FCK vor Topspiel in Nürnberg: Klose, Knipser-Ausfall und ein echter Härtetest
- Der 1. FC Kaiserslautern steht vor dem schweren Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg
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FCK. Zwei große Traditionsvereine, ein Wiedersehen mit einer echten Betze-Legende und jede Menge sportliche Brisanz: Wenn der 1. FC Kaiserslautern am Samstagabend, 24. Oktober, um 20.30 Uhr beim 1. FC Nürnberg antritt, ist im Max-Morlock-Stadion alles für einen packenden Fußballabend angerichtet.
Die Roten Teufel wollen ihre Erfolgsserie ausbauen, doch ausgerechnet der bislang ungeschlagene Club wartet als nächster Prüfstein. Und an der Seitenlinie steht mit Miroslav Klose ein Mann, der in Kaiserslautern bis heute einen ganz besonderen Platz in den Herzen der Fans hat.
Die Ausgangslage verspricht Spannung pur. Während Nürnberg mit 18 Punkten auf Tabellenplatz zwei steht, lauert der FCK mit 15 Zählern auf Rang vier. Ein echtes Spitzenspiel also, bei dem beide Mannschaften ihre Ambitionen unterstreichen wollen.
Nürnbergs Offensive trifft auf die starke FCK-Defensive
Die Franken präsentieren sich in dieser Saison bislang ausgesprochen stabil. Seit mittlerweile 13 Zweitligaspielen ist der Club saisonübergreifend ungeschlagen. Mit 21 Treffern verfügt Nürnberg zudem über die zweitbeste Offensive der Liga hinter dem VfL Wolfsburg. Wie spektakulär es beim FCN zugehen kann, bewiesen die bisherigen Samstagabendspiele: Auf einen 4:1-Erfolg gegen Arminia Bielefeld folgte ein turbulentes 4:4 gegen Wolfsburg.
Beim FCK verliefen die bisherigen Topspiele deutlich weniger torreich. Sowohl gegen Wolfsburg als auch gegen den Karlsruher SC stand am Ende ein 0:0. Dafür haben die Roten Teufel andere Qualitäten entwickelt. Gerade einmal fünf Großchancen ließ die Mannschaft von Torsten Lieberknecht bislang zu – Liga-Bestwert!
Auch die jüngste Form stimmt optimistisch. Nach dem 2:0-Heimsieg gegen den VfL Bochum ist der FCK seit drei Begegnungen ungeschlagen. Gegen die Bochumer gab es zudem zwei besondere Geschichten: Milos Lukovic feierte sein Debüt im FCK-Trikot und krönte seinen ersten Einsatz gleich mit einem Treffer. Jan Elvedi führte die Mannschaft erstmals von Beginn an als Kapitän auf den Platz.
Wiedersehen mit Klose – Nürnberg muss auf Torjäger verzichten
Besonders emotional dürfte das Wiedersehen mit Miroslav Klose werden. Der heutige Nürnberger Trainer begann 1999 beim FCK seine große Karriere, schaffte über die Amateurmannschaft den Sprung zu den Profis und debütierte am 15. April 2000 gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga. Was folgte, war eine außergewöhnliche Laufbahn bis hin zum WM-Titel 2014. Mit 71 Treffern ist Klose bis heute Deutschlands erfolgreichster Nationalmannschaftstorschütze.
Für den Nürnberger Coach gibt es allerdings auch schlechte Nachrichten. Mit Mohamed Ali Zoma fällt ausgerechnet der bislang erfolgreichste Torjäger der 2. Bundesliga aus. Der 22-Jährige erlitt gegen Energie Cottbus eine Schulterverletzung, muss operiert werden und fehlt voraussichtlich mindestens bis zur Winterpause. Auch Finn Becker, Kristian Mandic und Mikayil Faye stehen dem Club nicht zur Verfügung.
Beim FCK muss Lieberknecht weiterhin auf Kelven Frees wegen eines Muskelfaserrisses und Enis Kamga aufgrund einer Augenentzündung verzichten. Jacob Rasmussen ist dagegen wieder einsatzbereit.
Fast ausgeglichene Bilanz
Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, wie eng dieses Traditionsduell ist. In 77 Begegnungen feierten die Roten Teufel 31 Siege, Nürnberg gewann 28-mal, weitere 18 Partien endeten unentschieden. Gemeinsam bringen es beide Vereine auf 13 deutsche Meisterschaften und mehr als 2.500 Bundesligaspiele.
Das jüngste Aufeinandertreffen am 21. März 2026 entschieden die Franken allerdings deutlich mit 3:0 für sich. Für den FCK ist das Samstagabendspiel somit auch die Gelegenheit, sich für diese Niederlage zu revanchieren und im Rennen um die Spitzenplätze ein weiteres Ausrufezeichen zu setzen. [red]
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |