Willkommensbesuche nach der Geburt: kostenlose Hilfe für Familien
- Beim ASZ werden derzeit die Taschen mit den Willkommensgeschenken gepackt. Anja Pfeiffer (rechts) machte sich vor Ort ein Bild. Links Hannah Laufer von der Abteilung Frühe Hilfen der Stadt sowie Kim Jana Frohnhöfer und Frauke Neugebauer vom ASZ.
- Foto: Stadt Kaiserslautern
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Kaiserslautern. Wer in Kaiserslautern ein Baby bekommt, kann in den ersten Monaten kostenlos Besuch von einer Fachkraft bekommen – freiwillig und ohne Verpflichtungen. Die Stadt bietet Willkommensbesuche für Eltern mit Neugeborenen an. Das Angebot gehört zu den Frühen Hilfen und entsteht in Zusammenarbeit mit dem Westpfalzklinikum und dem Arbeits- und Sozialpädagogischen Zentrum (ASZ).
So läuft die Anmeldung und der Besuch ab
Erste Informationen erhalten Eltern im Westpfalzklinikum über das Programm „Guter Start ins Kinderleben“. Über einen Flyer mit QR-Code lässt sich der Besuch anmelden. Danach meldet sich eine Fachkraft des ASZ bei der Familie und vereinbart einen passenden Termin. Das Angebot richtet sich an alle Eltern von Neugeborenen in Kaiserslautern – unabhängig von Herkunft, Lebenssituation oder Unterstützungsbedarf.
Worum es geht: Zuhören, informieren, Orientierung geben
Sozialdezernentin Anja Pfeiffer sagt: „Mit dem Willkommensbesuch möchten wir jungen Familien zeigen: Sie sind in Kaiserslautern willkommen und mit ihren Fragen nicht allein“. Weiter erklärt Pfeiffer: „Wir wollen unkompliziert informieren, zuhören und bei Bedarf den Weg zu passenden Unterstützungsangeboten aufzeigen.“ Die Besuche übernimmt ein geschultes Fachkräfteteam des ASZ aus den Bereichen Kitasozialarbeit sowie Kinder- und Jugendhilfe.
Idealerweise findet der Besuch in den ersten drei bis sechs Lebensmonaten des Kindes statt. Dabei geht es um einen persönlichen und wertschätzenden Austausch – auch zu Themen wie Eltern-Kind-Gruppen und offenen Treffpunkten, Beratungsstellen, Familienbildungs- und Hebammenangeboten sowie finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten. Außerdem können Fragen zur Entwicklung des Kindes, zu Betreuungsangeboten oder zur Kitaanmeldung angesprochen werden.
„Der Besuch ist ausdrücklich freiwillig und keine Kontrolle“, betont Pfeiffer. „Jede Familie entscheidet selbst, welche Themen sie beschäftigen und welche Unterstützung sie in Anspruch nehmen möchte. Oft kann schon eine gute Information zur richtigen Zeit eine wertvolle Hilfe sein.“ Zum Willkommensbesuch gehört auch ein kleines Begrüßungsgeschenk: Die SWK Stadtwerke Kaiserslautern unterstützen das Projekt mit gesponserten Kirschkernkissen, die Stadt steuert unter anderem einen Knisterfisch bei. Finanziert werden die Willkommensbesuche aus Mitteln der Bundesstiftung Frühe Hilfen.
Wer sich zusätzlich informieren möchte: Die Frühen Hilfen der Stadt Kaiserslautern bündeln Hinweise rund um die ersten Lebensjahre, außerdem hilft die Datenbank bei der Suche nach passenden Angeboten unter kaiserslautern.de/sozial_leben_wohnen/soziales_und_gesellschaft/familien/netzwerk_kinderschutz/fruehehilfen/index.html.de. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |
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