Rheinpark Rappenwört: Der Grünplan, der Karlsruhe bis heute prägt
- Ein Park als Naherholungsziel. Genau solche Grünräume standen schon früh im Fokus der Karlsruher Stadtplanung.
- Foto: Stadt Karlsruhe, Roland Fränkle
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Karlsruhe. Rheinstrandbad Rappenwört und das Naturschutzzentrum in der ehemaligen Vogelwarte gehören heute zu den bekannten Zielen für eine Auszeit am Rhein. Vor rund 100 Jahren standen sie am Anfang eines großen Plans für mehr Grün in der Stadt.
Die beiden Naherholungseinrichtungen eröffnete Karlsruhe am Rhein im Jahr 1929. Sie gehörten zum Konzept Rheinpark Rappenwört. Es sollte ein großes, zusammenhängendes Netz von Grünstreifen schaffen, verbunden mit Parkanlagen, Wasserläufen, Wäldern und Wiesen.
Ein Masterplan, der nicht an der Stadtgrenze endete
Das Konzept zählte zu den Bausteinen des Karlsruher Generalbebauungsplans, den die Stadt am Montag, 1. September veröffentlichte. Der Plan gilt als Vorläufer des heutigen Flächennutzungsplans. Baubürgermeister Hermann Schneider verfolgte ihn gemeinsam mit dem Tiefbauamt als Masterplan für Verkehrs-, Landschafts- und Wohnplanung der kommenden 50 Jahre.
Dabei dachte das Team über Karlsruhe hinaus. Neben damals noch selbständigen Gemeinden wie Bulach, Durlach, Hagsfeld, Knielingen, Neureut und Wolfartsweier band der Plan auch Nachbarstädte wie Ettlingen oder Mörsch ein.
Nicht alle Ideen ließen sich umsetzen. Die geplante grundlegende Neuordnung der Bahnanlagen inklusive eines Neubaus des Hauptbahnhofes zwischen Karlsruhe und Durlach scheiterte am Widerstand der Eisenbahndirektion. Trotzdem gab der Generalbebauungsplan Impulse für einzelne Bauvorhaben wie den Adenauerring und bereitete die Errichtung der Dammerstocksiedlung mit vor, wie die Stadtverwaltung mitteilt.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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