Stefan Kuntz widerspricht Vorwürfen nach Vertragsauflösung beim HSV
- Stefan Kuntz bei der Abschieds-Pressekonferenz in Kaiserslautern vor ziemlich genau zehn Jahren
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Update:
Nach BILD-Recherche soll Stefan Kuntz, einstiger FCK-Vorstand und Stürmer der Roten Teufel, beim HSV aus anderen als „persönlichen familiären Gründen“ am 2. Januar den HSV verlassen haben. Mitarbeiterinnen des HSV sollen ihn belasten haben. „Erst einmal möchte ich sagen, dass mich die Vorwürfe hart treffen. Klar ist: Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück!“, betont der 63-Jährige auf seinem offiziellen Instagram-Account am Sonntagnachmittag.
Der ehemalige Nationalspieler habe „im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen“ seine Anwälte eingeschaltet. Diese sollten laut Kuntz-Statement „gegen diese falschen Vorwürfe und Vorverurteilungen“ vorgehen.
Nach dem Erscheinen der sonntäglichen Bild-Printausgabe sorgte der doppelseitige Artikel für Aufsehen. In der "Doppelpass"-Sendung wurde kommentarlos aus dem BILD-Artikel und später auch ein Statement der Kuntzschen Anwälte vorgelesen. Neben dem Springer-Blatt "Welt" berichtete auch der Stern, die Bild zitierend, von den Vorwürfen.
Nach Aussage der Kuntz-Anwälte soll Kuntz bei der Staatsanwaltschaft Hamburg eine Anzeige wegen Stalkings gegen Unbekannt gestellt haben, weil er seit Juli zunehmend beängstigende Nachrichten von einer Verehrerin anonym erhalten habe. Nach Bild-Recherchen hingegen sollen zwei HSV-Mitarbeiterinnen im Dezember letzten Jahres sich über Kuntz beschwert und schwer belastet haben.
Seine Anwälte beklagen, es habe keine Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben und die detaillierten Vorwürfe der Mitarbeiterinnen seien bis heute unbekannt.
Kuntz, Aufstiegsheld der Hanseaten, stand beim HSV eigentlich vor einer Vertragsverlängerung bevor man sich zum 31.12.2025 auf eine vorzeitige Vertragsauflösung einigte. Nach wie vor besteht der HSV aus Schutz des Persönlichkeitsrechts auf den offiziell mitgeteilten Vertragsauflösungsgrund „aus persönlichen Gründen“.
In der SWR-Dokumentation „Rise &fall“ beklagte sich Kuntz kürzlich auch über Lügen und Gerüchte aus dem FCK-Umfeld, worauf er damals den FCK verlassen habe. Voraus gingen mehrere bewegte Jahreshauptversammlungen in der Pfalz, bevor er in einer Pressekonferenz vor ziemlich genau zehn Jahren seinen Abschied verkündete.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |
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