Neue Plakate an Haltestellen: Unsichtbare Behinderungen im Fokus
- Fotokünstler Thomas Brenner ( von links) und Wall-Vertriebsleiter Kevin Lorson zusammen mit Constanze Augustin und Heiko Elmenthaler von der städtischen Schwerbehindertenvertretung und Oberbürgermeisterin Beate Kimmel
- Foto: Stadt Kaiserslautern/gratis
- hochgeladen von Monika Klein
Kaiserslautern. An vielen Bushaltestellen im Stadtgebiet hängen ab Dienstag, 6. Oktober, neue Motive, die auf nicht sofort sichtbare Behinderungen aufmerksam machen.
Hinter der Aktion steht die städtische Schwerbehindertenvertretung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit einer solchen Beeinträchtigung werden auf den Bildern, die von Fotokünstler Thomas Brenner angefertigt wurden, auf kreative Weise in ihrem beruflichen Umfeld dargestellt.
Wo die Motive zu sehen sind
Die Plakatserie läuft eine Woche lang an 50 Wall-Plakatträgern an Bushaltestellen sowie an zehn digitalen Infostelen im gesamten Stadtgebiet. Bereits seit einigen Wochen zeigt die Stadt die Motive außerdem im Foyer des Rathauses.
Die Bilder verbinden nach Angaben der Stadt persönliche Geschichten der Porträtierten mit einem augenzwinkernden, zugleich zum Nachdenken anregenden Spruch.
Oberbürgermeisterin Kimmel: „hinzuschauen, zuzuhören“
Oberbürgermeisterin Beate Kimmel betont: „Behinderungen sind längst nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Umso wichtiger ist es, hinzuschauen, zuzuhören und Menschen nicht vorschnell aufgrund dessen zu beurteilen, was wir wahrnehmen oder eben nicht wahrnehmen“.
Zur Wirkung der Motive sagt Kimmel außerdem: „Die Plakate schaffen auf sehr eindrückliche und zugleich sympathische Weise Aufmerksamkeit. Ich freue mich, dass wir die Ausstellung nun aus dem Rathaus hinaus in die Stadt tragen können.“
Die Idee für die Plakataktion entstand im Nachgang einer Ausstellung im Rathausfoyer im Dezember 2025, die die Schwerbehindertenvertretung der Verwaltung initiiert hatte. Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember zeigte die Stadt dort bereits die Porträts; für die aktuelle Serie gestaltete sie die Motive neu und versah sie mit neuen Texten. Unterstützt wird die Aktion von der Firma Wall, die die insgesamt 60 Plakatflächen kostenlos zur Verfügung stellt. red
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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