BriMel unterwegs
Blues Session mit ElVille Bluesband und Jessica Born
- Die ElVille Blues Band mit Sängerin Jessica Born
- Foto: Johann-Peter Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Haßloch. Die ElVille Bluesband ist eine sehr gefragte Formation und momentan im Dauereinsatz. Keine Lust auf Fasching? Da konnte Abhilfe geschaffen werden mit einem grandiosen Konzerterlebnis mit einer Akustik, die seinesgleichen sucht. Am Abend des 17. Februar fand im wundervollen Ambiente im „Saal Löwer“ der „Einstieg“ mit Gastsängerin Jessica Born statt. Folgen sollten am 18. Februar in der gleichen Zusammensetzung das „Badehaisel“ in Wachenheim und am 19. Februar das „Kulturzentrum dasHaus“ in Ludwigshafen.
Pressetext: Es gibt nicht viele deutsche Sängerinnen, die Blues, Soul, Jazz und Rock ähnlich stilsicher und authentisch interpretieren können und über eine intensive Ausdruckskraft und vokaltechnische Qualität verfügen wie Jessica Born. Erstaunlich, mit welch unbändiger Energie und niemals zurückgehaltenem Gefühlsüberschwang sich Jessica Born in textlich dramatische Songklassiker hineinstürzt, wie zum Beispiel „I’drathergo blind“ (Etta James/Beyonce, Beth Hart) oder „Ball & Chain“ (Janis Joplin/Big Mama Thornton), wobei der hohe emotionale Erregungszustand ihrer gesanglichen Performance niemals überkandidelt oder kitschig wirkt, sondern im Gegenteil glaubwürdig und zutiefst menschlich. Mit der ElVille Bluesband hat sie viele Konzerte gegeben. Band und Sängerin harmonieren atemberaubend, die Musiker reagieren einfühlsam und aufmerksam auf Jessica Borns Emotionalität und ergänzen diese mit größter Virtuosität.
Der Saal Löwer war wieder einmal ratzfatz voll (ca. 150 Gäste) und bis an die Wände drängte sich das Publikum. Die Musikrichtung traf den Geschmack eines breiten Publikums. Wie immer organisierte die Veranstaltung die Bürgerstiftung Haßloch, wobei auch heute wieder alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer am Start waren. Bei der Lichttechnik hatte heute Sven (MusicWeber) die Finger an den Reglern. Der Vorsitzende der Bürgerstiftung Hajo Klein war sowohl beim Aufbau der Technik als auch bei der Begrüßung involviert.
Die Blues-Session mit der ElVille Blues Band setzt sich zusammen aus den hervorragenden Musikern Tom Schaffert (Gitarre), Sam Sommer (Schlagzeug), Frowin Ickler (Bass) und Tom Karb (Hammond). Jeder Musiker hatte seinen Raum und Part, um sich zu präsentieren, da kam keiner zu kurz. Jessica Borns Stimmfarbe erinnert an Amy Winehouse mit einem immens breiten Spektrum an Tönen. Das Publikum wartete nicht all zu lange, um beherzt mitzuwippen und zu tanzen. Vom ebenfalls anwesenden Felix Hammann, der stellvertretende Vorstand des Badehaisel-Vereins, erfuhr ich, dass Jessica Born früher die Hauptsängerin der ElVille Bluesband war. Jessica Born kommt aus Aschaffenburg und entdeckte sehr früh ihre Leidenschaft für Musik und Gesang. Wen wundert es also, dass sie bereits seit ihrem 14. Lebensjahr auf der Bühne steht. Die durchweg positiven Pressestimmen überschlagen sich vor Lob: Blues-Rockröhre, Stimmgewalt mit gefühlvoller, eindringlicher Stimme mit schwarzem Timbre und unverkennbarem Charakter und ekstatischen Momenten. Und am eigenen Leib spürte man Gänsehaut pur, also nicht übertrieben. Eine Stimme wie nicht von dieser Welt!
Tom Schaffert hatte nicht nur ein erstklassiges Gitarrensolo, auch alle anderen Musiker konnten ihr Können zeigen. Egal ob „Don’tburn down the bridge“, „Done got over it“, „Summertime“ oder „Brightest star“ – alle mit so einer Intensität gesungen, dass Frowin Ickler anschließend meinte, sie habe sich die Seele aus dem Leib gesungen. „Natural women“ war zum Dahinschmelzen und bekam durch die mega Gitarrenriffs noch das gewisse Etwas. Dem Publikum gefiel, was es hörte und applaudierte aus vollem Herzen. Es wurde temporeicher und der Dielenboden bebte von den Tänzern. Beim Song „Every Day“ sang das Publikum den Refrain mit. „Gimme shelter“ war das letzte Stück vor der Pause, in der wieder der obligatorische Sektkübel mit Scheinchen gefüllt wurde.
Frisch gestärkt ging es dann instrumental weiter, ohne Jessica Born, die danach wieder ihre Einsätze hatte. „Hot wheels“, „Go ahead“, „Lets start again“, „Rather go blind“, „Out oft he rain“, „Whats the truth“, „I wish“ und “Think“ folgten. Die Vorstellung der Bandmitglieder nahte und noch einmal wurde das Publikum mit einbezogen zum Refrain „Freedom“. Blumen für die Dame und heftige Zugaberufe wurden laut und anhaltend bis die Band nicht mehr widerstehen konnte. Tom Schaffert wies noch auf die kommenden Veranstaltungen hier im „Saal Löwer“ hin, wo am 17. März auch der Sänger und Gitarrist Marvin Scondo mit seiner fantastischen Stimme kommen wird. Am 13. April kommt Sandie Wollasch. Und nach der Zugabe war dann kurz nach 22 Uhr wirklich Schluss. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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