Unterschätzte Rebsorte
Erfolg für Leisböhl-Wein beim Deutschen Rotweinpreis

Mitglieder des Vereins Leisböhler WeinKultur und der Erste Beigeordnete Tobias Meyer gratulieren Michael und Martin Braun vom Wein- und Sektgut Braun zum Erfolg beim Deutschen Rotweinpreis.
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Beim von der Fachzeitschrift VINUM ausgerichteten Deutschen Rotweinpreis hat der 2015er „Johann Casimir“ Gänsfüßer trocken vom Wein- und Sektgut Braun ein sehr beachtliches Ergebnis erzielt. In der Kategorie „Unterschätzte Rebsorten“ kam der Leisböhl-Wein in die Finalrunde und gehört damit zu den besten Weinen seiner Kategorie. Eine solche Auszeichnung mache stolz und spreche für die Qualität der Lage „Haßlocher Leisböhl“, so der Erste Beigeordnete Tobias Meyer. Gemeinsam mit Vertretern des Vereins Leisböhler WeinKultur gratulierte er Michael und Martin Braun zu diesem Erfolg.

Der Gänsfüßer ist eine sehr alte und fast vergessene Rebsorte. Im 16. Jahrhundert hingegen war der Gänsfüßer in Südwestdeutschland durchaus verbreitet. Allerdings ist die Rebe ziemlich starkwüchsig und kann Baumstrukturen entwickeln. Das macht die Rebe schwierig und erfordert eine intensive Betreuung. Aus diesem Grund findet man den Gänsfüßer, der seinen Namen den Gänsefuß-ähnlichen Blättern der Rebe zu verdanken hat, heutzutage kaum noch. In 2007 entstand durch Jürgen Vogt, Dr. Fritz Schuhmann und Fritz Braun aber die Idee, die Rebsorte wiederzubeleben. Aus der Idee wurde ein Plan und in 2009 erfolgte die Pflanzung von circa 30 Ar Rebstöcken in der Lage Haßlocher Leisböhl. In 2011 konnten die ersten Trauben geerntet sowie die ersten 1000 Liter Gänsfüßer gewonnen werden.

Der nun ausgezeichnete 2015er Jahrgang reifte eineinhalb Jahre lang im Holzfass, wurde im Mai 2017 abgefüllt und wird seit September 2017 verkauft. Die Jury des Deutschen Rotweinpreises bewertete den Wein in der Kategorie „Unterschätzte Rebsorten“ mit den Worten „Waldbeeren im Aroma, geschmeidig, feurig, reife Gerbstoffe, stimmig“. Diese Auszeichnung freut Michael Braun (Kellermeister), Martin Braun (Marketing und Verkauf) sowie das gesamte Team natürlich sehr. Vor allem hat die Auszeichnung und die damit verbundene Öffentlichkeit bewirkt, dass der 2015er Jahrgang inzwischen ausverkauft ist.

Trotz des Erfolgs soll der Gänsfüßer auch zukünftig eine Rarität im hochwertigen Segment bleiben. Für ein Wein in Massenproduktion eignet sich der Gänsfüßer aufgrund der intensiven Betreuung, die die Rebe benötigt, einfach nicht, so Martin Braun. Aber gerade durch die Exklusivität des Produkts entstehe ein Reiz, der durch den Deutschen Rotweinpreis nun auch über die Grenzen der Pfalz hinaus entfacht wurde, so Braun weiter.

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