Neugestaltung der Theaterwiese verzögert sich – Stadtrat stoppt ursprüngliche Planung
- Nun soll ein wesentlich größeres Gebiet komplett neu überplant werden – von der Martin-Luther-Straße bis zum Rathausvorplatz. Auch das Dach des Parkhauses, der sogenannte „Theatergarten“, soll in die Planungen einbezogen werden.
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Kaiserslautern. Die geplante Neugestaltung der Theaterwiese in Kaiserslautern verzögert sich deutlich. Der Stadtrat lehnte am 11. Mai den Vorschlag der Verwaltung ab, zunächst ein Fachplanungsbüro nur für die Fläche zwischen Casimirschloss und Pfalztheater-Parkhaus zu beauftragen. Stattdessen soll nun ein wesentlich größeres Gebiet komplett neu überplant werden – von der Martin-Luther-Straße bis zum Rathausvorplatz. Auch das Dach des Parkhauses, der sogenannte „Theatergarten“, soll in die Planungen einbezogen werden.
Die Stadtspitze warnte jedoch bereits in der Sitzung vor erheblichen Problemen. Oberbürgermeisterin Beate Kimmel sowie Stadtentwicklungsdezernentin Elke Franzreb machten deutlich, dass eine so umfangreiche Planung deutlich mehr Zeit und Geld kosten werde. Vor allem die mögliche Umgestaltung des Parkhausdaches wirft laut Verwaltung zahlreiche Fragen auf – unter anderem zu Statik, Eigentumsrechten und Baurecht. Beim Rathausvorplatz kommen zusätzlich hohe Anforderungen durch den Denkmalschutz hinzu.
Durch den größeren Umfang müsste die Planung nun europaweit ausgeschrieben werden. Dafür fehlen aktuell jedoch die notwendigen Mittel im Haushalt der Stadt. Die Oberbürgermeisterin forderte deshalb die Fraktionen im Stadtrat auf, zunächst konkrete Vorstellungen für die Zukunft des gesamten Areals vorzulegen. Erst danach könne eine umfassende Masterplanung sinnvoll vorbereitet werden.
Besonders brisant: Die Neugestaltung der Theaterwiese war politisch eigentlich längst beschlossen. Bereits 2024 hatte der Stadtrat entschieden, die Fläche inklusive eines künstlichen Lauter-Bachlaufs neu zu gestalten. Auch die Bürgerinnen und Bürger waren bereits beteiligt worden. Im September 2024 hatte die Stadt eine gut besuchte Beteiligungsveranstaltung durchgeführt. Die dort gesammelten Ideen sollten ursprünglich in die konkrete Fachplanung einfließen.
Mit dem Baustart wollte die Verwaltung ohnehin bis nach dem Jubiläumsjahr 2026 warten, um die Innenstadt nicht zusätzlich durch eine Großbaustelle zu belasten. Durch den neuen Ratsbeschluss dürfte sich das Projekt nun aber noch deutlich länger hinziehen.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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