Keine Lösung für integrative Kitas: Es fehlt der politische Wille
- Seit 2021 wird in Rheinland-Pfalz über eine einheitliche Regelung für integrative Kitas verhandelt – bislang ohne Ergebnis
- Foto: Lebenshilfe/David Maurer
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Kaiserslautern. Seit 2021 wird in Rheinland-Pfalz über eine einheitliche Regelung für integrative Kitas verhandelt – bislang ohne Ergebnis. „Die Gespräche sind erneut ergebnislos geblieben“, sagt David Lyle, Geschäftsführer der Lebenshilfe Westpfalz. „Nach allem, was wir wissen, fehlt es schlichtweg am politischen Willen, endlich zu einer Lösung zu kommen.“
Unklar bleibt weiterhin, wie Leistungen für Kinder mit und ohne Behinderung in den integrativen Kitas abgerechnet werden sollen, ob Trägeranteile für freie Träger ohne eigene Einnahmen zumutbar sind und wie Verfahren vereinfacht werden können. Auch Eltern haben ein Schreiben an das Bildungsministerium, zu Händen des zuständigen Ministers Sven Teuber, geschickt – bis heute ohne Antwort. Für Elternsprecher Lukas Schur ist das ein weiteres Zeichen fehlender Entschlossenheit.
Dabei könnte das Land per Verordnung längst Klarheit schaffen. „Aussitzen ist keine Option. Kinder, Mitarbeitende und Träger tragen die Last und trotz klarer Unterstützung durch den Stadtrat und der Stadtspitze der Stadt Kaiserslautern gilt: „Ohne landesweit verbindliche Vorgaben bleibt jede lokale Lösung nur ein Provisorium. Aktuell leben wir von einer Übergangslösung zur nächsten, so Lyle.“
Landesweiter Protesttag am 12. Dezember
Am Freitag, 12. Dezember, beteiligen sich alle integrativen Kitas der Lebenshilfe Rheinland-Pfalz an einem landesweiten Protesttag. In Kaiserslautern setzen alle integrativen Kitas ein Zeichen.
Die Kita Wipo-Wichtel wird um 7.30 Uhr für kurze Zeit den Zugang zur Einrichtung verdunkeln und absperren. Eltern, Kinder und Mitarbeitende werden gemeinsam vor der Tür stehen und die zentralen Fragen stellen: Geht hier bald das Licht aus? Kann ich als Elternteil zukünftig meiner Arbeit noch nachgehen?
Zum Abschluss richtet Lukas Schur den Appell klar an die Verantwortlichen: „Es kann nicht sein, dass die Unentschlossenheit der Verantwortlichen auf dem Rücken der Familien und den Beschäftigten ausgetragen wird. Es ist wichtig, diese Kritik deutlich an Städtetag, Landkreistag und nach Mainz zu richten.“ (Petition: https://chng.it/XL7SH9VTqL) red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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