Gewerbegebiet Nordost wächst: Neue Flächen für Mittelstand und Handwerk
- Beim Spatenstich waren nicht nur Beate Kimmel (4.v.l) und Peter Nonnemacher (5.v.l) dabei, sondern auch Mathias Korz, Geschäftsführer der gleichnamigen Baufirma, Wolfgang Martin von der F.K. Horn, die Leiterin des Referats Stadtentwicklung, Elke Franzreb, sowie WVE-Projektleiterin Hanna Leidecker und STE-Vorstand Jörg Zimmermann. © Stadt Kaiserslautern
- Foto: Stadt Kaiserslautern
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Kaiserslautern. Am Wartenberger Weg entstehen neue Gewerbeflächen, die vor allem kleinen und mittleren Unternehmen sowie Handwerksbetrieben Platz zum Wachsen geben sollen. Am 29. Juli fiel mit einem symbolischen Spatenstich der Startschuss für die Erweiterung des Gewerbegebiets Nordost nördlich des Hertelsbrunnenrings.
Auf rund 60.000 Quadratmetern sollen insgesamt etwa 20 neue Gewerbeansiedlungen möglich werden. Oberbürgermeisterin Beate Kimmel sagt: „Mit der Erweiterung des Gewerbegebiets Nordost senden wir ein positives Signal für unsere Wirtschaft und unterstützen insbesondere Unternehmen, die in Kaiserslautern verwurzelt sind und sich weiterentwickeln möchten“.
WVE erschließt das Gebiet: So sieht der Zeitplan aus
Die WVE GmbH setzt das Projekt als Erschließungsträgerin um. WVE-Geschäftsführer Peter Nonnemacher betont: „Wir freuen uns, dieses wichtige Projekt gemeinsam mit der Stadt Kaiserslautern und vielen lokalen Unternehmen auf den Weg zu bringen“.
Aktuell modellieren Bagger das Gelände, indem sie die terrassierte Form des abschüssigen Areals herstellen. Noch in diesem Jahr sollen außerdem das Kanalnetz und das erste von drei Regenrückhaltebecken fertig werden, bevor im nächsten Jahr die Verlängerung des Wartenberger Wegs als Zufahrt ins neue Gebiet ansteht.
„Der Vorstufenausbau soll nach aktueller Planung im kommenden Jahr abgeschlossen werden“, so Nonnemacher. Erst danach kann die Vermarktung starten. Wie groß das Interesse ist, zeigt laut Angaben der Stadt die Nachfrage: Rund 20 Unternehmen haben bereits ein ernstes Interesse angemeldet.
Technik und Grün: Fernwärme, Photovoltaik und Kaltluftschneise
Stadt und WVE wollen das neue Gewerbegebiet nach den Vorgaben des Stadtrats so planen, dass wirtschaftliche Entwicklung und ökologische Anforderungen zusammenkommen. Nonnemacher erläutert: „Vorgesehen sind unter anderem eine Versorgung mit Fernwärme über die ZAK, verpflichtende Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen sowie Dach- und Fassadenbegrünungen“.
Die Versorgung mit moderner Infrastruktur soll unter anderem über die SWK mit Fernwärme sowie über die K-Tec mit Glasfaseranschlüssen laufen. Zusätzlich nennt die Planung viele Grünflächen und Regenrückhaltebereiche: Im westlichsten Teil des Areals soll ein 55 Meter breiter Grünstreifen entstehen, damit eine wichtige Kaltluftschneise für die Stadt erhalten bleibt. Im Osten errichtete das Projektteam ein neues Habitat für die auf der Fläche lebenden Eidechsen.
Kimmel macht dazu deutlich: „Gewerbegebiete der Zukunft müssen mehr können als nur Flächen bereitstellen. Sie müssen nachhaltig geplant sein und zeigen, dass wirtschaftliche Entwicklung und Aufenthaltsqualität zusammengehören. Genau diesen Weg gehen wir hier.“ [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |
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