Neues Trainingsgerät soll Forst und Feuerwehr bei Sturmschäden sicherer machen
- Beim Aufräumen nach Sturmschäden können Baumstämme unter Spannung gefährlich ausschlagen. Ein neues Trainingsgerät soll darauf vorbereiten.
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Karldruhe. Wenn nach Stürmen Bäume kreuz und quer liegen, zählt im Einsatz jede Sekunde. Gleichzeitig steigt das Verletzungsrisiko beim Sägen. Ein neues Spezialgerät soll Forst und Feuerwehr helfen, genau diese gefährlichen Situationen sicher zu trainieren.
Ein sogenannter Spannungssimulator ist ein Gemeinschaftsprojekt von Forstamt und Branddirektion. Er fixiert Baumstämme und kann sie in verschiedene Richtungen verdrehen. So können Einsatzkräfte üben, wie sie Stämme mit Spannung sicher schneiden und vermeiden, dass die Motorsäge steckenbleibt.
80.000 Euro für mehr Sicherheit bei Extremwetter-Einsätzen
Forstamtschef Dr. Stefan Wilhelm betont, Arbeitssicherheit habe oberste Priorität. Branddirektor Florian Geldner sieht einen wachsenden Bedarf, weil extreme Wetterereignisse weiter zunehmen. Nach Stürmen liegen entwurzelte Stämme laut Revierleiter Bernd Struck oft kreuz und quer durcheinander, wie bei einem Mikado-Spiel. Dabei kann sich beim Sägen Spannung plötzlich entladen und zu schweren Verletzungen führen.
Die Beschaffung des Geräts beschloss die Verwaltung nach eigenen Angaben schon vor dem letzten Sturm. Der Spannungssimulator kostet rund 80.000 Euro und die Stadt finanziert ihn aus Mitteln zur Klimaanpassung.
Der Spannungssimulator steht nun im Betriebshof des Forstbezirks Mitte an der Fiduciastraße. Dort sollen künftig auch die freiwilligen Feuerwehren üben können. Für die Nutzung durch weitere städtische Dienststellen, etwa das Gartenbauamt, will die Branddirektion laut Geldner ein Konzept erstellen.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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