Warntag im Kreis Germersheim: Sirenen heulen am Samstagvormittag
- Am Warntag sind in vielen Orten im Kreis Germersheim Sirenentöne und Durchsagen zu hören, obwohl keine Gefahr besteht. Brand- und Katastrophenschutzinspekteur, Christian Betzel, ist auf diesem Foto neben der Sirenenanlage auf dem Dach der Realschule plus in Bellheim zu sehen.
- Foto: Kreisverwaltung Germersheim
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Germersheim. Am Samstag, 8. August, testet der Landkreis Germersheim sein neu errichtetes Sirenenwarnnetz. Zwischen 10 und 11.30 Uhr sind in vielen Orten Sirenentöne und Durchsagen zu hören, ohne dass Gefahr besteht.
Der Landkreis Germersheim überprüft dabei insgesamt 64 Sirenenanlagen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Nach einem ersten Testlauf traten vereinzelt technische Probleme auf. Die Kreisverwaltung geht inzwischen davon aus, dass alle Sirenen einwandfrei funktionieren. Sie will das aber erneut unter realen Bedingungen prüfen. Falls es wieder Komplikationen gibt, plant die Verwaltung, diese vor dem bundesweiten Warntag im September zeitnah anzugehen.
So läuft der Sirenentest ab
Von 10 bis 11 Uhr testet der Landkreis alle Sirenenanlagen einzeln. Dabei ist jeweils ein kurzer, etwa zehn Sekunden dauernder aufheulender Sirenenton zu hören. In Orten mit mehreren Anlagen löst der Landkreis die Sirenen nacheinander aus.
Um 11 Uhr folgt die kreisweite Probewarnung mit dem Signal „Warnung der Bevölkerung“. Es besteht aus einem einminütigen auf- und abschwellenden Heulton sowie einer anschließenden Sprachdurchsage in deutscher und englischer Sprache.
Gegen 11.30 Uhr gibt es die Entwarnung. Sie kommt als einminütiger Dauerton mit anschließender Sprachdurchsage in deutscher und englischer Sprache.
Landrat Martin Brandl betont: „Mit dem Sirenenwarnnetz verfügen wir über ein wichtiges Instrument, um die Bevölkerung im Ernstfall schnell und zuverlässig zu warnen. Nach den Erkenntnissen aus dem ersten Test wollen wir nun sicherstellen, dass das System flächendeckend einwandfrei funktioniert“.
Christian Betzel, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Germersheim, erklärt: „Die erneute Überprüfung ist entscheidend, um die Zuverlässigkeit des Systems sicherzustellen. Gleichzeitig geben wir den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, die Signale kennenzulernen und richtig einzuordnen“.
Die Kreisverwaltung bittet um Verständnis für die hörbaren Signale. Es handelt sich um einen Probealarm. Ein Verhalten ist nicht erforderlich. Je nach Windrichtung und Nähe können auch Sirenen aus benachbarten Gemeinden zu hören sein. Diese können dadurch vereinzelt mehrfach wahrgenommen werden.
Begleitend bittet die Kreisverwaltung um Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Über www.kreis-germersheim.de/sirenen sowie über die Social-Media-Kanäle der Verwaltung können Bürgerinnen und Bürger an einer Umfrage teilnehmen und melden, ob sie Sirenensignale gehört und Sprachdurchsagen verstanden haben. [red]
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |