Amateur-Darts in Frankenthal
Längst nicht mehr nur Kneipensport

Interessierte sollen sich einfach trauen und Dartspieler ansprechen.
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Frankenthal. Von den Römern als Kriegswaffe eingesetzt, später von der französischen Armee als Darts bekannt. Die kleinen Wurfpfeile haben einen Wandel vom Kampfgerät zum Sportgerät durchgemacht. Mittlerweile ist Darts der Kneipensport schlechthin. Seit vielen Jahren gehören Darts in England zu einem Pub wie der Rock zum Schotten. Doch auch in Deutschland regt sich die Szene, Darts ist längst kein Nischensport mehr. Wer noch nie die Pfeile in der Hand hatte, sieht in den Würfen geübter Spieler Glückstreffer. Doch mit Glück hat ein Dartspiel recht wenig zu tun. Das weiß auch Jürgen Devigne, Kapitän der Stadtaffen, einer E-Dart-Mannschaft aus Frankenthal.

Von Kim Rileit

Durch die Erfolge der deutschen Spieler bei internationalen Turnieren, allen voran Max Hopp und Nico Kurz, wurde der Sport in Deutschland populärer. Große Namen wie Michael van Gerwen, Raymond van Barneveld oder Phil Taylor, der Rekordspieler schlechthin, sind längst nicht mehr nur den Insidern bekannt. Die Weltmeisterschaft am Jahresende im Londoner Alexandra Palace erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Stimmung ist ausgelassen, Fanchöre beleben den Wettkampf pausenlos – dem Zuschauer vorm Fernseher bietet sich ein buntes, geselliges Treiben. Das macht Lust auf mehr, bei vielen Zuschauern steigt die Lust, selbst loszulegen.

Abseits vom Profisport in England und den großen Turnieren gibt es auch die Darts-Amateure an der Basis des Sports. Die Kneipe ist dabei als Trainingsort noch immer die erste Wahl, auch in Frankenthal. Doch hier wird nicht auf Sisal- oder Korkscheiben geworfen, sondern auf Dartboards aus Kunststoff. In vielen Bars stehen Automaten, die das Spiel elektrisch unterstützen. Hier werden die Punkte automatisch gezählt und erfasst. Der Frankenthaler Jürgen Devigne und spielt seit fast 30 Jahre Darts. Er ist beruflich viel herumgekommen, bei Dartclubs deutschlandweit mit offenen Armen empfangen und konnte mittrainieren. Sobald man auf die Spieler zugeht, würde nicht mal ein Bundesliga-Akteur eine Partie ablehnen, so Devigne. Interessierten empfiehlt er, sich zu trauen: „Sprecht die Spieler an, wir freuen uns auf jeden Neuling“, sagte Devigne. Vor der Coronakrise konnte er ein durchweg positives Fazit ziehen, was den Nachwuchs betrifft. So kämen immer häufiger junge Erwachsene, um zu spielen.
Darts wurde in der Kneipe bekannt, steht in unmittelbarer Verbindung zu alkoholischen Getränken. Dennoch herrscht in den Mannschaften keine „Alkoholpflicht“, dieses Image sei nicht richtig. Es gebe viele junge Spieler, die Softdrinks bestellen, so Devigne.

Durch den Lockdown mussten die Kneipen schließen, der Ligabetrieb wurde für etwa 40 Mannschaften in der Region abgesagt. Während eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs aktuell noch nicht abzusehen ist, wird schon wieder fleißig trainiert. „Wir spielen mit Maske und haben die Trainingsgruppen aufgeteilt“, sagte Devigne zur Umsetzung im Trainingsalltag. Während der ersten Wochen der starken Einschränkungen haben die Spieler zuhause trainiert, Spielchen und Übungen über soziale Netzwerke ausgetauscht. Die Regelungen seien in der gesamten Liga umgehend umgesetzt und mit viel Verständnis angenommen worden. Nun freuen sich die Spieler auf den Frühling, denn könne unter Umständen über erste Turniere nachgedacht werden. kim

Interessierte sollen sich einfach trauen und Dartspieler ansprechen.
Dart ist längst nicht mehr nur ein Kneipensport
Autor:

Stadtmagazin Frankenthaler aus Frankenthal

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