Offensive gegen Energie-Engpass
Nach Initiative von "fokus.energie" und IHK sind nun auch die Gemeinden aktiv

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Region. Die Energiekrise beherrscht die Schlagzeilen: Aufgrund verminderter Gaslieferungen aus Russland und durch ein extremes Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage könnte im Winter eine Gasmangellage entstehen. Ein Blick auf die Fakten zeigt: Das Angebot an Erdgas ist auf dem Weltmarkt gesunken, gleichzeitig stieg die Nachfrage. In der Folge ist der Preis um rund 480 Prozent gestiegen, der für Strom auch um etwa 340 Prozent. Schriftlich haben Verbraucher die Infos von den Energielieferanten bekommen.

Allerdings, wie schon Energienetzwerk "fokus.energie e.V." und Industrie- und Handelskammer (IHK) Karlsruhe aufgezeigt haben bei der "3 Grad Jetzt"-Initiative, werde Strom zu etwa 10 % mit Gaskraftwerken hergestellt. Volle Gasspeicher sind wesentlich, um über den Winter zu kommen. Doch Gas wird eben auch als Beitrag zur Stromproduktion in Deutschland genutzt. Nun droht die Situation, dass bei den kommenden kalten Wintertagen einfach zu wenig Erdgas zur Verfügung steht. „Auch wir hier in der Region Karlsruhe können uns den markt- und weltpolitischen Gegebenheiten nicht entziehen und die Ursachen nicht stoppen“, so Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Aber alle gemeinsam können aktiv werden, denn auch die Städte Baden-Baden, Rastatt, Ettlingen, Rheinstetten, Bruchsal und Bretten bringen sich nun auch ein.

„Wir wollen etwas tun, wir müssen jetzt etwas tun!“


Gemeinsam Stärke und Zusammenhalt zeigen für die Region

Mit dem Ziel, alle Kräfte und Kompetenzen zu bündeln, um die Auswirkungen der Energiekrise für die Menschen und Unternehmen vor Ort abzumildern, hat die Region den sogenannten "Energiepakt" ins Leben gerufen. Eine Initiative, der sich nicht nur die genannten Städte und Stadtwerke angeschlossen haben, sondern nach dem Energienetzwerk fokus.energie e.V. und der IHK Karlsruhe nun auch noch weitere Partner.

Ziel der Initiative ist es, gemeinsam ein Zeichen des Zusammenhaltes zu setzen, ein Bewusstsein für Energie und den Energieeinsatz eines jeden und einer jeden Einzelnen zu schaffen, zum aktiven Energieeinsparen zu motivieren, Energieberatungen durchzuführen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch effektive Verbrauchsreduzierungen die negativen Folgen der Energiekrise durch vermeintlich kleine aber auch große Maßnahmen abgemildert werden können.

Denn eines müsse klar sein: Jeder könne sich einbringen mit dem Ziel, ab sofort 20 Prozent Energie einzusparen. So kann schon heute mehr Gas in die Speicher gefüllt werden, damit dann an den kalten Tagen das zur Verfügung stehende Gas ausreicht. „Jeder und jede Einzelne ist gefordert, seinen individuellen Beitrag zu leisten. Doch wir Kommunen haben eine besondere Verantwortung auch mit Blick auf das Funktionieren der Wirtschaft in unserer prosperierenden Technologieregion. Und wir haben eine Vorbildfunktion, indem wir das Thema Energiesparen durch konkrete Maßnahmen zum Beispiel in den öffentlichen Gebäuden vorleben“, unterstreicht Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick aus Bruchsal. Es sei die Summe von vielen kleinen Veränderungen, das Hinterfragen von Gewohnheiten, die letztendlich Großes bewirken könnten.

Zahlreiche Maßnahmen für das 20-Prozent-Ziel
„Manchmal ist es einfach, wie etwa die Heizung etwas herunter zu drehen und so Energie zu sparen. Wenn wir aber ehrlich sind, dann geht es auch definitiv um Konsumverzicht und das fordert jeden einzelnen“, so das Credo der Handelnden aus der Region. Dazu wird es in den kommenden Wochen Vorträge, Beratungsangebote und konkrete Hilfestellungen zum Thema geben. Aber auch Botschafterinnen und Botschafter an Schulen, in Vereinen, Energieberatungen im Rahmen von Veranstaltungen, und Experten-Interviews sollen für das Energiethema mit umfangreichen Maßnahmen informieren und für das Energiesparen sensibilisieren. „Wichtig ist vor allem, eine möglichst breite Zielgruppe anzusprechen“, so die Riege der Bürgermeister um Michael Heuser aus Rheinstetten. „Energieeinsparpotentiale gibt es in fast allen Bereichen des täglichen Lebens. Sie zu nutzen, leistet einen wichtigen Beitrag zur absoluten Reduktion des Energieverbrauchs und zum Erreichen der Klimaschutzziele“, ergänzt Oberbürgermeister Martin Wolff aus Bretten.

Mehr zur Thematik Energiesparen unter https://www.3gradjetzt.de

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Den EnergiePakt für die Technologieregion Karlsruhe stellten (v.l.n.r.) die Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Dietmar Späth (Baden-Baden), Martin Wolff (Bretten), Johannes Arnold (Ettlingen) und Bürgermeister Michael Heuser (Rheinstetten) im Karlsruher Rathaus vor. | Foto: Hertweck, Stadt Karlsruhe
Autor:

Jo Wagner

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