Tötungsverdacht nach Brückensturz in Karlsruhe
- 16 Monate nach dem Sturz eines Jugendlichen von einer Brücke in Karlsruhe ermitteln die Behörden wegen des Verdachts des versuchten Totschlags. (Symbolbild)
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Karlsruhe. Fast eineinhalb Jahre nach dem Sturz eines Jugendlichen von einer Brücke rückt ein mögliches Verbrechen in den Fokus der Ermittler. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen nun nach Hinweisen auf mögliche Täter in Karlsruhe.
Nach Angaben der Behörden gibt es Hinweise darauf, dass der damals 15 Jahre alte Junge im Februar von mindestens einer Person von der Brücke gestoßen worden sein könnte. Zuvor soll es möglicherweise eine körperliche Auseinandersetzung gegeben haben. Die Ermittlungen laufen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.
Der Jugendliche stürzte aus rund 8,5 Metern Höhe auf eine Straße unterhalb der Brücke. Mehrere Verkehrsteilnehmer entdeckten ihn dort und alarmierten die Polizei. Der Junge erlitt lebensgefährliche Verletzungen und lag längere Zeit im Koma. Inzwischen hat sich sein Gesundheitszustand nach Angaben der Staatsanwaltschaft verbessert.
Erste Einschätzung der Polizei änderte sich
Unmittelbar nach dem Vorfall hatten die Ermittler zunächst keine Hinweise auf eine Straftat gesehen. Später leitete die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung ein. Neue Erkenntnisse führten nun zu dem Verdacht, dass der Jugendliche gestoßen worden sein könnte.
Für Hinweise, die zur Identifizierung oder Festnahme möglicher Täter führen, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt.
Geplant ist außerdem, den Fall in der ZDF Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ vorzustellen. Die Ausstrahlung ist voraussichtlich im September vorgesehen. Die Ermittler hoffen dadurch auf neue Hinweise aus der Bevölkerung. dpa/red
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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