Studierende der Kunstakademie und des KIT schaffen Kunst-Raum in der Innenstadt
Ladengeschäft im Karlsruher Passagehof wird Kunstgalerie auf Zeit

Blick in den Passagehof - links ist das Ladengeschäft
  • Blick in den Passagehof - links ist das Ladengeschäft
  • Foto: Archiv jow
  • hochgeladen von Jo Wagner

Karlsruhe. Ein seit Kurzem leerstehendes Ladengeschäft im Passagehof wird in den kommenden zwei Wochen zum Schauraum. Das Team Citymarketing der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH, das sich um die Zwischennutzung temporärer Leerstände in der Karlsruher Innenstadt kümmert, stellt Studierenden der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe die Räume zum Ausstellen und Arbeiten zur Verfügung.

Im ehemaligen „UNIKAT“ (Passagehof 24) sowie im Architekturschaufenster (Waldstraße 8) treten im Rahmen der Ausstellung „NINININI_ PENG_ neewhom“ rund 50 Künstler und Kunsthistoriker in einen intensiven interdisziplinären Dialog, aus dem sowohl neue Werke der Bildenden Kunst als auch kunsttheoretische Texte zur zeitgenössischen Kunst entstehen. „NINININI_ PENG_ neeewhom“ wird am Dienstag, 19. Februar um 19 Uhr eröffnet und bis zum 2. März gezeigt.

Die Ausstellung ist Teil der Zusammenarbeit von Absolventen und Studierenden der Klasse Prof. Leni Hoffmann an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe mit Studierenden bei Dr. Claudia Pohl am Institut für Kunstgeschichte, KIT Karlsruhe. Seit dem Sommersemester 2018 tauschen sich die Kunstschaffenden und Kunstreflektierenden bei gemeinsamen Atelierbesuchen, Werkvorstellungen, Gesprächen und Recherchen aus und wagen einen interdisziplinären Erkenntnisgewinn. Das Ausstellen wird dabei als eigener Werkprozess begriffen.

Sowohl der Ausstellungsraum als auch der öffentliche, umgebende Raum sind Teil der künstlerischen Konzeptionen, so dass künstlerische Eingriffe temporär im Stadtbild sichtbar werden. Diese neuen Werke bedürfen eigener Vermittlungsformate, die gemeinsam von den angehenden Kunsthistorikern, Künstlern erarbeitet und umgesetzt werden. Die Frage nach der Deutungshoheit wird zum Gesprächsgegenstand. Texte, Führungen und begleitende Veranstaltungen beleuchten, ergründen und erläutern während der Ausstellungszeit die jeweiligen Kunstwerke.

Die künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum machen das Potenzial der interdisziplinären Zusammenarbeit von Bildender Kunst, Architektur, kunstgeschichtlicher Praxis und Stadtplanung in Karlsruhe deutlich sichtbar. In Zusammenarbeit mit dem Projekt der Klasse Hoffmann an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, den Studierenden bei Dr. Pohl am Institut für Kunstgeschichte am KIT, dem Kulturbüro der Stadt Karlsruhe, der Architektenkammer und dem Architekturschaufenster schafft das Citymarketing der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH Räume zur künstlerischen und kulturellen Nutzung, die zur Belebung der Innenstadt beitragen und Leerstände vermeiden. (rr)

Die beteiligten Künstler: Hannah Accetturo, ANTIDOT, Annika Audu, Assia Benhassine, Erina Bonk, Fays Bougherara, Hoyeon Byeon , Yoojin Cho, Chen Fei, Sebastian Dannenberg, Simon Fischer, Konstantin Friedrich / Sanna Reitz, Fu Shuai, Lea Göhringer, Lucia Hawes, Sophie Innmann, Istihar Kalach, Si Eun Kim, Chaeyeon Kim, Koch & James, Zora Kreuzer, Janika Kungl, Li Muhua, Lin Yulong, Jonathan Mink Raphael Nagel, Kriz Olbricht, Yukiko Oyama, Simon Pfeffel, Bo Youn Ryu, Lisa Schlenker, Anna Schütten, Viktoria Shylova, David Semper, Fiona Marten, Elena Steiert, Jens Stickel, Sun Peng, Leonie Urschel , Manuel van der Veen Stefan Wäldele, Nils Weiligmann, Sebastian Wiemer, Freddy Witz, Xu FanCheng, Zhang Meng, Jan Zöller

Die beteiligten Studierenden der Kunstgeschichte: Mathilde Göttel, Katharina Kern, Lea Celine Nohr, Asmâa Senouci-Meflah, Natalie Wasiljew - www.karlsruhe-erleben.de

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