Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe fördert 48 Vorhaben
- Artenschutzprojekte bewahren Lebensräume für bedrohte Tiere.
- Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe
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Karlsruhe. Vom Nebelwald in Ecuador bis zum Luchs im Schwarzwald: Die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe hat in zehn Jahren 48 Vorhaben für bedrohte Tierarten und ihre Lebensräume mit mehr als 4,5 Millionen Euro gefördert. Zum zehnjährigen Bestehen zeigt die Stiftung damit, wie Artenschutz in der Region und weltweit zusammenwirkt.
Der Zoo und die Stiftung teilen sich dabei unterschiedliche Aufgaben. Die Fachleute des Zoos beteiligen sich an Erhaltungszuchtprogrammen der europäischen Zoovereinigung EAZA. Die Stiftung fördert Schutzmaßnahmen in den natürlichen Lebensräumen bedrohter Arten. Wie der Zoo Karlsruhe mitteilt, verbindet sie damit den Artenschutz im Zoo mit dem Schutz in der Natur.
Schutzgebiete in Ecuador und Kenia
In der Nebelwaldregion bei Mindo in Ecuador kaufte die Stiftung Flächen, um bestehenden Wald zu bewahren und gerodete Bereiche wieder aufzuforsten. Mit rund 1.103.000 Euro ist dieses Projekt das größte Einzelvorhaben der Stiftung. Bei den Aufforstungen arbeitet sie mit der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur zusammen.
In der Masai Mara in Kenia unterstützt die Stiftung gemeinsam mit dem WWF Gemeindeschutzgebiete. Diese Gebiete sichern wichtige Wanderwege für Wildtiere und berücksichtigen zugleich die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung. Rund 893.000 Euro flossen bisher in das Vorhaben. In Bangladesch fördert die Stiftung zusammen mit dem Verein Plumploris eine Auffang- und Auswilderungsstation für Bengalische Plumploris mit bislang 134.000 Euro.
Auch in Baden-Württemberg unterstützt die Stiftung den Artenschutz vor Ort. Im Tierpark Oberwald bereitet ein Koordinationsgehege junge Luchse mit möglichst wenig Kontakt zu Menschen auf ein selbstständiges Leben in der Natur vor. Die Stiftung finanzierte den Bau der Anlage mit rund 210.000 Euro mit. Partner des Gesamtprojekts bereiten geeignete Luchse aus Erhaltungszuchtprogrammen für die Auswilderung im Schwarzwald vor.
In der Region fördert die Stiftung außerdem Projekte für Moorfrösche, Mehlschwalben und Wiesenbrüter, die Saalbachniederung sowie Nisthilfen für verschiedene Vogelarten. Beim Moorfroschprojekt zieht der Zoo Tiere auf und wildert sie anschließend in geeigneten Lebensräumen aus. Bei einem Festakt im Zoo Karlsruhe kamen rund 100 Gäste zusammen und blickten auf zehn Jahre Artenschutzarbeit zurück.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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