Krise beim Karlsruher SC: Klose spendet Trost nach 0:1
- Hat Sorgen: KSC-Coach Maximilian Senft
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Karlsruhe. Für die Fans des Karlsruher SC wird die Länderspielpause zur Geduldsprobe: Nach dem 0:1 gegen den 1. FC Nürnberg steht Trainer Maximilian Senft vor seiner ersten schwierigen Phase im Wildpark.
Der KSC blieb am 19. September vor 31.067 Zuschauern offensiv weitgehend harmlos. Nach dem 0:3 gegen Aufsteiger Cottbus war es die zweite Niederlage in Serie und bereits die dritte Heimniederlage dieser Saison. Mit fünf Punkten steckt Karlsruhe in der unteren Tabellenhälfte der 2. Fußball-Bundesliga fest.
Klose lobt den KSC trotz der Niederlage
Nach dem Abpfiff bekam Senft Zuspruch von Nürnbergs Trainer Miroslav Klose. Der Weltmeister von 2014 sagte, er sehe beim KSC „viel, viel Gutes“, und riet dem Karlsruher Trainer, dem eingeschlagenen Weg treu zu bleiben.
Für den KSC war der Trost des Gegners aber auch ein Warnsignal. Gegen den Tabellenzweiten aus Nürnberg zeigte die Mannschaft über weite Strecken zu wenig Genauigkeit im Spiel mit Ball. In der ersten Halbzeit hatten die Franken zwischenzeitlich mehr als 80 Prozent Ballbesitz.
Senft kritisiert fehlende Genauigkeit
Senft sah zwar den Einsatz seiner Mannschaft. „Das Herz war am richtigen Fleck, sie wollten viel besser verteidigen als gegen Cottbus“, sagte der 37-Jährige. Zugleich kritisierte er fehlende Präzision und falsche Abstände im hohen Anlaufen.
Nach Informationen aus dem Umfeld soll Senft in der Halbzeit deutlich geworden sein. Die Offensivspieler Louey Ben Farhat und Lilian Egloff blieben nach der Pause in der Kabine. Beide gelten als talentiert, konnten gegen Nürnberg aber kaum Akzente setzen.
- Der KSC steht nach sechs Ligaspielen unter Senft bei fünf Punkten.
- Gegen Nürnberg blieb Karlsruhe zum zweiten Mal nacheinander ohne eigenes Tor.
- Das Mannschaftstraining startet erst wieder am Montag, 28. September.
Pauls verweist auf den großen Umbruch
Direktor Profifußball Timon Pauls wollte die Lage sachlich einordnen. „Wenn wir mal den Ball hatten, waren wir zu ungenau, was ich von unserer Mannschaft so gar nicht kenne“, sagte er. Gleichzeitig verwies Pauls auf den großen Umbruch und die Verjüngung des Kaders im Sommer.
Das Tor des Tages erzielte Nürnbergs Toptorjäger Mohamed Ali Zoma in der 30. Minute nach einem sehenswerten Angriff. Pauls kündigte an, den eingeschlagenen Weg nicht infrage zu stellen. „Ich wusste, dass wir durch diese Phasen gehen werden“, sagte er. Für Senft geht es nun darum, in der dreiwöchigen Pause Stabilität und Offensivkraft zurückzubringen. [dpa/red]
Autor:Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Kaiserslautern |