Karlsruhe lässt Wieseninseln stehen und schafft Rückzugsräume für Insekten
- Zwischen frisch gemähten Flächen bleiben in Karlsruhe bewusst Wieseninseln stehen, damit Insekten Rückzugsorte finden.
- Foto: Stadt Karlsruhe, Gartenbaumamt
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Karlsruhe. Wer gerade in der Stadt an gemähten Wiesen vorbeikommt und dazwischen bewusst stehen gelassene Grasstreifen sieht, schaut auf ein neues Prinzip der Grünpflege. Das Gartenbauamt der Stadt Karlsruhe lässt gezielt Wieseninseln und Wiesenstreifen ungemäht, damit Insekten und andere Kleintiere Rückzugsräume finden.
Die stehen gelassenen Bereiche sorgen für eine abwechslungsreiche Landschaft mit unterschiedlich hohem Bewuchs. Das Gartenbauamt orientiert sich dabei an früheren Bewirtschaftungsformen, als Wiesen selten komplett auf einmal gemäht wurden und dadurch ein Patchwork aus unterschiedlich genutzten Flächen entstand.
Was die ungemähten Flächen bringen
Das Gartenbauamt beschreibt bereits sichtbare Effekte. In den bewusst nicht gemähten Wieseninseln und -streifen hat das Team in diesem Frühjahr unter anderem Heuschreckenlarven, Wildbienen, Käfer, Libellen, Wanzen und Schwebfliegen gesichtet.
Die ungemähten Bereiche sollen als vorübergehende Überlebensinseln dienen. Sie bieten Schutz und Nahrung, bis sich auf den gemähten Flächen wieder Blütenpflanzen entwickeln. Diese bekommen laut Beschreibung des Gartenbauamts bessere Chancen, weil sie nach dem Schnitt nicht mehr vom dichten Erstaufwuchs der Gräser verdrängt werden.
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, will Karlsruhe damit die biologische Vielfalt im urbanen Raum stärken und Lebensbedingungen für Tier- und Pflanzenarten verbessern.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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