BriMel unterwegs
Offizielle Vorstellung der Ringer-Verbandsliga-Mannschaft
- TSG Haßloch Ringerabteilung mit neuen gesponserten Trainingsanzügen
- Foto: Brigitte Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Haßloch. Es ist vollbracht! Nach 36 Jahren gibt es bei der TSG Haßloch Ringerabteilung endlich wieder eine Mannschaft in der Verbandsliga Rheinland-Pfalz. Der jüngste Ringer ist 15 Jahre alt und der Älteste 40 Jahre. Am heutigen 10. August trainierten unter den wachsamen Augen der Trainer Waldemar Baukin, Marco Stromberg und Nicolai Gößner die 15- bis 22-Jährigen. Waldemar Baukin hat es über die Jahre geschafft, die Ringerabteilung am Leben zu halten, so dass mittlerweile 16 gemeldete Ringer aus dieser Runde starten können. Dank den Sponsoren Fielmann Haßloch und Brennholz Pfalzgraf, die dem Verein etwas unter die Arme gegriffen haben.
Am besten ist es relativ früh mit dem Ringertraining zu beginnen, ratsam vom 6. bis 12. Lebensjahr. Voraussetzung ist die Lust am Ringen, alles andere wie Koordination wird im Verein gefördert.
Der in Böhl-Iggelheim wohnende Nicolai Gößner erzählte, dass er einer Ringerfamilie entstammt und das Ringen in Haßloch gelernt hat. Sein Vater und Opa stammen aus Ludwigshafen-Friesenheim.
In der Ringerhalle der TSG Haßloch wartete man gespannt auf die Ankunft von Maria Becht der Fielmann-Filiale in Haßloch. Sie brachte den Sportlern heute einen großen Karton mit gesponserten neuen Trainingsanzügen mit: Türkisfarbene Oberteile und schwarze Hosen. Nach Gewichtsklassen wurden die jungen Sportler aufgerufen und stellten sich für ein Gruppenfoto auf. Das ging alles super schnell, so dass um 18.15 Uhr bereits das Foto mit Trainern und Maria Becht im Kasten war. Danach musste jeder Ringer nochmal separat als Model fungieren. Es sind alles Eigengewächse, die mit 6 Jahren im Verein angefangen haben. Auch der Ringer-Abteilungsleiter Alexander Schmidt, 1. Vorsitzender Hans-Jürgen Armbrust und der Physiotherapeut Draga Maksym hatten sich heute zu diesem besonderen Tag eingefunden.
Der seit 1993 hier wirkende Waldemar Baukin machte strengen Blickes das Training mit den 22 Ringern, unter denen sich auch zu Beginn zwei junge Frauen befanden, und eins muss man ihm lassen, die durchtrainierten Jungs „spurten“ aufs Wort. Die kleine Halle schien fast zu eng, aber Übung macht den Meister. Ein paar Runden warmlaufen, abrollen, springen, Geschwindigkeitsübungen sowie Dehnübungen gehörten zum Programm. Zack zack zack ging das; da war kein Leerlauf drin. Brücke, Überschlag und zeitweise sah es wie ein Headspin beim klassischen Breakdance aus. Dann hieß es „Nehmen Sie einen Partner!“ Es wurde gekämpft, von den Trainern korrigiert und Hilfestellungen gegeben. „Greift an! Los!“ rief der Trainer Waldemar Baukin. „Arm blockieren und springen!“ rief ein anderer zwei Ringern zu. Die Überraschungseffekte sind das A und O beim Ringen. Nach fast einer Stunde dann endlich eine Trinkpause für die erhitzten Ringer.
Pressetext: Dank der intensiven und erfolgreichen Jugendarbeit stellt die TSG Haßloch erstmals eine Mannschaft in der Verbandsliga, die überwiegend aus Ringern aus den eigenen Reihen besteht. „Darauf sind wir besonders stolz“, betont die Abteilungsleitung. „Unser Ziel war es von Anfang an, junge Talente langfristig auszubilden und ihnen den Weg in den Aktivenbereich zu ermöglichen. Dass wir nun mit einer Mannschaft antreten können, die größtenteils aus Eigengewächsen besteht, bestätigt unseren eingeschlagenen Weg.“ Auch Trainer Waldemar Baukin blickt optimistisch auf die neue Saison: „Es ist wichtig, unseren jungen Athleten die Möglichkeit zu geben, sich auf der Matte zu beweisen. Sie haben sich diese Chance durch ihren Einsatz und ihre Entwicklung in den vergangenen Jahren verdient. Jetzt können sie zeigen, was in ihnen steckt.“ Verstärkt wird das junge Team durch zwei erfahrene Athleten. Mit dem 36-jährigen Nicolai Gößner wechselt ein alter Bekannter vom VfK Schifferstadt zurück nach Haßloch. Für Gößner ist die TSG kein unbekanntes Pflaster: Bereits vor rund 30 Jahren begann er hier seine Ringerlaufbahn. Auch familiär bestehen enge Verbindungen nach Haßloch. Sein Vater, Roger Gößner, selbst erfolgreicher Ringer und Medaillengewinner bei Europa- und Weltmeisterschaften, lebt in Haßloch. Gemeinsam mit Gößner stößt auch Marco Stromberg zur TSG Haßloch. Der 40-jährige Athlet aus Koblenz hatte seine aktive Karriere eigentlich bereits beendet, ließ sich jedoch vom Haßlocher Ringerprojekt überzeugen. „Es ist eine tolle und sehr ehrgeizige Truppe. Da macht es einfach Spaß, noch einmal auf die Matte zu gehen“, erklärt der Routinier, der seine Erfahrung künftig in die junge Mannschaft einbringen möchte. Mit der gelungenen Mischung aus talentierten Eigengewächsen und erfahrenen Leistungsträgern blickt die TSG Haßloch optimistisch auf die neue Verbandsliga-Saison. Im Mittelpunkt steht dabei die Weiterentwicklung der eigenen Nachwuchsringer, die auf Verbandsliga-Niveau wertvolle Wettkampferfahrung sammeln sollen. Gleichzeitig möchte sich das Team als geschlossene und konkurrenzfähige Mannschaft in der Liga etablieren.
Sie können sich schon einmal den 5. September vormerken, da findet der erste Wettkampf in der TSG-Halle gegen VfL Bad Kreuznach II statt. Es folgen der 03.10. gegen KSV 05 Worms, 07.11. gegen AC Thaleischweiler und 14.11. gegen ASV Ludwigshafen. Und noch was: Es werden immer noch Sponsoren gesucht. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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