Oberrheinkonferenz zieht positive Bilanz der Schweizer Präsidentschaft
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Die Deutsch-französisch-schweizerische Oberrheinkonferenz (ORK) hat an ihrer Plenarversammlung eine positive Bilanz für das Präsidialjahr 2025 unter Schweizer Leitung gezogen. Bedeutende Fortschritte wurden insbesondere in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, Verkehrs- und Raumplanung, Jugendpartizipation sowie in der Auseinandersetzung mit den Beziehungen der Schweiz zur Europäischen Union erzielt. Zudem prämierte die ORK die zwölf Gewinnerinnen und Gewinner des Fotowettbewerbs «Crossing Borders». Frankreich übernimmt 2026 die Präsidentschaft.
Unter dem Motto «Im Herzen Europas Brücken bauen und Menschen verbinden» führte die Schweiz die ORK durch das Jahr 2025. ORK-Präsident Conradin Cramer betonte im Basler Rathaus den Erfolg der trinationale Zusammenarbeit: «In praktisch allen Bereichen konnten wir alle gesetzten Ziele erreichen: Allen voran beim Umwelt- und Klimaschutz, bei der Verkehrs- und Raumplanung sowie in Bezug auf die Wichtigkeit zukunftsfähiger Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU für unseren gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum am Oberrhein.»
Umwelt- und Klimaschutz
Zentraler Meilenstein war der 10. Klima- und Energie-Kongress am 6. Juni 2025 in Freiburg im Breisgau. Die Veranstaltung präsentierte einem breiten Fachpublikum die 2024 verabschiedete grenzüberschreitende Klima- und Energiestrategie für die Trinationale Metropolregion Oberrhein. Die Strategie umfasst derzeit 13 Projekte aus den Bereichen Photovoltaik, Geothermie, Wasserstoff, CO₂-Abscheidung und -Speicherung sowie Kreislaufwirtschaft.
Verkehrs- und Raumplanung
Im Mai 2025 verabschiedete die ORK das neue Raumkonzept Oberrhein. Es reagiert auf die Herausforderungen des Klimawandels und des Biodiversitätsverlusts und definiert Leitlinien für eine nachhaltige räumliche Entwicklung. Im Zentrum stehen flächensparendes Wachstum, nachhaltige Mobilität und ein vernetztes städtisches Gefüge über Grenzen hinweg.
Oberrhein und Europa
Zum 50-jährigen Jubiläum der Regierungskommission Oberrhein unterzeichneten die Delegationen am 3. November 2025 in Basel eine gemeinsame Erklärung zur Weiterentwicklung der Kooperation. Sie zielt darauf ab, die Sichtbarkeit der Oberrheinkooperation in europäischen Hauptstädten zu stärken und die Region als Modell für erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu positionieren.
Die Schweizer Präsidentschaft nutzte das Jahr zudem, um politische Akteure am Oberrhein für die laufenden bilateralen Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU zu sensibilisieren. Die ORK unterstützte als Netzwerkpartnerin die erstmalige Durchführung der Dialogplattform «baseltalks» am 4. September 2025, die eine niederschwellige Diskussion über die Bedeutung der bilateralen Beziehungen ermöglichte.
Jugend
Beim Jugendforum der ORK am 22. November 2025 in Basel diskutierten rund 60 Jugendliche die Idee eines oberrheinischen Jugendrats. Die Teilnehmenden sprachen sich klar dafür aus, das Vorhaben weiterzuverfolgen. Viele signalisierten Bereitschaft, sich 2026 aktiv an der Gründung eines solchen Gremiums zu beteiligen.
Fotowettbewerb «Crossing Borders»
Mit dem 2025 lancierten Fotowettbewerb wollte die ORK die Bevölkerung der Region für grenzüberschreitende Zusammenarbeit sensibilisieren und insbesondere junge Menschen einbeziehen. Die zwölf Siegerinnen und Sieger wurden an der Plenarversammlung am 12. Dezember 2025 prämiert. Hauptgewinnerin ist Laura Keel aus Basel. Die prämierten Fotografien sind online abrufbar.
Frankreich übernimmt 2026 die Präsidentschaft
Im kommenden Jahr geht die ORK-Präsidentschaft an die französische Delegation unter Leitung des neuen Präfekten der Région Grand Est, Amaury de Saint-Quentin, über. Die Schwerpunkte der französischen Präsidentschaft werden auf der Stärkung der Resilienz, der Verbesserung des Lebensumfelds sowie der Vertiefung der trilateralen Zusammenarbeit in Bildung, Kultur und Sport liegen.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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