BriMel unterwegs
Drei Tage „Lichterfest“ im Tierheim
- Claudia Klippel bei der Igelfütterung, dahinter "fütterte" man sich selbst
- Foto: Brigitte Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Haßloch. Bereits zum 18. Mal fand im Haßlocher Tierheim vom 10. bis 12. Juli 2026 das traditionelle Lichterfest im Füllerweg statt. Der Veranstalter ist der Tierschutzverein Haßloch und Umgebung e.V. Der Erlös der Veranstaltung kommt zu 100 % den Schützlingen zu Gute. Und weil es sich letztes Jahr so gut bewährt hatte, einen kostenlosen Shuttle-Service anzubieten, wurde es dieses Jahr noch einen Tick luxuriöser, nämlich mit einem größeren Mercedes-Bus des Fahrdienstes Zander aus Haßloch. Eine Dame am Tisch meinte, dass die Fahrerin total nett sei und man sehr gerne das Angebot wahrnimmt.
Nach dem Stand vom „Fressnapf“ Neustadt und der „Tierbestattung Engelspfote“ Haßloch gelangte man wieder an den Fütterungsstand von „Igelmama“ Claudia Klippel, die heute sieben Igelbabys zu füttern hatte und für ein kleines Schauspiel unter den großen und kleinen Gästen sorgte. Vier Igelchen wiegen zwischen 73 und 85 Gramm und drei zwischen 150 und 250 Gramm, die bekommen nämlich etwas anderes als Aufzuchtmilch zu fressen.
Im Gespräch mit Nicole Fützenreiter, der ersten Vorsitzenden und Tierheimleitenden, kam zutage, dass sie mit momentan 29 Katzenbabys, verwilderten Katzen und 17 ausgewachsenen Katzen eine wahre Schwemme haben. Und jetzt beginne auch noch die Igelbaby-Saison, die per Handaufzucht groß werden. Dann haben sie auch noch ein „Schäferhundmädchen“ (2 bis 3 Jahre alt) zu versorgen. Das ist der Tierbereich und dann hatten sie ja einen Wasserschaden gehabt und sind am Renovieren. Wie es aussieht müssen so langsam das Tierheim erneuern, denn auch die Isolierung ist futsch. Deshalb der Hilferuf „Wir brauchen ganz dringend Personal und suchen schon seit drei Monaten vergeblich!“ Vollzeitkräfte in 40 Stundenwoche sollten es sein. Am Sonntag sollte es noch ein Kuchenbuffet und eine Tombola geben. Viel Vorbereitung war bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern Tage vorher angesagt und die Tische schmückten saisonale Sonnenblumen. Hier fehlt es an Helfern und Unterstützern. Zum Fest kommen immer mehr Leute von weit über die Grenzen von Haßloch hinaus. Man hat bemerkt, dass man über die Social-Media-Seiten zum Beispiel viel mehr Leute erreicht. Sie planen jetzt schon für das Andechser Bierfest einen Basar für Tierbedarf (samstags und sonntags) im Hof der Familie Gensheimer und am 2. Advent findet die Tierweihnacht statt, die erfahrungsgemäß immer sehr gut besucht ist. Wie man sieht steckt sehr viel Arbeit, Engagement und Herzblut drin.
Die Schattenplätze waren heiß begehrt an diesen drei Tagen. Zum Essen und Trinken gab es reichlich und sogar ein Stand „Spritz & Schnääkes“ mit Cocktails, Popcorn und Käse/Melonenwürfel bei Ute Tsapandis-Merz und Kollegin fand regen Zuspruch. An der Bon-Kasse wechselten sich Mike, Marita und Heiko ab. Die Band „Paladinos“ vom Freitag war heute nicht da, sondern „X-Change“ wollten musikalisch unterhalten. Es war wieder eine schöne Atmosphäre mitten in der Natur, wo sich eigentlich sonst Fuchs und Has‘ „Gute Nacht“ sagen. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.