BriMel unterwegs
Ein unvergesslicher „Tag der offenen Tür“ am Modellflugplatz
- Weltuntergangshimmel
- Foto: Brigitte Melder
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Haßloch. Am 5. Juli fand bereits im zweiten Jahr der „Tag der offenen Tür“ beim MFV Modellflugverein Haßloch e.V. kurz vor der Ortsgrenze Haßloch statt. Der Verein möchte für die großen und kleinen Gäste einen kleinen Einblick in das Hobby des Modellfliegens geben, was es alles für Modellflugzeugs gibt und sich selbst als Verein vorstellen. Es besteht die Möglichkeit, mit einem der anwesenden Mitglieder eine Runde in der Luft zu drehen. Vom Alter her könnte man sagen, von 8 bis 80 kann das praktische Fliegen jeder lernen. Das Fest war von 10 bis 17 Uhr gut besucht, obwohl sich zwischendunkle Wolken ankündigten. Für Essen und Trinken war von den Vereinsmitgliedern bestens gesorgt worden und leckere Kuchen standen auch bereit. Von April bis Oktober findet von 17 bis 19 Uhr jeden Donnerstag ein Lehrer-Schüler-Fliegen statt, woraufhin das Interesse so groß war, dass sie sogar schon Kinder aufgenommen haben, die unbedingt in den Verein wollten. Es gibt momentan 75 Vereinsmitglieder, wovon ca. 20 heute anwesend waren. Die schattenspendenden Markisen und Pavillons sollten am heutigen Tage sozusagen zu „Regenschirmen“ zweckentfremdet werden. Die Moderation über den Tag hatte Michael Müsel übernommen.
Der 10-jährige Lewis aus Speyer war heute mit seinem Opa Enrico bereits zum dritten Mal hier und hat schon Flugerfahrung gesammelt mit Segelfliegern und Motorfliegern. Ein großes Lob von Michael Lindacher an den Verein möchte ich hier wiedergeben. Es ist wunderbar, dass man hier als Rollstuhlfahrer barrierefreien Zugang hat, der Vorstand verhielt sich vorbildlich bei seinem Eintreffen und hat ihm extra Platz gemacht. Ein fettes Lob!
Und dann gab es eine kurze Unterbrechung wegen abenteuerlichen Sturmböen und einem unglaublichen Regenschauer. Beides brachte die Markisen und Pavillons an ihre Grenzen der Stabilität. Immer wieder packten die Gäste und Mitglieder mit an und entleerten die vollgelaufenen Dächer. Nasse Menschen bis auf die Haut, die Elektronik konnte nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden und auch hier gab es kostspielige Schäden. Die draußenstehende Rieslingschorle wurde zu einer Autofahrerschorle verdünnt. Alle drängten ins Innere oder zumindest unter das Dach. Nach dem Regenschauer musste man sich erstmal „trockenlegen“. Der junge Adrian entdeckte im Gebüsch derweil eine unbekannte Spinnenart, die etliche Gäste anlockte und erraten werden wollte (es war eine Gartenkreuzspinne). Die Modellflugzeuge waren eh noch nicht wieder startklar. Auch die Ladegeräte und Sender sowie alle anderen Elektrosachen waren nass geworden. Die ganze „Lightshow“ hatte Wasserschaden und alles live und in Farbe zu erleben; dieser Tag wird unvergesslich bleiben.
Im Zuge des Ferienprogrammes vom „Blaubär“ findet am 16. Juli hier von 11 bis 17 Uhr das Blaubeerfliegen statt. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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