Sanierung der Rheinbrücke
Kommunen schaffen 850 zusätzliche Parkplätze

Wegen der Sanierung der Rheinbrücke sollen Pendler auf die S-Bahn umsteigen. Eventuell soll es weitere Haltepunkte während der Sanierung geben.
  • Wegen der Sanierung der Rheinbrücke sollen Pendler auf die S-Bahn umsteigen. Eventuell soll es weitere Haltepunkte während der Sanierung geben.
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  • hochgeladen von Julia Lutz

Kreis Germersheim. „Alle Kommunen entlang den Schienenstrecken im Landkreis Germersheim sind bereit, zusätzliche Parkmöglichkeiten und damit ein einfaches Umsteigen vom Auto in die Bahn zu ermöglichen. „Bereits im Mai hat der Kreis die Kommunen angeschrieben und um Bereitstellung von zusätzlichem Parkraum gebeten“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel, „Mittlerweile ist klar: Zu den bestehenden etwa 1300 Parkplätzen an den Bahnhaltestellen werden mindestens 850 zusätzliche Parkplätze zur Verfügung stehen.“  

850 zusätzliche Parkplätze

Nach Zählungen gibt es bereits heute rund 450 freie P+R-Kapazitäten auf den bestehenden Parkplätzen. Die weiteren 850 Plätze werden in Rülzheim, Rheinzabern und Jockgrim entstehen. In Rülzheim sind rund 250 Plätze im Umfeld der Haltstelle „Freizeitzentrum“ vorgesehen, in Rheinzabern rund  140 am Marktplatz Nähe Bahnhof, rund 250 an der Freizeitanlage Kandeler Straße und weitere Kapazitäten am Stadion entlang der Kandeler Straße. Jockgrim sieht ca. 120 Parkmöglichkeiten am Bürgerpark vor, und insgesamt 40 am Bürgerhaus und in der Untere Buchstraße. Hagenbach bietet 15 neue Parkplätze am Bahnhof an, Schaidt zwölf Plätze an der Kulturhalle, Bellheim „Am Mühlbuckel“ nochmals 15. „Aber auch alle anderen Städte und Gemeinden wie Kandel und Wörth signalisieren die Bereitschaft, Stellplätze zu ermöglichen. Hier sind jedoch noch Gesprächen mit privaten Eigentümern zu führen“, sagt Landrat Brechtel.

Zusätzliche Haltebahnen geplant

Für die Finanzierung zusätzlicher Stellplätze zwischen Landau und Wörth ist Landrat Dr. Brechtel bereits in Kontakt mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe getreten.
Für die steigende Zahl an Bahnnutzern werden zudem mehr Plätze in den Zügen benötigt. „Zusätzliche Kapazitäten wird es durch Zusatzwagen und Zusatzzügen geben, außerdem ist vorgesehen, dass ausgewählte Bahnen zusätzliche Haltpunkte anfahren. Die Kommunen, die Verkehrsunternehmen, der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Süd und der Landkreis zeigen den Pendlern Alternativen zur erschwerten Autofahrt auf und möchten erreichen, dass während aller Bauphasen die Bevölkerung der südlichen Pfalz mobil bleibt.Anstatt im Auto auf der Rheinbrücke im Stau zu stehen, wollen wir Möglichkeiten aufzeigen um mit der Bahn zur Arbeit zu gelangen.“

„Ich danke allen Kommunen dafür, dass wir gemeinsam den anstehenden Verkehrsproblemen im Rahmen der Rheinbrückensanierung entgegentreten, zumal damit auch erhebliche Kosten für die Kommunen entstehen werden“, sagt Brechtel.

Kostenpunkt unbekannt

Allerdings sind die anfallenden Kosten für die Beschilderung, Befestigung und Herrichtung der zusätzlich angebotenen Parkplätze noch zu ermitteln. Landrat Dr. Brechtel wird sich in den Kreisgremien dafür einsetzen, dass sich der Kreis bei den entstehenden Zusatzkosten beteiligt, heißt es in einer Pressemitteilung.
Der Kreis hat die Kommunen auch nach freien Bike + Ride Möglichkeiten gefragt. Auch hier zeigten sich die Gemeinden kooperativ und sind bereit weitere Abstellflächen bei Bedarf zur Verfügung zu stellen.
Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr bereitet in Abstimmung mit Landrat Dr. Brechtel zur Zeit einen Flyer mit allen Informationen für die Pendler vor. Dieser wird dann u. a. bei allen Kommunen entlang der Bahnstrecken Landau – Karlsruhe, Germersheim – Karlsruhe, Wörth – Karlsruhe,, bei den Verkehrsunternehmen, in Betrieben und in der Kreisverwaltung Germersheim erhältlich sein. Alle weiteren Artikel zur Rheinbrücke finden Sie hier.

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