Beste Abwehr gegen Torfabrik: Was den FCK in Heidenheim erwartet
- Torsten Lieberknecht und Frank Schmidt treffen bereits zum 21. Mal als Cheftrainer aufeinander. Gegen keinen anderen Trainer standen beide bislang häufiger an der Seitenlinie.
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FCK. Zwei Aufstiegsaspiranten, zwei unterschiedliche Stärken und ein Wiedersehen alter Bekannter: Der 1. FC Kaiserslautern steht am Freitagabend beim 1. FC Heidenheim vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Die Zahlen versprechen ein spannendes Duell.
Es ist ein echtes Spitzenspiel zum Auftakt des 7. Spieltags der 2. Bundesliga: Wenn der 1. FC Kaiserslautern am Freitag, 9. Oktober, um 18.30 Uhr in der Voith-Arena auf den 1. FC Heidenheim trifft, stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die bislang zu den positiven Erscheinungen der Saison gehören. Während die Roten Teufel mit elf Punkten auf Tabellenplatz fünf rangieren, hat sich Bundesliga-Absteiger Heidenheim mit 13 Zählern auf Rang drei festgesetzt.
Besonders interessant ist dabei der Blick auf die unterschiedlichen Stärken beider Teams. Der FCK stellt mit lediglich vier Gegentoren aus sechs Spielen die beste Defensive der Liga. Heidenheim wiederum hat bereits 14 Treffer erzielt und damit einen neuen vereinsinternen Bestwert zum Saisonstart aufgestellt.
Stabile FCK-Abwehr trifft auf Heidenheimer Offensivpower
Die Lautrer Defensive um Torhüter Julian Krahl dürfte am Freitag besonders gefordert sein. Der FCK-Schlussmann überzeugt bislang mit einer herausragenden Quote von 88,6 Prozent abgewehrter Schüsse. Hinzu kommt die Zweikampfstärke der Mannschaft von Torsten Lieberknecht: Mit durchschnittlich 213 Duellen pro Begegnung führen die Pfälzer die entsprechende Ligastatistik an.
Doch auch die Gastgeber haben beeindruckende Zahlen vorzuweisen. Neben ihren 14 Saisontoren sind die Heidenheimer besonders bei hohen Bällen gefährlich. Bereits sechs Treffer erzielte die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt per Kopf – Ligabestwert.
Mut macht den Lautrern der jüngste 1:0-Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig. Allerdings verlief die Generalprobe während der Länderspielpause nicht vollständig nach Wunsch: Gegen den Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach kam der FCK nicht über ein 1:1 hinaus. Immerhin gab es positive Nachrichten beim Personal. Naatan Skyttä und Ivan Prtajin feierten nach ihren Verletzungen ihr Comeback, während Milos Lukovic bei seinem ersten Einsatz im FCK-Trikot gleich traf.
Heidenheim testete während der Pause ebenfalls zweimal. Einer 0:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart folgte ein 3:1-Erfolg gegen die Würzburger Kickers.
Zwei Trainer mit gemeinsamer Vergangenheit
Eine besondere Geschichte liefert das Wiedersehen auf den Trainerbänken. Torsten Lieberknecht und Frank Schmidt treffen bereits zum 21. Mal als Cheftrainer aufeinander. Gegen keinen anderen Trainer standen beide bislang häufiger an der Seitenlinie. Ihre gemeinsame Vergangenheit reicht allerdings noch viel weiter zurück: Bereits 1993 gehörten beide zum deutschen Aufgebot bei der U20-Weltmeisterschaft in Australien.
Auch auf dem Rasen könnte es ein Wiedersehen geben. Heidenheims Mittelfeldspieler Julian Niehues trug zwischen 2021 und 2024 das Trikot des FCK. In 80 Pflichtspielen erzielte er sechs Tore und bereitete zwei weitere vor.
Die bisherige Bilanz der beiden Vereine ist nahezu ausgeglichen. Von zehn Pflichtspielen gewann Heidenheim drei, Kaiserslautern zwei. Fünf Begegnungen endeten unentschieden. Auffällig: Die jeweilige Heimmannschaft blieb bislang immer ungeschlagen.
Besonders spektakulär verlief das letzte Aufeinandertreffen am 1. April 2023. Auf dem Betzenberg lag der FCK bis in die Nachspielzeit mit 0:2 zurück, ehe Nicolas de Préville und Philipp Hercher innerhalb weniger Minuten noch das 2:2 retteten.
Personelle Sorgen auf beiden Seiten
Für die Partie am Freitag muss Lieberknecht auf Kelven Frees, Owen Gibs, Erik Müller und David Schramm verzichten. Hinter dem Einsatz von Thierry Tazemeta steht wegen Rückenbeschwerden noch ein Fragezeichen.
Auch Heidenheims Trainer Frank Schmidt kann nicht aus dem Vollen schöpfen. Sirlord Conteh und Maximilian Breunig fallen weiterhin aus. Offen ist zudem, ob Marcel Costly sowie die von ihren Nationalmannschaften zurückgekehrten Budu Zivzivadze, Frank Feller und Alessandro Vogt zur Verfügung stehen.
Die Ausgangslage verspricht jedenfalls Spannung: Hier die stabilste Defensive der Liga, dort eine offensivstarke Mannschaft mit Heimvorteil. Für den FCK bietet sich die Gelegenheit, mit einem Auswärtserfolg am Tabellendritten vorbeizuziehen und seine Position in der Spitzengruppe zu verbessern. Die Heidenheimer wiederum könnten ihren Vorsprung auf die Lautrer auf fünf Punkte ausbauen. [red]
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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