadt liegte Hvammsvík: acht natürliche heiße Quellen, die im Meer münden und von Bergen und schwarzen Stränden umgeben sind. Ideal für eine szenische Auszeit! Ob "Rainbow road", Katzen von Reykjavik, Murals, genüssliche Kleinigkeiten: einen Reel gibt's hier: https://www.facebook.com/reel/528752670318506

Im Süden der Stadt liegt „Perlan“, ein futuristischer gläserner Kugelbau auf dem Hügel Öskjuhlíð. Ob Planetarium, Lava-Shows oder echtes Eishöhlen-Erlebnis: Hier wird Naturwissen mit spektakulären Einblicken kombiniert. Abgesehen davon gibt es hier ein drehendes Café mit tollem Ausblick! Reykjavik ist sicher, freundlich und dabei überraschend und angenehm entspannt.

Zentrale Hotels in Reykjavík; neben den bekannten Marken wie „Hilton“, „Radisson“, „Fosshotels“ und Keahotels“ werden viele (auch Apartments) von Privatpersonen geführt, bieten sich als Ausgangspunkt für einen Aufenthalt an. Die „Reykjavík City Card“ lohnt sich übrigens, wenn man mehrere Museen, Pools und auch den Nahverkehr nutzen möchte.

Naturerlebnisse nicht nur im „Goldenen Kreis“

Island hat Geysire, schwarze Strände, Nordlichter, Hot Springs, ist ein Naturerlebnis mit geothermalen Wunderwelten. Schon ein Tagesausflug (auch geführte Touren) genügt, um die berühmte und klassische „Golden Circle“-Route (rund 300 km) zu erkunden – ein konzentriertes Island-Erlebnis: Thingvellir-Nationalpark (UNESCO-Welterbe), in dem sich die Kontinentalplatten von Nordamerika und Eurasien sichtbar voneinander entfernen, beeindruckender Gullfoss-Wasserfall, bei dem das Wasser in zwei Stufen etwa 32 Meter tief stürzt, und aktiver Geysir Strokkur, der alle paar Minuten eine heiße Wasserfontäne bis zu 20 Meter hoch in den Himmel schickt. Die Kräfte von Feuer und Eis sind hier zum Greifen nah, Gletscherschmelzwasser tost durch tiefe Schluchten, während der Boden dampft und blubbert. Man ist hier mittendrin, statt nur dabei!

Wer eine Alternative zur recht populären (zeitlich aber interessanten) „Golden-Circle“-Tour sucht, fährt die „Diamond Circle“-Route im Nordosten ab; mit Dettifoss, Ásbyrgi-Canyon, Goðafoss und Mývatn. Eine spektakuläre Tour, aber in der Regel ist man unterwegs mit deutlich weniger Menschen. Noch ein Tipp für die Orientierung: "Jökull" heißt Gletscher, "Foss" ist ein Wasserfall und "Eldfjall" ist ein Vulkan!

Ob „Golden Circle“, „Diamond Circle“ oder „Ring-Road-Erkundung“: Wer die lebendige Hauptstadt (idealerweise in einem 4x4) verlässt, erlebt gleich atemberaubende Landschaften und hat Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben. Man braucht nicht lange, um den Zauber von Island zu kosten, die Panoramen zu erleben, zwischen gleißendem Geysir-Dampf, tosenden Wasserfällen und leuchtenden Gletschern. Wer jedoch in der Natur (passende Schuhe und Kleidung) unterwegs ist, sollte unbedingt dran denken, dass die Wetterschwankungen legendär sind: Von Sonnenschein bis Sturmregen ist in einer Stunde alles drin! 

Ein Teil des Reizes in Island, übrigens mal „Winterreiseziel des Jahres in Europa“, liegt in den Extremen: Im Winter gibt es nur wenige Stunden Tageslicht, dafür Chancen auf das Nordlicht – im Sommer dagegen leuchtet die Mitternachtssonne fast rund um die Uhr. Da der Winter meist nicht enorm ist, ist auch die Ringstraße, die einmal um die gesamte Insel führt, in der Regel problemlos befahrbar. Dazu zeigen sich im Winter die Naturphänomene entlang des „Golden Circle“ in einem völlig anderen Licht: Gullfoss, bei dem sich ansonsten über 100 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die Tiefe stürzen, wird zeitweise zu Eis – und das Hingehen wird durch die vielen gefrierenden Wassertröpfchen zu einer echten Rutschpartie. Die Strokkur-Fontäne wird bei Minusgraden zur „Dampf-Show“ und im Thingvellir Nationalpark, wo die amerikanische und europäische Kontinentalplatte auseinanderdriften, erscheinen Felsspalten und Risse in einem anderen Licht.

