Die Rückbaumaßnahmen an der Turmbergbahn beginnen
- Neue Talstation Turmbergbahn: Im Zuge der Neugestaltung wird die Turmbergbahn in Durlach bis zur Bundesstraße B3 verlängert und dort eine neue Talstation errichtet. Fahrgäste können dort dann barrierefrei von der Bus- und Bahnhaltestelle in die Standseilbahn umsteigen
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Karlsruhe. Durlach. Es tut sich was: In den kommenden Monaten soll die Turmbergbahn in Durlach umfassend modernisiert, barrierefrei ausgebaut und hinunter bis zur Bundesstraße B3 verlängert werden. Nach der Förderzusage durch das Land-Baden-Württemberg im Dezember 2025 (wir berichteten) können die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) nun die nächsten Projektschritte umsetzen.
Zeitlicher Ablauf
- Zunächst steht der Rückbau der bestehenden Bahninfrastruktur auf der Agenda, bevor die VBK dann ab Herbst 2026 mit den eigentlichen Arbeiten für die Neugestaltung der ehemals ältesten Standseilbahn Deutschlands beginnen können.
- Bereits am 23. und 24. Februar hatten die VBK sowohl Anwohner innen wie außen im Bereich der vorgesehenen Trasse in der Bergbahnstraße Durlach als auch Gewerbetreibende rund um die künftige Talstation die anstehenden Baumaßnahmen vorgestellt.
- Ab März 2026 beginnen die Abbrucharbeiten an der bestehenden Bahninfrastruktur. Hierbei werden die Talstation, die bisherige Bahntrasse sowie Teile der Bergstation (neben der Terrasse) zurückgebaut. Mit der Durchführung dieser Maßnahmen ist die "Libare GmbH" beauftragt, ein Unternehmen, das auf Rückbaumaßnahmen dieser Art spezialisiert ist. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich bis Juni 2026 abgeschlossen sein und schaffen die bauliche und technische Grundlage für die spätere Errichtung der neuen und bis zur B3 verlängerten Turmbergbahn.
- Ebenfalls im Frühjahr setzen die VBK vorbereitende Maßnahmen für den Bau einer neuen Trafostation an der Reichardtstraße ein, die für den Betrieb der modernisierten Turmbergbahn benötigt wird. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich zwischen April und Mai stattfinden.
- Von Juni bis September werden dann im Bereich der Bundesstraße Versorgungsleitungen umverlegt. Im Anschluss soll dann mit den Arbeiten zur Errichtung der neuen Bahntrasse und der neuen Tal- und Bergstation begonnen werden.
Während der verschiedenen Baumaßnahmen kann es im genannten Bereich zu Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer innen und außen kommen, teilen die Verkehrsbetriebe mit.
Hintergrund
Gemeinderat Karlsruhe, Ortschaftsrat Durlach und der VBK-Aufsichtsrat hatten sich seit 2017 mit der Frage beschäftigt, wie die in die Jahre gekommene Turmbergbahn nach Erlöschen der Betriebserlaubnis als "historisches Erbe" dieser Stadt bewahrt und gleichzeitig an die Anforderungen der Zukunft angepasst werden kann. Im Januar 2025 hatte der Karlsruher Gemeinderat mit großer Mehrheit grünes Licht für das Projekt gegeben, das zu mehr als 50 Prozent vom Land Baden-Württemberg gefördert wird. Diese Förderquote war gemäß Gemeinderatsbeschloss die Voraussetzung, dass die "VBK" das Projekt umsetzen können. Eine von der "PTV Planung Transport Verkehr GmbH" durchgeführte „standardisierte Bewertung“ für den Neubau der Turmbergbahn führte im Ergebnis zu einen positiven Nutzen-Kosten-Index von 1,30.
Für die Errichtung der neuen Bahntrasse sowie der neuen Tal- und Bergstation sind rund 15 bis 18 Monate Bauzeit veranschlagt. Im Zuge der Neugestaltung entsteht zudem eine Bahnüberführung über einen Geh- und Radweg zur Querung der Kreuzung Bergbahnstraße/ Turmbergstraße/Posseltstraße/Kastellstraße. Die neue Anlage inklusive der beiden Fahrzeuge wird vom Unternehmen "Garaventa" gebaut. Der Schweizer Seilbahn-Spezialist gehört zur "Doppelmayr-Gruppe" und hatte den Zuschlag für
das Vorhaben bei einem europaweiten Ausschreibungsverfahren mit vorgeschalteter Präqualifikation erhalten.
Autor:Jo Wagner |
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