Zuversicht für den geplanten Start Ende Oktober bei der Rheinbrücke Karlsruhe
Rheinbrücke: Für steigende Verkehrsbelastung fit machen

Blick auf die Maßnahmen
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Karlsruhe. „Nicht nur die Stadt Karlsruhe, sondern die ganze Region ist abhängig von einer Rheinbrücke, die auch in Zukunft noch trag- und leistungsfähig ist“, so Uwe Lahl, Ministerialdirektor des Landesverkehrsministeriums, beim Besuch der Rheinbrücke. Er informierte sich über die anstehenden Arbeiten.

Für steigende Verkehrsbelastung fit machen
Mit einer deutschlandweit neuartigen Bauweise wird das Bauwerk für die steigende Verkehrsbelastung fit gemacht – deshalb ist die Sanierung der Rheinbrücke Maxau zwischen Karlsruhe und Wörth für die gesamte Region von hoher Bedeutung. Mit dem Informationsbesuch unterstrich das Landesverkehrsministerium die hohe Priorität dieser Maßnahme. 

Maßnahmen für die Sanierung
Die Stahlbrücke wird unter anderem durch eine sechs Zentimeter dicke Platte aus hochfestem Beton auf der Fahrbahn verstärkt. Hierdurch wird das Bauwerk für die steigende Verkehrsbelastung fit gemacht. Die Sanierung der Rheinbrücke erfolgt mit Spezialbeton, einer deutschlandweit neuartigen Bauweise (das „Wochenblatt“ berichtete). Bevor die eigentlichen Verstärkungsarbeiten an der Brücke losgehen können, muss aber nachgewiesen werden, dass die außergewöhnliche Rezeptur des Betons auch fachgerecht hergestellt werden kann. 

Um den Erfolg der Maßnahme sicher zu stellen, müssen neben den eigentlichen gewünschten speziellen Materialeigenschaften auch die beim Einbau vorhandenen Umweltbedingungen berücksichtigt werden. Die Temperatur der Luft und der Stahlbrücke, sowie Wind und Luftfeuchtigkeit müssen dabei beachtet werden. Besonders wichtig ist die Temperaturentwicklung des Betons. Damit er beim Aushärten die gewünschten Eigenschaften entwickeln kann, werden die Zuschlagstoffe wie Kies und Wasser vor dem Mischen des Betons bei Bedarf gekühlt. Auch die Einbaustelle wird mit einem klimatisierten Zelt vor ungünstigen Umwelteinflüssen geschützt.

Weitere entscheidende Faktoren sind die beim Transport und Einbau des Betons verwendeten Spezialmaschinen, sowie die vorhandene Erfahrung des Personals. In den hochfesten Spezialbeton werden beim Mischen zudem kleine Stahlfasern eingestreut, welche nach dem Aushärten entsprechende Zugkräfte im Beton übernehmen sollen. Damit die neue Betonplatte auch auf der bestehenden Fahrbahn aus Stahl haftet und somit Kräfte übertragen werden können, wird die Stahlplatte im Vorfeld mit einer speziellen Haftmasse behandelt.

Zuversicht für den geplanten Start Ende Oktober
„Mit der heutigen Betonage der Probeplatte sind wir dem Baubeginn einen großen Schritt nähergekommen,“ so Regierungspräsidentin Nicolette Kressl. Denn erst wenn die Probeplatte die betontechnologischen Anforderungen erfüllt, kann Ende Oktober mit der Ertüchtigung der Brücke begonnen werden. Trotz der komplexen Zusammenhänge zeigen sich die Verantwortlichen bisher zuversichtlich, dass die Probeplatte und damit auch die gesamte Sanierung der Rheinbrücke erfolgreich umgesetzt werden kann. (ps/ht)

Infos: Nadelöhr zwischen Karlsruhe und Wörth, Artikel im "Wochenblatt" - Verkehrssituation in der Region Karlsruhe

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