Benebelungsanlage als neuer Abkühlungsort im Karlsruher Zoo
- Architektin Anja Wurm steht mitten im Nebel des Farngartens. Architektin Anja Wurm steht mitten im Nebel des Farngartens
- Foto: Zoo Karlsruhe, Timo Deible
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Im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe ist ein neuer Farngarten mit einer Benebelungsanlage entstanden. Die Auswirkungen des Klimawandels werden im Alltag erlebbar, der Zoo geht das Thema in Sachen Aufenthaltsqualität an: Der Bereich im hinteren Teil der "Australienanlage" am Ludwigssee soll insbesondere an heißen Sommertagen auch als schattiger und kühler Aufenthaltsort dienen. Unterstützt wurden die Arbeiten durch das Gartenbauamt der Stadt Karlsruhe, insbesondere durch die Ausbildungsgruppe.
Funktionsweise zur Abkühlung
Die neue Anlage erzeugt über gefiltertes Wasser feinen Nebel und sorgt so für eine spürbare Abkühlung von bis zu fünf Grad Celsius. Ergänzt wird der Bereich durch zahlreiche Farne und Stauden sowie neue Sitzmöglichkeiten. Durch die Lage direkt am Ludwigssee entstehen zusätzlich Nebelschwaden über der Wasserfläche, wodurch eine besondere Atmosphäre geschaffen wird.
Anlage versprüht Wasser im 15-Minuten-Rhythmus
„Ich freue mich sehr, dass mit großem persönlichen Einsatz unserer Architektin Anja Wurm das Projekt verwirklicht werden konnte“, so Karlsruhes Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Die Benebelungsanlage wird während der warmen Jahreszeit im 15-Minuten-Rhythmus betrieben. Bereits im Exotenhaus des Zoos gebe es eine vergleichbare Technik, die dort erfolgreich zur Verbesserung des Mikroklimas eingesetzt werde. Mit dem neuen Farngarten werde dieses Konzept nun erweitert. Ziel der Planungen war, einen ruhigen und geschützten Bereich zu schaffen, der den Zoogästen gerade im Sommer eine zusätzliche Erholungsmöglichkeit bietet.
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