Internationales Workcamp: Junge Menschen engagieren sich für das Stadt- und Festungsmuseum
- „Wir haben viel gelernt und zwar nicht nur über das Handwerk und die Stadtgeschichte, sondern auch über unsere verschiedenen Kulturen. Eine schöne Erfahrung, für die wir alle sehr dankbar sind“, resümiert Carolyn Kermes (7.v.l.), Gruppensprecherin der Workcamp-Mitglieder, über die gemeinsam verbrachte Zeit in der Festungsstadt am Rhein.
- Foto: Stadt Germersheim | FREI
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Germersheim. Am 8. August 2025 endete in Germersheim das 2. Internationale Workcamp. Zwei Wochen lang hatten 15 junge Erwachsene aus Deutschland, Vietnam, Frankreich, Belgien, Italien, Spanien, der Türkei, Taiwan, Mexiko und China im derzeit geschlossenen Stadt- und Festungsmuseum im Nordflügel mitgearbeitet. Zu den Aufgaben gehörten vorbereitende Sanierungsmaßnahmen wie das Entfernen einer Wand, das Spachteln und Streichen von Wänden und Türen sowie Bodenarbeiten.
Die Gruppe kam mit den Arbeiten gut voran und erhielt Unterstützung vom städtischen Betriebshof sowie einem Germersheimer Handwerksbetrieb. Viele der Teilnehmenden hatten zuvor wenig handwerkliche Erfahrung, gingen aber mit Interesse, Lernbereitschaft und Freude an die Arbeit. „Die Arbeit hat uns allen sehr viel Spaß gemacht. Wir waren gut in der Zeit, da hätte das Arbeitspensum ruhig größer ausfallen dürfen“, so Gruppensprecherin Carolyn Kermes.
Trotz unterschiedlicher Herkunft und Sprachen arbeiteten alle Hand in Hand, verständigten sich auf Englisch und bildeten ein harmonisches Team. „Wir haben viel gelernt – nicht nur über Handwerk und Stadtgeschichte, sondern auch über unsere verschiedenen Kulturen. Eine schöne Erfahrung, für die wir alle sehr dankbar sind“, sagt Kermes.
Untergebracht war die Gruppe in einem städtischen Gebäude, ausgestattet mit Luftbetten des IJGD. Geduscht wurde in der nahegelegenen Berufsschule. In ihrer Freizeit unternahmen die Teilnehmenden Ausflüge in die Region, erkundeten Germersheim mit Fahrrädern des Tourismusbüros, nahmen an einer Stadtführung teil und erlebten eine Nachenfahrt auf dem Altrhein.
Für die gute Organisation sorgten die Stadt Germersheim, insbesondere Florian Metz als Vertreter der Museumsleitung, sowie die Mitarbeitenden des Tourismusbüros und des Betriebshofes. Beim Abschiedsessen äußerten einige den Wunsch, wiederzukommen – vielleicht schon zur 750-Jahrfeier im nächsten Jahr oder zur Wiedereröffnung des Museums. Bürgermeister Marcus Schaile würdigte das Engagement: „Es ist großartig zu sehen, mit welcher Begeisterung, Offenheit und Tatkraft junge Menschen aus aller Welt nach Germersheim kommen, um uns bei der Sanierung unseres Stadt- und Festungsmuseums zu unterstützen. Sie haben nicht nur wertvolle Arbeit für unser Museum geleistet, sondern auch ein Stück internationales Miteinander in unsere Stadt getragen. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar. Ich hoffe sehr, dass sie die Zeit in Germersheim in schöner Erinnerung behalten und uns bald wieder besuchen werden. Sie sind alle herzlich willkommen.“
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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