Es bleiben hohe Versicherungsbeiträge
Dammbau kein Schutz für den Ort
- von IUS 1981 Planfeststellung
- Foto: G.Moses
- hochgeladen von Günter Moses
Schutz fürs Industriegebiet, ein Risiko. Die gerade beginnenden Dammarbeiten westlich des „Industriegebietes Süd“ in Haßloch sind nicht Teil des „Integrierter Hochwasserschutz mit Gewässerneuentwicklung des Rehbachs“ aus 2013. Von diesem 7 Millionen Projekt ist der Landkreis Träger dieser Fehlplanung. Dorf und Industriegebiet erhalten keinen HW-Schutz. Auf Betreiben der Industrie und Handelskammer (IHK) ließ die Ortsgemeinde vor 7 Jahren eine Studie erstellen um die Industriebetriebe vor HW zu schützen. Die Planung zum Dammbau um das Gelände erwies sich als Fehler. Der sandige Waldboden erforderte einen breiteren und höheren Damm, statt 2:1 nun 3:1 Strukturverhältnis. Die Kosten verdoppelten sich auf mind. 900 000 €.
Die im Süden und Westen zu errichtenden beiden Dämmen schützen das Industriegebiet, ohne Unwetterbegleitung, nicht die Obermühle, nicht die Ortslage so Studie vom Ing-Büro Hydrotec von 2012. Das von Westen kommende HW des Speyer- und Rehbaches leiten sie neben der Obermühle in den Rehbach.
- BGS Untersuchung 2014
- Foto: G.Moses
- hochgeladen von Günter Moses
Konsequenz: Das HW wird durch das Industriegebiet zum Hubertushof/Lachener Weg geleitet! Mit einem begleitenden Unwetter können versperrende Objekte wie umgefallene Bäume oder abgerissene Dachteile den Bachlauf blockieren und „von hinten“ das Gewerbegebiet fluten. Auf diesen Sachverhalt wies die BI-HW-Schutz vergeblich mehrmals hin. Zumal über diesen Abschnitt DIE RHEINPFALZ am 11. Febr . 2013 von vielen baulichen „Unregelmäßigkeiten“ mit Baugenehmigungen seit 2004 berichtete. „Im Gewerbegebiet richtet sich keiner nach den Vorgaben des Bebauungsplans“, so ein Bauherr vorm Kreisrechtsausschuss. Als Alternative bietet sich das HW nach Süden um das Gewerbegebiet herum zu leiten.
- von ips 1981
- Foto: G.Moses
- hochgeladen von Günter Moses
Beim letzten großen HW an Pfingsten 1978 strömte das Wasser zw. Pfalz- und Obermühle über das Südufer in den Ordenswald. Hierzu dokumentierte das Ing.-Büro ipr 1981: „Der natürliche HW-Abschlag bewirkte, dass von Haßloch über Böhl-Iggelheim, bis Schifferstadt nur begrenzte Überflutungen auftraten“, > HW-Schutz!! Der „Gewässer Pflegeplan von 1997“ dokumentiert dies zusätzlich. Kreisverwaltung handelte nicht im Einklang mit der Bevölkerung, keine Anhörung: ein Grundsatz EU-WRRL.
Mit dem Dammbau bleibt zu erhoffen, dass die Wasserkraftnutzung mit dem Sohlsprung an der Obermühle wiederhergestellt wird. So sieht es die neue Förderrichtlinie von RLP „zum Erreichen einer ökologisch verträglichen Wasserkraftnutzung“ vor
- Foto: G.Moses
- hochgeladen von Günter Moses
Der Erhalt des Sohlsprungs schützt die Obermühle vorm Einsturz. Die Mühle ist gegründet auf mächtigen Holzstämmen die permanent im Grundwasser stehen müssen!
Auch der Dammbau verhindert nicht in der Ortslage die höchste Risikoeinstufung der Gebäudeversicherung H4, gerade wieder ganz aktuell als Mitteilung einer Versicherung.
- von BGS-Wasser 2014
- Foto: G.Moses
- hochgeladen von Günter Moses
„Das sehr dramatische HW 1883 traf die Ortslage von Westen her. Im Bereich ober- bzw. unterhalb der Pfalzmühle trat das Wasser an einigen Stellen über das Nordufer und breitete sich im Gebiet Füllergasse, abwärts auf die Wohnanlagen hin“. Die Sicherstellung des HW-Verlaufs von1978 zeigte ein Vertreter des Ing.-Büros der BI vor Ort, Gesamtkosten 0,5 Mio.€. Dieser Sachverhalt durfte nicht in Planantrag Rehbach Eingang finden!
- von BGS
- Foto: G.Moses
- hochgeladen von Günter Moses
Autor:Günter Moses aus Haßloch |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.