Ritters Doppelpack und Bassettes Torpremiere: FCK gelingt zweiter Dreier in Folge
- FCK-Kapitän Marlon Ritter traf doppelt
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FCK. Immer, wenn der Eindruck aufkommt, es könne für Trainer und Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern aufgrund schwacher Leistungen und miesen Ergebnissen langsam eng werden, ziehen alle zusammen erfolgreich den Kopf wieder aus der Schlinge. Irgendwie auch schon fast eine bemerkenswerte Qualität.
Das 3:2 der Roten Teufel beim SC Preußen Münster gibt zwar auch noch keinen Anlass zu wahren Begeisterungsstürmen, aber dem FCK ist es gelungen, nach dem unansehnlichen 1:0 gegen Fürth auch das zweite „Schweinespiel“ in Folge gegen ein Kellerkind der Liga zu gewinnen. Und das in einer wesentlich erträglicheren Art und Weise als noch gegen die Franken.
FCK spielt munter nach vorne
Wer biedersten Fußball wie einst beim Auswärtsspiel in Bielefeld befürchtete, sah sich getäuscht. Auf dem regendurchweichten, tiefen Rasen in Münster entwickelte sich von Beginn an eine muntere Partie. Die Pfälzer waren diesmal sofort präsent und suchten ihr Heil vermehrt in der Offensive. Recht schnörkellos und zügig spielten sie nach vorne und nutzten die Löcher in der Verteidigung der Hausherren.
- Fans und Mannschaft bejubelten den zweiten Sieg in Folge des FCK
- Foto: Frieder Mathis/gratis
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Das 1:0 per Elfmeter durch Marlon Ritter in der 9. Minute spielte den Gästen natürlich in die Karten. Aber die Preußen agierten ebenfalls mit offenem Visier und großer Moral und kamen durch – wie könnte es anders sein – Ex-FCK-Spieler Jannis Heuer zum 1:1-Ausgleich (21.). Aber die Lautrer blieben am Drücker und sehr effizient vor der Pause.
Torpremiere für Norman Bassette
Kapitän Ritter schnürte in der 40. Minute nach schöner Vorarbeit von Norman Bassette den Doppelpack zum 2:1. Und Bassette belohnte sich kurz später für sein erneut unermüdliches Rackern und Anlaufen endlich mit seinem ersten Treffer für die Roten Teufel zum 3:1 (45+1). Eine verdiente Pausenführung für das Team von Torsten Lieberknecht.
Es schien sogar ein Kantersieg im Münsterland möglich, aber der FCK ließ die Effizienz aus der ersten Hälfte vermissen und spielte zahlreiche Konter schlampig zu Ende. Der eingewechselte Redondo vergab die größte Chance zur endgültigen Entscheidung. Und so kam es, wie es im Fußball so häufig passiert. Münster erzielte erneut durch Heuer den Anschlusstreffer zum 2:3 in der 87. Minute, sodass noch einmal etwas Zittern angesagt war.
Spitzenteam Paderborn zu Gast auf dem Betze
Aber die Roten Teufel brachten das Spiel nach Hause und schrieben den zweiten Dreier in Folge. Das ist zwar beileibe kein Grund zum Abheben, aber man muss konstatieren, dass die Pfälzer die von vielen geforderten vier bis sechs Punkte gegen Fürth und Münster eingesackt haben. Spielerisch mit ganz viel Luft nach oben, aber wer gewinnt, hat bekanntlich immer Recht.
Am Samstag, 28. Februar, 13 Uhr, kommt mit dem Spitzenteam SC Paderborn ein richtig dicker Brocken auf den Betze. Die spielstarken Ostwestfalen mischen kräftig mit im Aufstiegskampf und haben gerade erst die hochgewettete Hertha mit 5:2 eindrucksvoll vom Platz gefegt. Gelingt dem FCK tatsächlich der dritte Streich in Serie, werden so manche den eigentlich längst eingemotteten Rechenschieber hervorkramen und in der Tabelle doch mal wieder einen verstohlenen Blick nach oben richten. Verrückte 2. Liga… rav
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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