Sobald es kälter wird, dampft es in manchen Gegenden an vielen Stellen aus der Erde | Foto: © www.jowapress.de
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Wer weniger touristisch, aber umso berührender in Naturlandschaften unterwegs sein möchte, der meidet die klassischen Routen, findet eher im Westen mit den Gletschern Snæfellsjökull und Langjökull Abwechslung – oder bei den eher entlegenen Westfjorden, den stillen Canyons wie Múlagljúfur oder in abgelegenen Kirchen wie Grafarkirkja die Besonderheit des Landes, denn dort entfaltet sich natürliche Schönheit der Insel. An der Südküste lassen sich Strände mit schwarzem Sand erkunden, tosende Wasserfälle, die auf Tuchfühlung mit Gletschern gehen. Beispiel "Landmannalaugar" im Fjallabak Nature Reserve der Highlands: Da hat man den Eindruck, man ist auf einem anderen Planeten. Es ist zwar nicht einfach zu erreichen, doch der Aufwand lohnt! (Eindrücke gibt es hier: https://www.facebook.com/reel/1491936475273666

Allein unterwegs: Für Reisende, die Island mit Gletschern, Wasserfällen, Tier-Beobachtung, Vulkanen und heißen Quellen lieber auf eigene Faust erkunden, gibt es nach der Übernahme des Mietwagens Reykjavik viele (auch organisierte) Optionen; ob in den Südwesten des Landes, zum Wasserfall Gullfoss und vorbei am Gletscher-Vulkan Eyjafjallajökull, der 2010 Berühmtheit erlangte. Wichtig ist Isländern jedoch, dass man die Natur bewahrt, sie nicht schädigt! Noch ein Tipp für Selbstfahrer: Die so genannten "F-Straßen" sind befestigte Schotterpisten, die nur für Fahrzeuge mit Allradantrieb (4x4) zugelassen sind. Hintergrund: Sie sind oft nicht befestigt, können dazu durch Flüsse führen und sind meist auch nur im Sommer, von Juni bis September, geöffnet. Noch ein Schmunzler in Sachen Sprache: Wer Bilder von einem angeblicken Ort "Gjaldskylda" posten möchte, sollte kurz ins Wörterbuch schauen, denn der Begriff bedeutet schlicht "Bezahlparkplatz". 

Tipps für die Südküste: Es gibt hier ein paar nette Pausemöglichkeiten; unter anderem ein Café in einem alten Schulbus, das "Skool Beans Cafe" (Reel unter https://www.facebook.com/reel/1256002279499368) oder auch "Crepes.is" in Vik, die feine Snacks in einer Hütte in der Landschaft in Meernähe anbieten (Reel unter https://www.facebook.com/reel/767067445847137). Auch spannend ist der Besuch in einem natürlichen Outdoor-Thermalbecken (Anschauen unter: https://www.facebook.com/reel/1668809827153405) im Süden. In der Nähe gibt es auch Duschen und ein Lokal.

Blaue Lagune und stille Schönheiten

Wer es nicht so wild mag, der findet abseits der bekannten Routen auch stille Schönheiten wie die schwarzen Strände der Südküste, die Westfjorde oder den Kratersee Kerið. Dazu bietet Island viele Angebote: Bootstrip zu den Papageientauchern oder zum „Whale Watching“ (zum Beispiel ab dem alten Hafen), Reitrunde mit Islandpferden auf Lavafeldern, Ausflug in die Studlagil-Schlucht, Kajaktour auf einer Gletscherlagune, Besuch von Eishöhlen, Nordlichter-Beobachtung (Tipp: Mit dem Schiff abends raus, denn in der Dunkelheit auf dem Ozean lässt sich die „Aurora Borealis“ oft besonders gut sehen), Ausflug zur Halbinsel Snæfellsnes mit Lavahöhle oder Vulkanwanderung.

