Schüler des ASG machen Vorschläge zur Gestaltung des Rathausvorplatzes
Von der innerstädtischen Brache zur lebendig pulsierenden Kernzone

Der Plan des Rathausarchitekten Roland Ostertag aus der Festschrift zur Eröffnung 1968
  • Der Plan des Rathausarchitekten Roland Ostertag aus der Festschrift zur Eröffnung 1968
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ASG. Im Rahmen der Profiltage am Albert-Schweizer-Gymnasium beschäftigt sich der Kurs Bildende Kunst der Jahrgangsstufe zwölf von Michael Fetzer mit der Gestaltung des Rathausvorplatzes. Am vergangenen Freitag wurden die Ergebnisse im Zeichensaal der Schule präsentiert.
1968 wurde das Rathaus Kaiserslautern eröffnet, und auch das neu gestaltete Rathausareal. Seitdem hat dieser zentrale öffentliche Raum nicht funktioniert, sondern sich zu einem städtischen Unort entwickelt, der von dem überwiegenden Teil der Bevölkerung nur als Durchgang genutzt wird, zur Bushaltestelle oder zum Rathaus, meistens ausschließlich bei Tageslicht. Wichtigster Grund dafür: Die vom Rathausarchitekten Roland Ostertag vorgesehenen Funktionen fehlen. Für Jugendliche fehlen Beschäftigungsmöglichkeiten, und das schon seit Jahrzehnten. Außerdem gibt es keine Sitzgelegenheiten.
Immer wieder wurde auf dem Rathausareal an Symptomen herumgedoktert, ohne die eigentlichen Probleme substanziell zu bearbeiten. Collagenhaft lassen sich einzelne Baumaßnahmen aus unterschiedlichen Jahrzehnten erkennen, die allerdings wie hilflose Rettungsversuche wirken. Zusammenfassend betrachtet zeigt sich das gesamte Areal mit zwei in sich gut funktionierenden, stadtbildbestimmenden Solitärbauten, dem Rathaus und dem Pfalztheater.
Die umliegenden Freiflächen sind zwar weitgehend verkehrsfrei und gut begrünt, sogar leicht erhöht gelegen und mit Aussicht und bieten Potenzial, um Erholungs- und Begegnungsräume zu schaffen. Zur Zeit werden diese Flächen jedoch unpassend oder nicht genutzt, sind verwahrlost und unübersichtlich, auch sogenannte Angsträume sind entstanden. Rühmliche Ausnahme sind die zahlreichen, beliebten Bänke vor der Villa Munzinger.
„Notwendig ist ein Kulturwandel, der jahrelang dauern wird − von der innerstädtischen Brache zur lebendig pulsierenden Kernzone und zum Erholungsraum“, sind sich die Schülerinnen und Schüler einig. „Nicht nur Verbote und Überwachungskameras sind gefragt, sondern es müssen positive Reize gesetzt werden mit Bewegungsmöglichkeiten und kreativen Sitzgelegenheiten“, so die Projektteilnehmer.
In ihrer Projektarbeit haben sich die Schülerinnen und Schüler zum Ziel gesetzt, frische Ideen zu dem lokalpolitisch aktuellen Thema beizusteuern. Die Bürger und möglichen Nutzer sollen aus der Resignation und Komfortzone herausgeholt werden, Bedarfe sollen geweckt werden. Darüber hinaus bekommen die Teilnehmer des Projekts Einblick ins Thema „Stadtplanung“. ps

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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