Zoll-Razzia in Karlsruhe: 6 Haftbefehle und 13 Millionen Euro Vermögen gesichert
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Karlsruhe. Unter anderem in Karlsruhe hat eine bundesweite Zoll-Razzia gegen mutmaßliche Schwarzlohnzahlungen und Steuerbetrug in der Baubranche zu sechs Haftbefehlen und Vermögensarresten über 13,4 Millionen Euro geführt. Die Aktion betraf insgesamt 80 Wohn- und Geschäftsräume in sechs Bundesländern, mit Schwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet und Baden-Württemberg. Durchsuchungen fanden in Offenbach, Springe, Berlin, Frankfurt am Main, Bochum, Wiesbaden, Wetzlar, Darmstadt, Stuttgart, Karlsruhe, Satteldorf und Weismain statt.
Verdacht gegen 35 Beschuldigte
Die Staatsanwaltschaft Hanau ermittelt gegen 35 Personen (21–60 Jahre, überwiegend Männer) wegen Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen, Betruges zulasten der Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) und Lohnsteuerhinterziehung. Besonders 13 Beschuldigte stehen im Fokus, die bundesweit Bauleistungen im Umfang von rund 70 Millionen Euro erbracht haben.
Schwarzlöhne über Abdeckrechnungen
Nach bisherigen Ermittlungen wurden Löhne in großem Umfang „schwarz“ ausgezahlt. Um die Schwarzlöhne zu finanzieren, nutzten die Verdächtigen fingierte Rechnungen von Servicefirmen im Wert von rund 35 Millionen Euro. Der bisher ermittelte Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 28 Millionen Euro.
Vorläufige Festnahmen und Vermögenssicherung
Bei den Maßnahmen kam es in Arbeitnehmerunterkünften zu 15 vorläufigen Festnahmen wegen Aufenthaltsverstößen. Außerdem wurden Vermögensarreste über 13,4 Millionen Euro vollstreckt – darunter Bargeld, Gold, Luxusuhren und hochpreisige Fahrzeuge. Der Einsatz umfasste auch Diensthunde des Zolls, um versteckte Vermögenswerte aufzuspüren.
Bedeutung für Unternehmer und Steuerzahler
Die Ermittlungen zeigen die Risiken für legale Unternehmen und die Belastung der Sozialkassen durch organisierte Schwarzarbeit. Die Baubranche in Karlsruhe und der Pfalz ist von solchen Praktiken stark betroffen, da sie den fairen Wettbewerb verzerrt und die Sozialversicherungssysteme schädigt.
Einsatzkräfte und Ausblick
An der Razzia waren neben dem Hauptzollamt Frankfurt am Main insgesamt 37 weitere Hauptzollämter, Bundes- und Landespolizei sowie Spezialeinheiten beteiligt. Die Ermittlungen dauern an, auch weitere Vermögenswerte könnten gesichert werden.
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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