Die „Peningagjá“, die „Geldgrube“, am Thingvellir-Nationalpark ist ein beliebter Ort, eine Münze für einen Wunsch hineinzuwerfen.  | Foto: © www.jowapress.de
  • Die „Peningagjá“, die „Geldgrube“, am Thingvellir-Nationalpark ist ein beliebter Ort, eine Münze für einen Wunsch hineinzuwerfen.
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Entspannung mit erholsamem Erlebnis ist angesagt bei einem Abstecher in die lokalen Geothermalpools mit Spa-Ritualen und Whirlpools – ob Laugardalslaug (mit Rutschen, Außen- und Innenbecken), „Sky Lagoon“ (luxuriös mit Meerblick, stahlgraublaues Wasser) oder „Blaue Lagune“ (milchig-blaues Thermalwasser): Bei 37 bis 42 Grad dampft es zwischen Lavafelsen – und gelegentliche gibt es Nordlichter über den Badenden.

Kulinarik zwischen Tradition und Mutprobe

Island lässt sich auch kulinarisch erleben: Im Zentrum von Reykjavik gehört die Hotdog-Bude „Bæjarins Beztu Pylsur“ dabei fast zum Pflichtprogramm. Kein Wunder, heißt der Name des Ladens (seit 1937, aus Lammfleisch) übersetzt doch „Die besten Hot Dogs der Stadt“! Sollten Sie Hunger haben, bestellen Sie „eina með öllu“, einen mit allem (Übrigens probieren auch Promis hier gerne).
Für Kaffee und Kuchen-Pausen gibt es den traditionellen Skyr-Kuchen in den Cafés. Wer mutig ist, probiert „Hákarl“, fermentierten Hai, oder „Svið“, abgebrühten Schafskopf, Spezialitäten, die traditionell serviert werden. Auch einen Versuch wert ist salzgetrockneter Kabeljau, eine alte isländische Tradition, die ursprünglich der Lagerung diente. Der „Trockenfisch“ („Harðfiskur“, der oft mit Butter gegessen wird, indem man dünne Fäden vom Fleisch abreißt) ist Bestandteil der isländischen Küche. Dazu bestimmen weitere frische Fischarten, Lamm und Krabbengerichte die einheimischen Speisekarten, meist begleitet von Gemüse aus (geothermisch beheizten) Gewächshäusern.

Es zischt aus vielen Öffnungen | Foto: © www.jowapress.de
  • Es zischt aus vielen Öffnungen
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Warum Island verzaubert

Feuer und Eis, Licht und Dunkelheit, Moderne und Tradition: alles auf engstem Raum! In seinen Landschaften, in seiner Stimmung, in seiner Geschichte zeigt Island Gegensätze und Extreme. Wer gezielt nach Island kommt, hat Zeit für einen ausführlichen Aufenthalt, aber selbst bei einem Zwischenstopp auf dem Weg nach Nordamerika lässt sich in 48 Stunden eine Menge erleben: Man berührt gewaltige Wasserfälle, schlendert zwischen Geysiren, entspannt in dampfenden Thermalpools, erlebt Reykjavík als kreatives, lebendiges Zentrum – und fühlt sich dabei dann ganz klein in der Weite zwischen Feuer und Eis. Island erzählt dir seine Geschichte in kräftigen Bildern, in rauer Poesie und Wärme, zeichnet Bilder im Kopf, die noch lange nachwirken. Diese Mischung macht es aus, macht zudem Lust, dies real zu erleben – und zeigt, warum so viele Besucher wiederkommen. (© www.jowapress.de)

Tipp und Infos: Wer mit „Icelandair“ auf dem Weg nach Nordamerika ist, sollte sich erkundigen, denn es gibt „Stopover-Programme“, so dass man auf dem Weg gewissermaßen auf halber Strecke ohne Flugaufpreis einen Stopover in Island einlegen kann, www.visiticeland.com, www.icetourist.is und www.visitreykjavik.is  


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